07. August 2019 / 21:48 Uhr

3:0! Phönix Lübeck lässt SV Eichede keine Chance

3:0! Phönix Lübeck lässt SV Eichede keine Chance

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Marco Pajonk, Kyrylo Matvyeyev, Noor Al-Tamemy und Lasse Sohrweide freuen sich über den Sieg!
Marco Pajonk, Kyrylo Matvyeyev, Noor Al-Tamemy und Lasse Sohrweide freuen sich über den Sieg! © Agentur 54°
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405 zahlende Zuschauer wollten das erste Oberliga-Heimspiel der „Adlerträger“ seit gut 20 Jahren sehen und wurden bestens unterhalten. Die Tribüne am legendären Flugplatz war gut besucht. Alle waren neugierig auf die Premiere des Aufsteigers und Topfavoriten, der zwei personelle Veränderungen im Vergleich zum 4:1 in Eckernförde vornahm. Im Tor feierte der lange verletzte Yilmaz Caglar für Neuzugang Matthies Meyer sein Comeback und für den rotgesperrten Enes Dagli spielte Marcello Meyer.

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Eichede lässt Chancen liegen, Sievers rettet auf der Linie

Schon nach neun Minuten brachte Phönix´ Stürmer Marco Pajonk, der im ersten Spiel noch glücklos agierte, die Hausherren nach einem Pass in die Gasse vom Ukrainer Kyrylo Matvieiev in Führung. Die Elf des Trainergespanns Frank Salomon und Daniel Safadi war die bessere Mannschaft. Danach vergaben der frühere Eicheder Noor Al-Tamemy (12., 20.) und Lasse Sohrweide (18.) nach einer schönen Hakenablage von Pajonk eine höhere Führung. Die Gäste wurden im weiteren Spielverlauf besser. Die erste Möglichkeit hatte Jonathan Stöver (23.), dessen Schuss aber noch geblockt wurde. Glück hatten die Lübecker in der 41. Minute. Nach einer Ecke von Evgenij Bieche kam Fynn Rathjen in der Mitte völlig frei zum Kopfball. Doch Phönix´ Kapitän Jan-André Sievers konnte am rechten Pfosten auf der Linie spektakulär per Kopfball klären.

Lasse Sohrweide trifft zum 2:0
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Fans treiben die Mannschaft nach vorne

In der 56. Minute waren die lautstarken Phönix-Fans auf der Tribüne wieder zu hören. Nach Vorarbeit von Marcus Steinwarth und „Cello“ Meyer ließ Pajonk den Ball für Sohrweide passieren. Der freistehende Ex-Flensburger nahm Maß und drosch den Ball zum 2:0 in die Maschen. Für die Vorentscheidung sorgte nur fünf Minuten später Pajonk, der einen groben Fehler von Gästetorwart Marcel Gevert eiskalt ausnutzte, nachdem Steinwarth quer legte. Dieser hatte ihm den Ball bei einem flachen Abschlag genau in die Füße geschossen. In der Schlussphase vergaben Pajonk (84.) und Al-Tamemy (85.) einen höheren Sieg des verdienten Siegers. „Oh, wie ist das schön. So was hat man lange nicht gesehen“, feierten die treuen Phönixer Fans die gelungene Heimpremiere. Verteidiger Marc Lindenberg sah in der 86. Minute die Gelb-Rote Karten wegen Handspiels. Nach fünfminütiger Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Fynn Kohn (Husum) das gut besuchte Nachbarschaftsduell ab.

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Marco Pajonk umkurvt Eichedes Keeper Marcel Gevert und schiebt zur Führung ein.
Marco Pajonk umkurvt Eichedes Keeper Marcel Gevert und schiebt zur Führung ein. © Agentur 54°

Phönix Salomon und Eichedes Skwierczynski zufrieden

„Ich habe nicht viel zu bemängeln. Das war eine vernünftige Atmosphäre im ersten Heimspiel. Der Start hat ein paar Zuschauer angelockt“, freute sich Salomon. „Und auch das Ergebnis ist für uns voll zufriedenstellend. Eichede hatte keine Chancen aus dem Spiel heraus.“ Sein Gegenüber Denny Skwierczynski hatte sich die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte anders vorgestellt. „Unterm Strich ist das ein verdienter Sieg. Wobei ich das Gefühl hatte, dass wir nicht so schlecht dabei waren und das zwischenzeitlich etwas gegangen wäre“, resümierte der 45-Jährige. „Das 0:2 und 0:3 waren der Genickbruch. Wir hatten zu wenig Durchschlagskraft. Phönix ist immer in der Lage ein Tor zu machen. Letztlich ist unser Auftritt aber nicht enttäuschend. Wir haben eine junge Mannschaft.“

Phönix Lübeck: Caglar – Sievers, Lindenberg, Thiel (70. Blazheski), Hammerschmidt – Marcello Meyer – Al-Tamemy, Sohrweide, Matvieiev (54. Saar), Steinwarth (67. Hadj) – Pajonk.

SV Eichede: Gevert – Heskamp, Newrzella, Pichelmann, Steinfeldt – Ehlers, Stöver – Czeschel (58. Hasselbusch), Rathjen (67. Zaske), Bieche – U. Dagli (70. Wahl).

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Fynn Rathjen macht sich lang, kommt aber nicht mehr an den Ball. Kristensen hat freien Lauf. Zur Galerie
Fynn Rathjen macht sich lang, kommt aber nicht mehr an den Ball. Kristensen hat freien Lauf. ©

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