06. September 2020 / 19:03 Uhr

3:2! OSV Hannover gewinnt rassiges Spiel in Krähenwinkel

3:2! OSV Hannover gewinnt rassiges Spiel in Krähenwinkel

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Was denn? Krähenwinkels Steven-Emanuel Calo (unten) beschwert sich bei Patrick Richter.
Was denn? Krähenwinkels Steven-Emanuel Calo (unten) beschwert sich bei Patrick Richter. © Mirko Haendel
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Trotz des 1:3-Rückstandes zur Pause hatte Pascal Preuß zur Pause noch ein gutes Gefühl. Nach der 2:3-Niederlage zum Landesliga-Auftakt gegen den OSV Hannover sagte der Trainer des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide: „Wir müssen uns das Ergebnis selbst ankreiden.“

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Auch beim dritten Anlauf hat es wieder nicht geklappt: Wie in den vergangenen zwei Jahren ist der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide zum Saisonauftakt in der Landesliga erneut sieglos geblieben.

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Krähen laufen lange hinterher

Im Heimspiel der Staffel Nord gegen den OSV Hannover musste sich die Mannschaft von Pascal Preuß den Oststädtern mit 2:3 (1:3) geschlagen geben. Beim ersten Auftritt nach fast einem halben Jahr Coronapause habe seine Elf am 1. Spieltag nicht entschlossen genug gewirkt, erklärte der KK-Coach die Niederlage.

Nach einer halben Stunde liefen die Krähen bereits einem Zweitorerückstand hinterher. Christopher Marre hatte in der Anfangsphase zunächst mit dem Kopf einen Einwurf des Gegners unglücklich in die eigenen Maschen gelenkt, Patrick Richter nutzte die Uneinigkeit zwischen Florian Houck und Steven Calo zum Ausbau der Führung für den OSV.

Bilder vom Landesliga-Spiel zwischen dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide und dem OSV Hannover

Steven-Emanuel Calo schüttelt Ferdinand Schwenger ab. Zur Galerie
Steven-Emanuel Calo schüttelt Ferdinand Schwenger ab. © Mirko Haendel

Dem Anschlusstreffer von Oliver Pfeuffer nach Vorarbeit von Houck und Marcel Kunstmann in der 44. Minute ließen die Gäste prompt das 1:3 folgen: Calo wähnte bei einem Eckstoß den Ball ins Toraus fliegen – der schlug jedoch über ihm in der kurzen Ecke ein (45.).


"Funke ist nicht übergesprungen"

„Trotzdem hatte ich in der Halbzeitpause noch ein gutes Gefühl“, sagte Preuß. Er hoffte allerdings vergeblich auf eine Aufholjagd. „Der Funke ist nicht übergesprungen. Das unbedingte Wollen, das Jetzt-erst-recht – das kam nie so richtig auf.“

Anders als im abschließenden Testspiel, das sie beim TSV Mühlenfeld nach einem 0:3 noch mit 4:3 gewonnen hatten, fehlte den Krähen nun die Bissigkeit, um die Partie drehen zu können. Erst in der Nachspielzeit verkürzte Kapitän Alexander Dosch per Elfmeter nach einem Foul an Felipe Böttcher. „Wir müssen uns das Ergebnis selbst ankreiden“, sagte Preuß.

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Vor dem ersten Punktspiel hatte OSV-Trainer Emilio Ortega die Rolle des Aufstiegsfavoriten den Krähen zugeschoben. Ist nach dem 3:2 der Bothfelder Ortegas Mannschaft der neue Favorit?

"Glückwunsch zum unverdienten Sieg?"

Vorstandsmitglied Nicolas Manke bremst die Euphorie ein wenig: „Wir gehören sicherlich zum Favoritenkreis für die Aufstiegsrunde. Den Rest wird man später in der Saison sehen.“ Er war mit dem Auftritt der Mannschaft sehr einverstanden, besonders in der ersten Hälfte.

Nach der 3:1-Pausenführung lief es beim OSV offensiv nicht mehr so rund. „Wir haben unsere Angriffe nicht mehr richtig zu Ende gespielt“, sagte Manke. Die Krähen drückten auf den Anschlusstreffer, doch die OSV-Defensive stand sicher. Der Stadionsprecher richtete nach der Partie den „Glückwunsch zum unverdienten Sieg“ per Durchsage an den OSV. Manke wollte dieses Verhalten nicht kommentieren.