19. Januar 2021 / 23:41 Uhr

29 Hinrunden-Punkte: Besser war Wolfsburg erst dreimal!

29 Hinrunden-Punkte: Besser war Wolfsburg erst dreimal!

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
 Bartosz Bialek trifft, Trainer Oliver Glasner freut sich
Bartosz Bialek trifft, Trainer Oliver Glasner freut sich © imago images/HMB-Media
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Der VfL Wolfsburg gewinnt mit 2:0 in Mainz und beendet die viertbeste Hinrunde seiner Bundesliga-Geschichte mit 29 Punkten.

Fußballerisch war’s lange Magerkost – aber am Ende stimmte aus Wolfsburger Sicht das Ergebnis. Beim Tabellenvorletzten FSV Mainz 05 kam der VfL am Dienstagabend zu einem 2:0-(0:0)-Sieg und beendet damit die Hinrunde der Fußball-Bundesliga mit 29 Punkten. Wie von Trainer Oliver Glasner vor dem Spiel gefordert, blieben die Wolfsburger zum ersten Mal in diesem Jahr ohne Gegentor. Und sie bejubelten nach den Treffern des eingewechselten Bartosz Bialek und des Top-Torjägers Wout Weghorst den ersten Sieg in diesem Kalenderjahr.

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„Ich bin froh, dass wir hier gewinnen konnten“, sagte VfL-Trainer Oliver Glasner. „Es war ein richtiges Kampfspiel, kein fußballerischer Leckerbissen – aber wir haben war zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt.“ Nach der Niederlage in Dortmund und den Punkteteilungen bei Union Berlin und gegen RB Leipzig gab es so endlich wieder einen Dreier. Und der lässt den VfL in der Tabelle zunächst einmal wieder auf Rang fünf hüpfen, allerdings können Union Berlin (in Leipzig) und Eintracht Frankfurt (in Freiburg) am Mittwochabend vorbeiziehen. An der Punkteausbeute in der ersten Saisonhälfte ändert das nichts - und auf 29 oder mehr Zähler kam Wolfsburg in seiner Bundesliga-Geschichte erst dreimal: In der Vizemeistersaison 2014/15 (34) sowie in den Spielzeiten 2013/14 und 2004/05 (jeweils 30).

<b>Koen Casteels</b>: Da, wenn er gebraucht wurde, wurde jedoch selten bis gar nicht gebraucht. - Note: 3. Zur Galerie
Koen Casteels: Da, wenn er gebraucht wurde, wurde jedoch selten bis gar nicht gebraucht. - Note: 3. ©

Ganz nebenbei sorgte der VfL in Mainz sogar für einen Rekord: Es war das fünfte Zu-Null-Spiel nacheinander gegen die 05er, eine solche Serie gegen einen Gegner hatte er in der Eliteklasse noch nie. Die Mainzer allerdings boten auf einem arg zerfurchten Rasen auch erschreckend wenig Gegenwehr. Lange galt: Probleme machte der VfL dem Gegner vor allem dann, wenn er den Ball verlor - denn die Mainzer konnten damit noch weniger anfangen. Erst im Laufe der zweite Halbzeit wurde der VfL druckvoller, die Tore fielen dann fast zwangsläufig.

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Vor der Pause, so bilanzierte VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer nach dem Abpfiff, „haben wir immer wieder den schweren Ball gespielt, teils mit Außenrist und sehr schlampig. Da haben wir nicht durchgezogen, was wir uns vorgenommen hatten, damit war ich gar nicht einverstanden.“ Danach war es besser – und zwei Stürmer waren vorm Tor eiskalt. Schäfer: „Wenn man dann die 90 Minuten sieht, sind wir als verdienter Sieger vom Platz gegangen.“

Für Mainz war’s das fünfte Heimspiel ohne eigenes Tor hintereinander – das hatten die 05er zuvor noch nie erlebt. Trotzdem sieht Mainz-Sportdirektor und Ex-VfL-Trainer Martin Schmidt das Team offensiv gut aufgestellt und ließ sogar Jean-Philippe Mateta ziehen. Der in dieser Saison gefährlichste Mainzer Stürmer war gegen Wolfsburg nicht mehr dabei. Er weilte in London, um seinen Wechsel (zunächst auf Leihbasis) zum Premiere-League-Klub Crystal Palace abzuwickeln.

Leichter wird es für die 05er erst einmal nicht, sie müssen zum Rückrunden-Auftakt gegen Leipzig ran. Ähnliches gilt auch für den VfL, der am Samstag bei Bayer Leverkusen (siegte 2:1 gegen Dortmund) antritt. Dort können die Wolfsburger dann versuchen, nach dem ersten Sieg in diesem Jahr den ersten Saisonsieg gegen eines der Top-Teams der Liga einzufahren.