06. Februar 2022 / 15:48 Uhr

3:1! Chemie Leipzig nach Sieg gegen Babelsberg nun bestes Rückrunden-Team

3:1! Chemie Leipzig nach Sieg gegen Babelsberg nun bestes Rückrunden-Team

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
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Kollektive Freude bei Chemie Leipzig: Sie gewinnen das Spiel gegen Chemie Leipzig. © Christian Modla
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Ohne Trainer Jagatic und ohne Stammtorhüter Benny Bellot musste Chemie ran - und war erfolgreich. 3:1 gewinnen die Leutzscher gegen den Regionalliga-Konkurrenten aus der Filmstadt und kann weiter eine perfekte Rückrunde vorweisen.

Leipzig. Chemie gegen Babelsberg, der Rückrunden-Primus gegen das drittbeste Team in dieser Wertung, Zuschauerbeschränkung teilweise aufgehoben, mit 2850 Fans das Stadion ausverkauft: die Zeichen standen günstig. Bis der Blick auf die Aufstellungen Böses erahnen ließ. Denn im Tor stand erstmals seit zwei Jahren nicht Benny Bellot, sondern sein Stellvertreter Jonas Janke. Und auf der Bank vermisste man ebenfalls ein gewohntes Gesicht: Miro Jagatic fehlte ebenfalls. Bei beiden hatte der letzte Coronatest angeschlagen, so dass sie daheim bleiben mussten.

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Ein herber Verlust, ebenso wie der Ausfall sämtlicher linker Verteidiger: Lucas Surek ist nach seiner Schulterverletzung noch nicht spielfähig, Philipp Wendt und Manu Wajer sind noch krank. Tom Müller übernahm diese Rolle und fügte sich nahtlos ein. Denn bereits nach zwei Minuten zeigte Müller sein Stürmerblut, als er den Freistoß von Denis Mast zum 1:0 einnickte. So zeitig hatte Chemie in dieser Saison noch nie geführt. In der Folgezeit überraschten die Leutzscher ihre Fans positiv, denn sie legten eine Überlegenheit an den Tag, die sich sehen lassen konnte. Vor allem die Achse Denis Mast, Alex Bury und Anton Kanther (stark verbessert) initiierte einen starken Angriff nach dem anderen.

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Heimsieg! Die BSG Chemie Leipzig gewinnt gegen den SV Babelsberg mit 3:1 und sichert sich drei wichtige Punkte. Zur Galerie
Heimsieg! Die BSG Chemie Leipzig gewinnt gegen den SV Babelsberg mit 3:1 und sichert sich drei wichtige Punkte. ©

Um so überraschender der Ausgleich, als sich die beiden "Jungschen" Ben Keßler und Jonas Janke gegenseitig in Bedrängnis brachten, der Rückpass zu kurz geriet und Janke Daniel Frahn anschoss und der ins leere Tor vollenden konnte (24.). Ein Ausgleich aus dem Nichts. Chemie aber nur kurz geschockt, riss das Spiel nach kurzzeitiger Babelsberger Überlegenheit wieder an sich. Mast erzielte ein sehr schönes Tor, stand jedoch hauchzart im Abseits (34.). Alex Bury verfehlte um Zentimeter, als er Masts Flanke am langen Eck vorbeischob (38.). Dann aber die erneute Führung. Timo Mauer flankte von der Grundlinie auf den heranlaufenden Tarik Reinhardt, der präzise per Kopf traf - das hochverdiente 2:1. Leider verletzte sich dann Stephané Mvibudulu, der nach einem Schlag auf den Fuß noch vor der Halbzeit gegen Florian Kirstein ausgewechselt werden musste.

Der eingewechselte "Kirsche" war es auch, der den nächsten entscheidenden Schlag setzte. Nach einer unübersichtlichen Situation stocherte er den Ball zum 3:1 ins Netz (49.). Natürlich versuchte Babelsberg noch, das Resultat zu verkürzen, selbstverständlich gab es die eine oder andere Torgelegenheit für Frahn, Jürgens und Müller, doch die Leutzscher waren einfach näher dran an einem weiteren Treffer. Reinhardt und Kirstein scheiterten aber knapp. So brachten die Chemiker ihren vierten Sieg in Folge unter Dach und Fach und lösten Babelsberg als nunmehr beste Rückrundenmannschaft ab. Das brachte auch den stets kritischen Trainer Christian Sobottka zum Schmunzeln: "Wir wollten die letzten Siege gern vergolden, das ist uns mit einer blitzsauberen Leistung gelungen. Glückwunsch an unseren jungen Torwart Jonas Janke. Der Junge hat das heute prima gemacht. Das war nicht einfach, wenn man 12 Stunden vor Spielbeginn erfährt, dass man spielen muss." So ganz war sein Kollege Miro Jagatic indes nicht unbeteiligt am Resultat. "Wir haben kurz vor dem Spiel und in der Halbzeit telefoniert. Aber wir haben ja die gleiche Auffassung von Fußball, deshalb gab es nicht so viel zu diskutieren."

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