23. Oktober 2021 / 18:55 Uhr

3:1 bei Eutin 08: SV Eichede feiert Herbstmeisterschaft und löst Masters-Ticket

3:1 bei Eutin 08: SV Eichede feiert Herbstmeisterschaft und löst Masters-Ticket

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Eicheder Jubel am Waldeck. 
Eicheder Jubel am Waldeck.  © Johannes Kramer/hfr
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Der SV Eichede hat dank eines souveränen 3:1-Erfolgs bei Eutin 08 das Ticket für das SHFV-Lotto-Masters gelöst und gleichzeitig die Tabellenführung in der Flens-Oberliga (Staffel Süd) zurückerobert. Der Herbstmeister profitierte von der überraschenden 1:2-Niederlage des SV Todesfelde beim neuen Tabellendritten TSV Pansdorf. 

Matchwinner vor 170 Zuschauern am Eutiner Waldeck war Mika Clausen mit einem Tor und einer Torvorlage. Nach einer schwachen ersten Halbzeit kurbelte das große Talent das Spiel der favorisierten Gäste an. „Clausen war bester Mann auf dem Platz. Wir haben ihn nicht zu packen bekommen“, gab es anschließend ein Extralob von 08-Coach Dennis Jaacks. Die Stormarner nehmen zum elften Mal am Budenzauber am 8. Januar 2022 in Kiel teil. „Ich freue mich sehr darüber“, sagte ein strahlender Clausen, der vor der Saison aus der eigenen A-Jugend (Regionalliga) kam und für den es die Premiere beim Masters ist. „Für uns alle ist das ein großes Ding“, betonte er.

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Der erste Durchgang ist schnell erzählt. Es gab nur einen Höhepunkt. Nach einem schnellen Konter über die rechte Seite erzielte Tom Wittig mit einem flachen Schuss ins lange Eck die 1:0-Führung für die Eicheder (8.). Stürmer Vico Dombrowski hatte Wittig steil geschickt, ehe dieser seinen Turbo zündete. „Wir hatten zwar viel Ballbesitz, waren aber nicht so präsent. Man hat schon gemerkt, dass mit dem Masters etwas auf dem Spiel stand. Das war nicht so befreit wie sonst“, befand Gästetrainer Denny Skwierczynski. Sein Kollege sah die Gastgeber bis dahin auf Augenhöhe. „Ich habe keinen überragenden Auftritt von Eichede gesehen. Wir waren jedoch zu zögerlich und haben unseren Plan nicht umgesetzt“, haderte Jaacks. Das Problem war, dass bei seiner Elf nicht ein einziger Pass nach vorne ankam. Einzige Möglichkeit war ein harmloser Seitfallzieherversuch von Paul Meins (44.).

Bei den Gästen musste Kapitän Jonathan Stöver zur Halbzeitpause aus Verletzungsgründen ausgewechselt werden. „Bobby“ war auf die Schulter geknallt. „Ich habe extreme Schmerzen in der Schulter und Arm bewegen ist auch sehr schmerzhaft“, sagte er den LN. Sein Trainer hofft, dass es lediglich eine Prellung ist. Für Stöver rückte Clausen auf die Zehnerposition. Der eingewechselte Miguel Albrecht ging auf die Clausen-Position im linken Mittelfeld. Die Gäste hatten jetzt mehr Zug zum Tor und erspielten sich eine Reihe an guten Torchancen. Scheiterte Dombrowski nach einer Albrecht-Hereingabe noch an 08-Torwart Nikolas Wulf (47.), erhöhte der immer stärker werdende Clausen (49.) nach Dombrowski-Vorlage mit einem gefühlvollen Heber über „Niki“ Wulf zum 2:0. Das dritte Tor durch Albrecht (53.) legte Clausen mit einem Querpass vor – es war die Entscheidung.

Dass das Ergebnis aus Eutiner Sicht nicht böse ausfiel, lag am Chancenwucher des längst überlegenen Gegners. Statt etwas für das Torverhältnis zu tun, ließen Dombrowski (55., 57.), Clausen (66., 80./Pfosten), Albrecht (72.) und Pichelmann (75.) gleich ein halbes Dutzend ungenutzt. „Wir waren zu verspielt“, meinte Clausen. Auf der anderen Seite erzielte Tim Schüler (85.) mit einem Flachschuss ins rechte Eck den späten Ehrentreffer für die Hausherren. In der Nachspielzeit fischte SVE-Torwart Marcel Gevert noch einen Freistoß von Schüler aus dem Winkel (90. +1). „Das war heute sicherlich nicht unsere beste Leistung“, bilanzierte Skwierczynski. „Trotzdem sind wir zufrieden. Wir haben eine gute Hinrunde gespielt. Da waren viele gute Spiele dabei. Wir fahren verdient nach Kiel und haben uns den Platz an der Sonne verdient.“ Jaacks ärgerte sich über drei Gegentore, „die wir alle selbst reingemacht haben.“

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Eutin 08: Wulf – Svirca (59. Hermann), Fatlum Zymberi, Lahi – Hill (77. Tagawa), Lepin, Schultz (59. Rose), Schrake – Meins, Haye (36. Rosert), Schüler.  

SV Eichede: Gevert – Pichelmann, Reimers (75. Schubring), Ostermann, Arndt (61. Steinfeldt) – Rathjen (75. Lindenberg), Zaske – Wittig (61. Lahrtz), Stöver (46. Albrecht), Clausen – Dombrowski.

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