10. Oktober 2019 / 20:42 Uhr

27:26-Sieg: SC DHfK Leipzig kommt gegen Balingen mit dem blauen Auge davon

27:26-Sieg: SC DHfK Leipzig kommt gegen Balingen mit dem blauen Auge davon

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
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Das Team um Marko Mamic schlägt die "Gallier von der Alb" aus Balingen-Weilstetten. © Alexander Prautzsch
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Nach einer ersten Halbzeit zum Vergessen fangen sich die Handballer des SC DHfK Leipzig doch noch und gewinnen gegen Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten 27:26 (10:14). Bitter: Marc Esche fällt mit einem Kreuzbandriss monatelang aus.

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Leipzig. Das war knapp! Der SC DHfK Leipzig musste am Donnerstagabend lange kämpfen und zittern, bis der 27:16-Sieg (10:14) gegen HBW Balingen-Weilstetten unter Dach und Fach war. Vor 3199 Zuschauern in der heimischen Arena verloren die Grün-Weißen zwischenzeitlich gänzlich den Faden und waren einmal mehr auf eine Energieleistung in der zweiten Halbzeit angewiesen, um die Partie zu drehen.

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Heimsieg! Der SC DHfK gewinnt gegen HBW Balingen-Weilstetten mit 27:26. Zur Galerie
Heimsieg! Der SC DHfK gewinnt gegen HBW Balingen-Weilstetten mit 27:26. ©
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Positiv zu vermerken war zunächst: Die Hausherren verschliefen den Auftakt nicht. Allerdings traten die Probleme, die den Grün-Weißen in den vergangenen Wochen zu schaffen machten, auch gegen den HBW deutlich zu Tage. Dazu gehörte unter anderem die fehlende Gefährlichkeit im Rückraum. In der 24. Minute fiel das zweite (!!!) Leipziger Tor aus diesem Mannschaftsteil heraus. Weil aber auch die Gäste bei Weitem nicht fehlerfrei agierten, machte sich dies auf der Anzeigetafel erst einmal nicht bemerkbar.

Gastgeber verlieren Anschluss

„Die Mannschaft wird ein anderes Gesicht zeigen“, hatte Coach André Haber im Vorfeld versprochen. Aber das Antlitz, dass seine Jungs nach immerhin noch passablem Beginn offenbarten, konnte er kaum gemeint haben. Abspielfehler, Schrittfehler, schlechte Wurfentscheidungen, Ball am Fuß, dazu ein verworfener Siebenmeter – zwischenzeitlich konnte auch der den Gastgebern äußerst wohl gesonnene Fan nur noch mit dem Kopf schütteln. Die Angriffsleistung des SC DHfK war – auch wenn man den guten Balinger Keeper Vladimir Bozic in die Bewertung einbezog – schlicht enttäuschend.

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Bastian Roscheck (SC DHfK, re.): Die erste Halbzeit haben wir uns selber eingebrockt, neun technische Fehler waren zuviel. Dann haben wir ein paar taktische Umstellungen gemacht, uns zurückgekämpft und am Ende auch Glück gehabt. Zur Galerie
Bastian Roscheck (SC DHfK, re.): Die erste Halbzeit haben wir uns selber eingebrockt, neun technische Fehler waren zuviel. Dann haben wir ein paar taktische Umstellungen gemacht, uns zurückgekämpft und am Ende auch Glück gehabt. ©

Haber wechselte mehrfach das Personal, warf unter anderem die eigentlich angeschlagenen Philipp Weber und Maximilian Janke ins Spielgeschehen. Marc Esche konnte nicht helfen. Der Linksaußen riss sich zu Wochenanfang im Training das Kreuzband und wird monatelang fehlen. Für Joel Birlehm, der durchaus einige Paraden zeigte, kam Jens Vortmann ins Tor. Doch das brachte alles wenig. Die Hausherren verloren den Anschluss. Zur Pause stand ein 10:14 zu Buche, und das war auch genau so verdient.

Passfehler in der Schlussphase

Zum Glück für die Messestädter haben Handballspiele zwei Halbzeiten. Die DHfK-Männer nutzten diese „zweite Chance“ und zeigten es endlich, das versprochene andere Gesicht. Plötzlich waren sie da, die Dinge, die grün-weißen Handball erfolgreich machen: Tempospiel, bissige Abwehr, die eine oder andere Parade und ja, auch verwandelte Siebenmeter (dank Lucas Krzikalla, den dritten Schützen an diesem Abend). Als Lukas Binder in der 43. Minute zum 20:19 traf, schien das Dach der Arena Leipzig abzuheben. Sollte da doch noch was gehen?

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Ja, es sollte! Denn jetzt agierten die Gastgeber geduldiger. Auch wenn die Gallier von der Alb in der Defensive nun mit sechs Mann früh herausrückten, störten, ackerten, Leipzig bewies nun Geduld. Wartete auf die richtige Gelegenheit, den passenden Zeitpunkt zum Wurf und brachte sogar einen Kempa im Tor unter. Knapp und spannend blieb es dennoch, auch dank diverser Zeitstrafen für beide Teams und einzelne sprichwörtlich unfassbare grün-weiße Passfehler in der Schlussphase.

Leipzig: Vortmann; Birlehm; Semper (3); Wiesmach (4/1); Witzke (3); Krzikalla (5/5); Binder (3); Janke; Müller; Roscheck (1); Weber; Mamic (2); Remke; Gebala (4); Milosevic; Kristjansson (2).

Balingen: Jensen; Bozic; Zobel; Niemeyer; Lipovina (5); Kirveliavicius; Taleski; Hausmann; Thomann; Nothdurft; Meschke (4) Gretarsson (5/2); de la Pena; Schoch (9); Saueressig (3); Strosack.

Siebenmeter: Leipzig 6/8; Balingen 2/2.

Strafen: Leipzig 3; Balingen 5.

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