08. Dezember 2018 / 20:15 Uhr

3:0  – VfB Lübeck schießt sich für das Jahresfinale gegen Holstein Kiel II ein

3:0  – VfB Lübeck schießt sich für das Jahresfinale gegen Holstein Kiel II ein

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
Der Brustlöser: Cemal Sezer (Nr. 9) hat das 1:0 für den VfB erzielt. Außer Torwart Gommert sind alle Kollegen zum Gratulieren angetreten.
Der Brustlöser: Cemal Sezer (Nr. 9) hat das 1:0 für den VfB erzielt. Außer Torwart Gommert sind alle Kollegen zum Gratulieren angetreten. © imago
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Souveräner Sieg bei Lupo Wolfsburg – Sezer, Grupe und Franziskus treffen – Will und Svirca debütieren – . . . und alle denken schon ans Derby am Freitag

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Genau so hatte sich VfB-Trainer Rolf Landerl das vorgestellt: Klarer Sieg in Wolfsburg, deutliche Verbesserung der jetzt ausgeglichenen Auswärtsbilanz, Spitzenreiter VfL II im Nacken geblieben – und perfekt eingespielt auf das große Jahresfinale am kommenden Freitag auf der Lohmühle gegen Holstein Kiel II. Binnen acht Minuten hatten Cemal Sezer (16. Minute), Tommy Grupe (19.) und Daniel Franziskus (24.) mit ihren Toren früh alles klar gemacht für Grün-Weiß.

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Die Umstände im Wolfsburger Norden waren eines Viertligaspiels eigentlich nicht würdig, nur 150 Zuschauer (davon fast die Hälfte aus Lübeck), ein ungepflegter, tiefer und rutschiger Boden – für den Regen und die heftigen Windböen konnten die Gastgeber indes nicht. „Wir haben die Bedingungen gut angenommen“, lobte Landerl. „Wir haben so gespielt, wie wir uns das vorgenommen hatten – schnell und direkt. Und wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht.“ Der gelbgesperrte Ahmet Arslan hatte die Kollegen nach Wolfsburg begleitet, meinte: „Ich war als VfB-Fan auf der Tribüne. Und als Fan ist man mit einem 3:0 immer zufrieden – also Daumen hoch!“ Abwehrchef und Torschütze Tommy Grupe ergänzte: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben in der ersten Halbzeit gut nach vorne gespielt und verdient drei Tore geschossen. In der zweiten Halbzeit haben wir ein wenig nachgelassen, ohne dass der Gegner aber zu klaren Torchancen kam.“

Der Reihe nach: Der VfB nahm das Heft im „Lupo-Stadio“ vor den Augen von Ex-VfB-Coach Uwe Erkenbrecher sofort in die Hand, bereitete seine Tore eine Viertelstunde lang geduldig aber zielstrebig vor. Dann war’s soweit. Deichmann-Flanke, Sezer-Kopfball wunderschön gegen die Laufrichtung des Lupo-Schlussmannes. 1:0 für den VfB. 180 Sekunden später. Ecke für den VfB, Torwart Marius Sauss konnte den Ball nur vor die Füße von Grupe klären – der schloss zum 2:0 ab. Nur fünf Minuten später machte Franziskus den Deckel drauf. Aus der Drehung traf er zum 3:0 – es war bereits sein 13. Saisontreffer.

Die Gastgeber – Tabellenvorletzter – kennen solche Situationen. Landerl: „Die geben trotzdem nie auf – das finde ich sympathisch.“ Immerhin ein Latten-Kopfball und ein haarscharf am Pfosten vorbeigesetzter Ball, jeweils durch den agilen Elvir Zverovic, kamen für die „Italiener“ dabei heraus. Nichts Zählbares. Auch der VfB hatte noch Chancen, aber Sezer (52., 69., 84.) und Franziskus (73., 86.) vergaben jeweils.

Landerl nutzte die klaren Verhältnisse und gewährte Lucas Will (65. für den gelb-rotgefährdeten Nico Löffler) und Krenar Svirca (86. für Yannick Deichmann) ihre Regionalligadebüts. „Diese Belohnung haben sie sich verdient. Es ist auch ein Fingerzeig für alle, immer dran zu bleiben, nie aufzugeben – immer bereit zu sein, wenn sich die Chance bietet“, ließ der Fußballlehrer auch pädagogischen Gründe für die Wechsel durchblicken.

Den Sonntag gibt er seiner Mannschaft frei, ab Montag geht’s in die letzte Arbeitswoche des Jahres 2018 mit dem letzten Punktspiel am Freitag. Zu Gast ist dann Holstein Kiel II. Landerl. „Wir freuen uns auf das Derby, wir sind bereit.“ Daniel Halke erinnerte an das ärgerliche 1:2 im Hinspiel vor drei Wochen gegen die „Jung-Störche“. „Das Landesderby wird ein richtiges Highlight zum Jahresabschluss. Wir sind uns, den Fans und der Stadt noch etwas schuldig“, sagte der Kapitän. „Wir werden mit breiter Brust auflaufen“, kündigte Torwart Benjamin Gommert an. Und Goalgetter Franziskus versprach: „Wir machen uns und unseren Fans ein schönes Weihnachtsgeschenk.“

VfB Lübeck - Lupo Martini Wolfsburg: Die Lübecker in der Einzelkritik.

Benjamin Gommert: Wurde mit seiner Elfmeterparade gegen Hartmann in der 90. Minute zum Pokalheld und krönte somit seine persönlich beste VfB-Saison.  Zur Galerie
Benjamin Gommert: Wurde mit seiner Elfmeterparade gegen Hartmann in der 90. Minute zum Pokalheld und krönte somit seine persönlich beste VfB-Saison.  ©
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