03. April 2022 / 18:32 Uhr

3:2-Sieg gegen HSC Hannover: Dank Graudenz bleibt Phönix Lübeck ungeschlagen

3:2-Sieg gegen HSC Hannover: Dank Graudenz bleibt Phönix Lübeck ungeschlagen

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Lübecks Spieler um Doppeltorschütze Fabian Graudenz (3. v.l.) fuhren am Sonntag den nächsten Sieg in der Abstiegsrunde ein. 
Lübecks Spieler um Doppeltorschütze Fabian Graudenz (3. v.l.) fuhren am Sonntag den nächsten Sieg in der Abstiegsrunde ein.  © 54°/König
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Der 1. FC Phönix Lübeck hat in der Regionalliga-Abstiegsrunde mit dem vierten Sieg im vierten Spiel seine makellose Startbilanz ausgebaut. Der Spitzenreiter gewann gegen den HSC Hannover mit 3:2. 

Die Lübecker zeigten nicht ihre beste Saisonleistung. „Es ist bitter, durch einen Konter zu verlieren. In den entscheidenden Situationen hat man die individuelle Klasse von Phönix gesehen“, resümierte ein enttäuschter Gästetrainer Vural Tasdelen. Fabian Graudenz war vor 410 Zuschauern mit einem Doppelpack der überragende Akteur des Spiels und leitete zudem den späten Siegtreffer ein. „Er war der entscheidende Faktor im Spiel. Das war gut und wichtig. Wir haben nicht alles richtig gemacht, sind ins Wanken geraten und müssen gegen Lüneburg eine bessere Leistung zeigen. Vielleicht war das Spiel das nötige Signal, die Spannung weiter hochzuhalten“, bilanzierte Phönix-Coach Oliver Zapel.

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Bilder vom Spiel: 1. FC Phönix Lübeck gegen HSC Hannover (03.04.2022)

Most Wanted Man nach dem Spiel: Siegtorschütze Haris Hyseni erfüllt Phönix-Fans Autogrammwünsche. Der Goalgetter hatte die Adler in der Schlussphase zum Sieg geschossen und damit den vierten Sieg im vierten Spiel gesichert.  Zur Galerie
Most Wanted Man nach dem Spiel: Siegtorschütze Haris Hyseni erfüllt Phönix-Fans Autogrammwünsche. Der Goalgetter hatte die Adler in der Schlussphase zum Sieg geschossen und damit den vierten Sieg im vierten Spiel gesichert.  ©

Der Fußballlehrer nahm eine Veränderung in seiner Startelf vor. Für Kapitän Nico Fischer (saß nach Corona zunächst auf der Bank) rückte Sean Vinberg in die Innenverteidigung. „Vize“ Kusi Kwame (Brustschmerzen) fehlte, so dass Zapel mit 17 einsatzbereiten Mann im 19er Kader auskommen musste. Als Ersatz-Spielführer lief Björn Lambach gegen seinen Ex-Klub auf. Pünktlich zum Anpfiff setzte neben Wind auch Schneegraupel auf dem Kunstrasen an der Travemünder Allee ein. Die Besucher sahen anfangs wenig Erwärmendes.

Die Partie begann ausgeglichen und war kampfbetont. Die erste richtige Torchance besaßen die Gäste. Nach einem Freistoß scheiterte Igor Antunovic per Kopfball am glänzend reagierenden Torwart Andrea Hoxha (24.). Im Gegenzug fiel für die Gastgeber das 1:0 (24.) durch einen herrlichen 20-Meter-Schuss von Fabian Graudenz ins linke Eck. Der 30-jährige Ex-Flensburger, der mit FSV Frankfurt und FC Energie Cottbus schon 3. Liga gespielt hat und Anfragen von anderen Vereinen vorliegen sollen, zeigte sich deutlich verbessert, nachdem er in den letzten Spielen seiner Form hinterherlief.

Mit der Führung im Rücken kamen Lambach & Co. viel besser ins Spiel und agierten jetzt mit mehr Struktur. Graudenz hätte nachlegen können, vergab aber per Kopfball nach einer Flanke von Haris Hyseni (35.). Danach traf Pingel per Kopf die Latte nach einem Graudenz-Freistoß, ehe sein Nachschuss von HSC-Torwart Kilian Neufeld pariert wurde (43.). Zu Beginn der zweiten Halbzeit drehten die Gastgeber weiter auf. Nach tollem Pass von Hyseni erhöhte Graudenz per Flachschuss auf 2:0 (47.). Doch wer dachte, das war schon die Vorentscheidung, wurde enttäuscht. Die jeweils eingewechselten Can Gökdemir (52.) und Emro Curic (72.) glichen zum 2:2 aus – die Gäste schöpften Hoffnung.

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Oliver Zapel hält nach dem Spiel eine Ansprache im Mannschaftskreis

Zapel („Wir waren zu leichtsinnig“) reagierte und brachte mit Murat Rasgele und Arnold Budimbu zwei frische Offensivkräfte und das mit Erfolg: Hyseni (84.) nutzte einen Abpraller des Torwarts nach einem Schuss von Budimbu zum nicht unverdienten 3:2. Der Angriff wurde über Graudenz mustergültig eingeleitet. Der Siegtorschütze war nach dem Spiel ein gefragter Autogrammeschreiber. Kenny Korup hatte noch das 4:2 auf dem Fuß (89.). „Die 2:0-Führung sollte uns mehr Sicherheit geben. Wir waren ungeordnet und unsicher. Zum Glück haben wir eine gute Moral gezeigt. Das war ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt“, freute sich Graudenz. Lambach meinte: „Egal wie, Hauptsache drei Punkte. Wir wollen unbedingt den vierten Sieg in Folge.“

Statistik zum Spiel

Phönix Lübeck: Hoxha – Korup, Vinberg, Djengoue, Bock – Graudenz, Knudsen, Lambach (90. + 3 Fischer) – Pingel (74. Rasgele), Hyseni, Kobert (74. Budimbu)

HSC Hannover: Neufeld – Bahls, Langer, Farahnak, Kinitz – Baar, Vukancic – Ilic (46. Gökdemir), Antunovic (84. Zimmermann), Öney (69. Curic) – Schultz (69. Hoffart)

Schiedsrichter: Alexander Roppelt (VfL Bad Schwartau). Zs: 410. Tore: 1:0 Graudenz (24.), 2:0 Graudenz (47.), 2:1 Gökdemir (52.), 2:2 Curic (72.), 3:2 Hyseni (84.). Gelbe Karten: Pingel

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