13. Oktober 2021 / 21:08 Uhr

3:2-Sieg in Chemnitz: Lok Leipzig rollt weiter durch die Regionalliga

3:2-Sieg in Chemnitz: Lok Leipzig rollt weiter durch die Regionalliga

Rainer Kelch
Leipziger Volkszeitung
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Jubel beim 1. FC Lok: Das Team von Almedin Civa gewinnt beim Chemnitzer FC mit 3:2. © Thomas Gorlt
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Turbulente 90 Minuten in Chemnitz: Die Loksche geht 2:0 in Führung, gibt den Vorsprung aus der Hand, antwortet aber kurz darauf und holt mit Spielwitz und Kampf einen knappen Sieg in einem packenden Spiel.

Chemnitz. Der 1. FC Lok war auch in Chemnitz nicht zu stoppen und holt bei den Himmelblauen einen hochverdienten 3:2-Erfolg. Mit dem fünften Sieg in Folge ist Lok nun als Dritter auf Tuchfühlung mit der Tabellenspitze.

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Halbzeitführung nach Foulelfmeter

Nach dem bitteren Pokalaus am vergangenen Samstag in Bautzen rotierte Lok-Coach Almedin Civa wieder seine beste Elf aufs Feld. Die beinhaltete selbstverständlich Offensiv-Antreiber Sascha Pfeffer, Torjäger Djamal Ziane und Keeper Jan-Ole Sievers. Mit dabei waren aber auch Maik Salewski als linker Verteidiger und vor ihm auf der linken Außenbahn der wieder genesene Bogdan Rangelov.

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Der 1. FC Lokomotive Leipzig gewinnt ein turbulentes Spiel beim Chemnitzer FC mit 3:2. Zur Galerie
Der 1. FC Lokomotive Leipzig gewinnt ein turbulentes Spiel beim Chemnitzer FC mit 3:2. ©

Zu Anfang wirkte Chemnitz einen Tick wacher und präsenter, mussten sich die Leipziger noch finden. Nach einer Viertelstunde schien Lok besser ins Spiel zu kommen und hatte durch einen Ziane-Kopfball auch gleich eine gute Möglichkeit (15.). Die Szene der ersten Halbzeit gab es in der 27. Minute: Innenverteidiger Luca Sirch schaltete sich in die Offensive ein und spielte einen überragenden Steilpass. Chemnitz-Kapitän Robert Zickert konnte den durchgestarteten Theo Ogbidi nur noch per Foul stoppen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Lok-Käpt‘n Pfeffer sicher.

Lok antwortet promt

In der Halbzeitpause gab Lok-Präsident Thomas Löwe zu Protokoll, dass „die Niederlage in Bautzen abgehakt“ und die Mannschaft „voller Selbstvertrauen“ sei. Was er damit meinte, zeigte Lok zunächst eindrucksvoll. Mit einem Geniestreich über die rechte Seite bereitete der überragende Pfeffer mustergültig das 2:0 vor – seinen Rückpass von der Grundlinie musste Rangelov nur noch einschieben. Und auch danach Lok weiter am Drücker. Ziane hatte das 3:0 zweimal kurz hintereinander auf dem Fuß, scheiterte aber an CFC-Torwart Jakubov (54.). Wie aus dem Nichts dann der Anschlusstreffer: Christian Bickel zirkelte einen Eckball schön an den Fünfmeterraum, wo Felix Schimmel mit Wucht einköpfte (64.).

Plötzlich war Chemnitz wieder da und besorgte auch noch den Ausgleich, wieder nach einer Ecke: Der abermals von Bickel getretene Ball schien schon durch Sievers geklärt, aber Okan Kurt traf von der Strafraumgrenze per Direktabnahme. Doch Lok ist dieses Jahr aus einem harten Holz geschnitzt, gab nicht auf und ging nur zwei Minuten später wieder in Führung, als der eingewechselte Eric Voufack einen Konter nach Vorarbeit von Zak Piplica einschob. Danach war Zittern angesagt, aber Lok belohnte sich am Ende für eine couragierte Leistung mit den verdienten drei Punkten.

Lok: Sievers – Berger, Eglseder, Sirch, Salewski – Piplica (79. Heynke), Abderrahmane – Ogbidi, Pfeffer, Rangelov (72. Voufack) – Ziane Tore: 0:1 Pfeffer (29./Foulelfmeter), 0:2 Rangelov (50.), 1:2 Schimmel (64.), 2:2 Kurt (76.), 2:3 Voufack (78.)