20. September 2020 / 19:54 Uhr

26:26! HC Leipzig holt Unentschieden gegen den TSV Nord Harrislee

26:26! HC Leipzig holt Unentschieden gegen den TSV Nord Harrislee

Kerstin Förster
Leipziger Volkszeitung
HCL Torfrau Anna Kröber / Kroeber pariert einen Wurf

Handballclub Leipzig (HCL) vs TSV Nord Harrislee, Handball, Frauen, 2.Liga, 20.09.20
Torfrau Anna Kröber war mit ihren Paraden maßgeblich am Punktgewinn des HCL gegen den TSV Harrislee beteiligt. © Christian Modla
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Die erst 18-jährige HCL-Keeperin Anna Kröber ist beim glücklichen Remis gegen den TSV Nord Harrislee das Leipziger Plus.   

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Leipzig. Sie tanzten ausgelassen im Kreis und feierten am späten Sonntagnachmittag das Pünktchen auf einer mittelprächtigen Leistung wie einen Sieg. Dabei hätte es HCL-Torhüterin Anna Kröber verdient, in der Brüderhölle von ihrem Team auf Händen getragen zu werden. Schließlich hielt die 18-Jährige das 26:26 (14:17)-Remis der Leipzigerinnen gegen den TSV Nord Harrislee fest – alle applaudierten nach der dritten Saisonpartie der Paraden-Königin.

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„Ich habe mich gefreut, dass ich spielen durfte. Nach vorn hat uns heute das Glück gefehlt. Die Mädels haben stark gekämpft, um wieder ranzukommen“, gab sich die heldenhafte Keeperin aus dem A-Team der HCL-Torhüterinnen (Anabell Krüger, Anja Kreitczick) bescheiden. Torwarttrainer Wieland Schmidt (66) lobte: „Anna hat uns im Spiel gehalten. Sie hat ihre Sache großartig gemacht und uns in brenzligen Situationen den Rücken gestärkt.

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Der HC Leipzig erkämpft sich gegen den TSV Nord Harrislee ein 26:26-Unentschieden. Zur Galerie
Der HC Leipzig erkämpft sich gegen den TSV Nord Harrislee ein 26:26-Unentschieden. ©

Ihre gute Form war schon im Training zu sehen.“ Chefcoach Fabian Kunze war die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. „Wir können am Ende über den Punkt froh sein. Es waren deutlich mehr Fehler als in den beiden Spielen zuvor. Anna Kröber war klar unser Plus“, resümierte der 29-Jährige, dessen Team auf ein ausgeglichenes Punktekonto schaut (3:3) und Tabellenplatz sieben einnimmt.

Begonnen hatte der Schlagabtausch staugeplagter Gäste und deshalb mit 15-minütiger Verspätung vor insgesamt ausschließlich 350 blau-gelben Fans. Der lautstarken Begrüßung folgte Innehalten. Die Zuschauer gedachten der kürzlich verstorbenen Sarolta Selmeci. Die ungarische Spielerin der TG Nürtingen verlor 28-jährig den Kampf gegen den Krebs.

Gleich in den ersten Minuten erhielt Anna Kröber verdienten Sonderapplaus – aber auch ihr Gegenüber Lea Tiedemann glänzte. Die ersatzgeschwächten Nordlichter waren einmal mehr erfolgreicher am Zug. Besonders das grüne Abwehrbollwerk machte den HCL-Spielerinnen zu schaffen. Aber Kapitänin Jacqueline Hummel und ihr Team gaben nicht auf. In der 45. Minute wurde eine 23:21-Führung bejubelt. Hin und her, Hektik, Paraden und schließlich das erlösende 26:26. „Im Endeffekt ein glücklicher Punkt für uns. Der Lernprozess geht weiter“, so HCL-Präsident Thomas Conrad, dessen Tochter Christin verletzungsbedingt zum Zuschauen verdammt ist.

HCL: Kröber, Krüger; Uhlmann 1/1, Bessert 2, Seidel 3/1, Weise 3, Theilig 3, Ferber-Rahnhöfer, Greschner, Röpcke 3, Majer 4/3, J. Hummel 1, St. Hummel 6, Reißberg.