04. Oktober 2019 / 22:47 Uhr

29:28! HC Elbflorenz reißt Sieg mit unfassbarer Aufholjagd aus dem Feuer

29:28! HC Elbflorenz reißt Sieg mit unfassbarer Aufholjagd aus dem Feuer

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Der Jubel kannte nach dem 29:28-Erfolg gegen Emsdetten nicht nur bei Julius Dierberg keine Grenzen.
Der Jubel kannte nach dem 29:28-Erfolg gegen Emsdetten nicht nur bei Julius Dierberg keine Grenzen. © Matthias Rietschel
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Das Team von Trainer Rico Göde lag gegen den TV Emsdetten schon aussichtslos mit bis zu acht Tore zurück. Doch eine famose Aufholjagd in der zweiten Halbzeit brachte die Dresdner zurück ins Spiel und wurde durch Marek Vanco mit dem Siegtreffer in letzter Sekunde gekrönt

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Dresden. Als das Handball-Wunder in letzter Sekunde mit einem Treffer von Marek Vanco perfekt war, stand die Ballsport Arena Kopf. Nach einer schwachen ersten Halbzeit und einem klaren Rückstand landeten die Zweitliga-Männer des HC Elbflorenz am Ende einen 29:28-Sieg (12:19). Die Spieler vollführten Freudentänze, umarmten sich und wurden von den 1673 Zuschauern mit stehenden Ovationen gefeiert. „Mit so einer Einstellung wie in der ersten Halbzeit kannst du kein Zweitliga-Spiel gewinnen“, gab Marek Vanco zu. Und Julius Dierberg, der neben Robin Hoffmann, Torhüter Max Mohs und auch Henning Quade zu den auffälligsten Akteuren in der zweiten Hälfte gehörte, befand: „In der ersten Halbzeit haben wir uns selbst das Leben schwer gemacht, haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Dann haben wir uns in der Pause noch einmal eingeschworen und gesagt, dass wir als Mannschaft auftreten müssen. Wir konnten den Gegner dann überraschen, weil wir anders als sonst mit einer offenen Abwehr agiert haben. Und dann kamen die Zuschauer, das hat uns gepusht.“

Tatsächlich fanden die Gastgeber, die viele angeschlagene Spieler in ihren Reihen hatten, anfangs überhaupt keinen Rhythmus. Nach nur fünf Minuten führte Emsdetten mit 3:1, dabei hatte Nils Gugisch für die Dresdner einen Siebenmeter verwandelt. Den nächsten wenig später konnte er jedoch nicht unterbringen, scheiterte am eingewechselten Keeper Maurice Paske. Bis zum 4:6 (11.) blieb alles noch im Rahmen, doch dann zogen die Gäste mit einem 4:0-Lauf auf 10:4 (17.) davon. Die Göde-Schützlinge bissen sich an der aggressiv zu Werke gehende Abwehr des TVE die Zähne aus und die Würfe wurden zu oft Beute von Torhüter Konstantin Madert.

Auch zwei Auszeiten, die Rico Göde nahm, änderten nicht viel. Am Ende brachte er sogar die beiden Youngster Nico Cornelius und Oskar Emanuel aus dem Perspektivteam. Doch es ging mit einem klaren Rückstand in die Kabine. Keiner in der Halle glaubte wohl noch an eine Wende. Zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhten die Gäste den Vorsprung sogar auf 23:15 (40.). Dann aber parierte Max Mohs mehrfach, Robin Hoffmann, Henning Quade und Julius Dierberg versenkten einen Ball nach dem anderen im gegnerischen Tor und beim 26:26 (56.) war erstmals der Ausgleich erzielt. In den dramatischen Schlussminuten verwandelte Dierberg eiskalt einen Siebenmeter und Vanco setzte den Schlusspunkt.

Elbflorenz-Tore: Dierberg7/5, Hoffmann 6, Quade 4, Vanco 3, Dumcius, Cornelius je 2, Gugisch 2/1, Göres, Eman

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