28. Mai 2019 / 21:00 Uhr

28:30 - SC DHfK Leipzig verliert in Hannover

28:30 - SC DHfK Leipzig verliert in Hannover

Christian Dittmar
Leipziger Volkszeitung
Leipzigs Franz Semper wird von der aggressiven Deckung der Hannoveraner aufgehalten. 
Leipzigs Franz Semper wird von der aggressiven Deckung der Hannoveraner aufgehalten.  © Rainer Justen
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Das stark ersatzgeschwächte Team von Trainer Andre Haber bot dem TSV Hannover-Burgdorf einen großen Kampf, hatten aber gerade in der zweiten Halbzeit zu wenig Ideen im Angriff. Am Ende ging den Grün-Weißen auch die Kraft aus.

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Hannover. Der SC DHfK Leipzig hat das letzte Bundesliga-Auswärtsspiel der Saison verloren. Die Leipziger Handballer verloren am Dienstag in Hannover-Burgdorf 28:30 (16:15) und tauschen mit dem Gegner die Plätze: Die Grünen sind nun 14., Hannover springt auf Rang elf.

Die angespannte Personalsituation (neben Bastian Roscheck und Lucas Krzikalla fiel auch noch Niclas Pieczkowski fkurzfristig aus und musste für die anstehenden Länderspiele absagen) brachte es mit sich, dass drei Akteure aus der 2. Mannschaft im Kader standen – mit Oliver Seidler und Julius Meyer-Siebert zwei von ihnen in der ersten Hälfte lange auf der Platte. Ersterer musste Lehrgeld zahlen und ließ in der Mitte die Hannoveraner zu einfachen Abschlüssen kommen. „Wir müssen das Zentrum besser beschützen“, sagte Trainer André Haber in der ersten Auszeit beim 13:13 (25.).

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TSV Hannover-Burgdorf - SC DHfK Leipzig (30:28) Zur Galerie
TSV Hannover-Burgdorf - SC DHfK Leipzig (30:28) ©
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Dafür sprangen mit Andreas Rojewski, Aivis Jurdzs und Milos Putera die alten Hasen ein. Besonders Putera machte seine Sache mit acht Paraden in der ersten Hälfte richtig gut. Dank einer starken Schlussphase führten die Leipziger zur Pause – hätten aber einen größeren Vorsprung haben können, wenn Franz Semper zwei Sekunden vor der Halbzeit getroffen hätte.

Im zweiten Durchgang wurde es immer ruppiger. Rojewski, der zweimal zwei Minuten bekam, lieferte sich ein Privatduell mit Hannovers Nationalspieler Fabian Böhm. René Villadsen kam in der 41. Minute für einen Siebenmeter in den Leipziger Kasten – und musste nach einem Kopftreffer von Timo Kastening direkt wieder runter. Der TSV-Mann sah dafür Rot und nach einer Zwei-Minuten-Strafe für Cristian Ugalde waren die Gastgeber sogar kurzzeitig in dreifacher Überzahl.

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Die Leipziger machten viel zu wenig draus, im Angriff fehlte nun jede Idee. Zu oft wurde Philipp Weber gesucht, zu wenige DHfK-Männer trafen überhaupt – insgesamt nur sechs. „Wir waren mit den Kräften am Ende, haben mit unserer angespannten Personalsituation aber trotzdem einen großen Kampf geliefert“, sagte Philipp Weber.

Das sagen die Trainer:

André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig): „Jeder weiß, wie emotional letzte Heimspiele sind. Das war heute für uns eine Mammutaufgabe, uns dem entgegenzustellen, auch vor dem Hintergrund, dass vor dem Spiel auch noch Basti Roscheck signalisiert hatte, dass es heute bei ihm nicht geht. Wir wollten es in Hannover besser machen, als in der letzten Saison, denn damals lagen wir zur Halbzeit schon mit acht Treffern zurück. Wir hatten heute einen viel besseren Spielstart und haben zur Halbzeit geführt, weil wir sehr gut im Angriff gespielt haben und eine sehr gute Torhüterleistung hatten. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen für Einsatz, Kampfbereitschaft und den konditionellen Zustand, denn wir konnten heute nicht viel wechseln. Die Jungs, die zum Schluss auf der Platte standen, als uns das Spiel entglitten ist, standen auch schon zuvor 50 Minuten auf der Platte und haben lange die Last auf ihren Schultern getragen. Es ist alles andere als einfach, hier in Hannover das Spiel so lange offenzuhalten. Auch wenn am Ende das Pendel für Hannover ausschlägt, fahren wir heute nicht völlig geknickt nach Hause, denn wir haben es ihnen maximal schwer gemacht.“

Carlos Ortega (Trainer Hannover-Burgdorf): „Ich glaube, das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Es gab heute sehr viele Zeitstrafen gegen uns, aber die ganze Mannschaft hat mit viel Herz gespielt. Ich denke, wir haben sowohl im Angriff als auch in der Abwehr eine gute Leistung gezeigt und verdient gewonnen.“

DHfK-Tore: Weber 8/1, Jurdzs 6, Binder 5, Wiesmach 4/1, Rojewski 3, Semper 2.

Hannover-Tore: Johannsen (6/1), Olsen (5), Brozovic (5), Häfner (4), Böhm (3), Cehte (3), Pevnov (2), Ugalde (1), Kastening (1/1)

Siebenmeter: Hannover 2/4, Leipzig 2/2

Strafminuten: Hannover 14, Leipzig 6

Rote Karte: Kastening (Hannover/41. Min) nach Kopftreffer an René Villadsen

Zuschauer: 5077 Handballfans in der TUI Arena

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