10. April 2022 / 21:19 Uhr

3:0 gegen Hoffenheim: RB Leipzig hält Kurs Richtung Champions League

3:0 gegen Hoffenheim: RB Leipzig hält Kurs Richtung Champions League

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Nach 323 Tagen stand Marcel Halstenberg erstmals wieder in der Startelf - und machte das 2:0.
Nach 323 Tagen stand Marcel Halstenberg erstmals wieder in der Startelf - und machte das 2:0. © Getty Images
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Dank einer beeindruckend effizienten Vorstellung in der ersten Halbzeit muss RB Leipzig in der zweiten nicht mehr Vollgas geben, holt einen fast schon entspannten 3:0-Erfolg (3:0) gegen die TSG Hoffenheim. Für einen Kicker in den Reihen der Hausherren war es ein ganz besonderes Spiel.

Leipzig. Die Roten Bullen bleiben gierig, grasen und gewinnen weiter bzw. wieder. Der letzte Heimsieg war auch in Ermangelung von (Bundesliga)Heimspielen länger her, die vierteilige Remis-Serie in der Red-Bull-Arena endete gestern. Und zwar auf höchst ansehnliche Weise. Das Team von Domenico Tedesco schlägt 1899 Hoffenheim vor 35112 Fans 3:0 (3:0), zeigt den Gästen in Sachen Champions-League-Qualifikation die Rücklichter, hat jetzt sogar Rang drei im Visier. Einzig der unglaubliche SC Freiburg sorgt bei der unglaublichen Aufholfjagd der Rasenballer für störende Zwischentöne.

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Tore: Christopher Nkunku (5.), Marcel Halstenberg (20.), Dominik Szoboszlai (44.). Zur Erinnerung: In Hoffenheim hatte RB 0:2 verloren und eine nicht feststellbare Leistung gezeigt. Zeiten ändern sich, das Jahr 2022 läuft aus Leipziger Sicht besser als gut. Am Mittwoch fliegt RB gen Lombardei, am Donnerstag, 18.45 Uhr, steigt der Knaller bei Atalanta Bergamo. Das Weiterkommen wird mit dem Halbfinale in der Europa League belohnt. Bergamo verlor gestern in der Serie A 1:2 in Sassuolo.

JETZT Durchklicken: Die Bilder zum 3:0-Erfolg der Roten Bullen!

RB Leipzig setzt seine Erfolgsserie fort: In einer über weite Strecken einseitigen Partie gewann die Tedesco-Elf gegen die TSG 1899 Hoffenheim klar mit 3:0. Zur Galerie
RB Leipzig setzt seine Erfolgsserie fort: In einer über weite Strecken einseitigen Partie gewann die Tedesco-Elf gegen die TSG 1899 Hoffenheim klar mit 3:0. ©

Rein in die gute Stube. Yussuf Poulsen (Leiste) und Tyler Adams (Oberschenkel) kehren in den Kader zurück, Amadou Haidara (Knie) fehlt noch. Domenico Tedesco verpasst der Elf nach der Donnerstag-Fron gegen Bergamo (1:1) fünf frische Locken. Emil Forsberg, Dominik Szoboszlai, Marcel Halstenberg (erster Start-Elf-Einsatz seit 323 Tagen), Nordi Mukiele und Mo Simakan rotieren rein, Lukas Klostermann,  Benny Henrichs, Angeliño, Dani Olmo und André Silva raus. Die ersatzgeschwächten Hoffenheimer haben elf gute Kicker und eine ansehnliche Bank zusammengekratzt.

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Nach dem Freiburger Sieg in Frankfurt wissen die Roten Bullen vorm Anpfiff: Wir Feinen brauchen einen Sieg, um wieder drei Punkte zum Fünften aus dem Breisgau zu klemmen. Entsprechendfälllt Leipzigs Start aus. Gerne genommen dabei: Ein zeitiges Tor. Das fällt in der fünften Minute. Ein Freistoß von Szoboszlai landet bei Christopher Nkunku, der Pavel Kaderabek mit rechts austanzt und mit links flach trifft. Sieht nach Abseits aus, ist aber nach Keller-Sichtung mit dem Mikroskop keins. 1:0. RB bleibt am Drücker, kombiniert wie beim Üben unter der Woche und schießt das 2:0. Konrad Laimer erobert den Ball, bringt mit Glück und Geschick Halstenberg in Position, der staubtrocken mit links trifft (20.). Traumhafte Rückkehr des Mannes, der privat und sportlich harte Monate hinter sich hat. Kurz darauf scheitert Mukiele nach Halstenberg-Flanke an Keeper Oliver Baumann. Der Angriffswirbel wird in der 30. Minute für eine Auszeit (nach Sonnenuntergang dürfen fastende Spieler wie Simakan essen und trinken) unterbrochen.  Dann fällt das in Entstehung und Abschluss hochattraktive 3:0. Simakan klaut den Ball, flankt auf Nkunku, der in den Lauf von Szoboszlai köpft. Der Ungar schiebt ein (44.). Ja, mehr als eine Vorentscheidung.

Wiederbeginn. Spielen die Gäste ohne Rücksicht auf weitere Verluste nach vorne und drängen auf die Rückkehr von Spannung? Tun sie nicht, können sie bei diesem Spielstand und diesem Gegner nicht. RB reißt sich mit Blick auf Bergamo kein Bein mehr raus, begnügt sich mit Kontrolle und Besitzstandswahrung. Tedesco wehret den Anfängen der Seibstzufriedenheit, bringt neue Männer. Poulsen, Klostermann und Angeliño. Szoboszlai bleibt stark, legt Forsberg eine Top-Chance auf, die der Schwede versemmelt. Dani Olmo hat eine Halb-Chance und Peter Gulacsi darf einmal abtauchen. Dann ist es vorbei. Rauschhafte erste Halbzeit, gebremster Schaum danach. Kann man so machen.

Statistik zum Spiel:

Leipzig: Gulacsi - Simakan (62. Klostermann), Orban, Gvardiol - Mukiele, Laimer (46. Adams), Kampl (80. Olmo), Halstenberg (62. Angelino), Forsberg - Szoboszlai, Nkunku (62. Poulsen).

Hoffenheim: Baumann - Posch, Nordtveit, Richards - Bebou (80. Skov), Stiller, Samassekou, Kaderabek, Baumgartner (70. Dabbur), Kramaric - Rutter (70. Bruun Larsen).

Tore: 1:0 Nkunku (6.); 2:0 Halstenberg (20.); 3:0 Szoboszlai (44.).

Zuschauer: 35.112.