14. August 2021 / 10:30 Uhr

3:2! Tresenwald Machern gewinnt Kreisoberliga-Eröffnungsspiel gegen Naunhof

3:2! Tresenwald Machern gewinnt Kreisoberliga-Eröffnungsspiel gegen Naunhof

Wilko Finke
Leipziger Volkszeitung
Glück für Tresenwald, Ball geht an den Pfosten
Glück für Tresenwald Machern in dieser Situation: Der Ball des SV Naunhof ging an den Pfosten. © Finke
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Die neue KOL-Saison beginnt mit einem Sieg für Tresenwald Machern! Gegen die Gäste aus Naunhof setzen sich die Mannen von Trainer Steffen Teichmann mit 3:2 durch.

Machern. Die 11. Saison der Fußball-Kreisoberliga der Männer wurde auf dem Rasen des Sportparks Tresenwald Machern angepfiffen. Knapp zwei Stunden später freuten sich die gastgebenden Tresenwalder über drei Punkte, mit 3:2 hatten sie den SV Naunhof, der schon 0:3 hintenlag, bezwungen.

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Schweigeminute für Lochasz

Vor dem Eröffnungsspiel fand vor Ort die Staffeltagung dieser Spielklasse statt. Jens Bretschneider, Vorsitzender des Spielausschusses und zugleich Staffelleiter des hiesigen Fachverbandes, informierte die Verantwortlichen der 16 KOL-Teams, dass nicht drei sondern vier Auswechslungen im Spiel pro Mannschaft möglich sind. Ferner sagte er: "Mit dem freiwilligen Rückzug des FSV Alemannia Geithain aus dieser Spielklasse verringert sich die Anzahl der Mannschaften auf 16."

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Der SV Tresenwald Machern besiegt den SV Naunhof mit 3:2. Zur Galerie
Der SV Tresenwald Machern besiegt den SV Naunhof mit 3:2. ©

Das Spiel begann mit einer Schweigeminute für den kürzlichst verstorbenen Andreas Lochasz. Er war Abteilungsleiter und Spieler beim SV Eintracht Gerichshain und zusammen mit dem Spartlenleiter des SV Machern, Eberhard Westphal, am Zusammenschluss beider Vereine zum SV Tresenwald im Spieljahr 1998 beteiligt. Außerdem war er ein erfolgreicher Unternehmer und jahrelanger Sponsor der Fußballer.


"Müssen aufpassen, dass wir keine Höhe bekommen"

In der ersten Spielhälfte hatten beide Torhüter nicht viel zu tun. Das erste Saisontor fiel in der 27. Minute, mit einem Schuss in die Tormitte verwandelte Ron Pfüller den gegebenen Foulelfmeter – 1:0. Bei einem in etwa gleichgearteten Foul im Sechzehner der Hausherren blieb der Pfiff aus. Der Ausgleich nach Flanke fiel nicht, weil Radu-Adrian Lupu den Ball aus Nahdistanz nicht im Tor unterbrachte. Und wenig später Schiedsrichter Thomas Kiesig einen klaren Vorteil der Truppe aus der Clade abpfiff.

SVN-Trainer Benjamin Fraunholz hatte in der Kabine viel zu erzählen, seine Jungs wollten nach Wiederanpfiff den schnellen Ausgleich. Aber mit zwei blitzsauberen Kontern, die mit Steilpass in die Tiefe endeten, erhöhte Tresenwald durch René Bernhardt (2:0, 53.) und Tobias Schmidt auf 3:0 (58). Wer nun dachte, davon ging ein großer Teil der hiesigen Fans aus, das Spiel könnte langweilig werden, täuschte sich. Denn ans Aufgeben dachten die SVN-Kicker nicht, nach dem 1:3-Anschluss (75.) duch Felix Benedikt, der sich im Zweikampf zuvor energisch durchgestezt hatte, witterte Naunhof Morgenluft. Erst recht, als nach Eingabe der SVN-Knipser seinen zweiten Treffer im Spiel markierte – 3:2 (85.), das Geschehen plötzlich für zehn Minuten (fünf wurden nachgespielt) an Dramatik zunahm. Am Resultat änderte sich aber nichts. SVT-Trainer Steffen Teichmann trat nach dem Spiel sofort auf die Euphoriebremse. "Wir starteten mit einem Sieg in die Saison, müssen aber aufpassen, dass wir keine Höhe bekommen."

Hoffnung auf vollständige Saison

Mit dem Hintertür-Einsteiger Einheit Frohburg (setzte sich vor der Saison 20011/12 in der Relegation gegen Großsteinberg und Zschadraß durch) und dem TSV 1906 Burkartshain sowie Alemannia Geithain gibt es bis jetzt drei Mannschaften, die nicht aufgestiegen aber auch nicht abgestiegen sind, in allen Saisons dabei waren. Die drei Teams bestritten inzwischen je 236 Spiele, die in die Wertung kamen. Frohburg führt die ewige Tabelle der 30 Mannschaften, welche bislang in der höchsten Kreisspielklasse in den in die Wertung gekommenen Spieljahren vertreten waren, mit 367 Punkten vor dem SV Tresenwald Machern (353) an. Auf Platz drei folgt Alemannia Geithain. Dieses Team kann sich nicht mehr verbessern, zog vor Saisonbeginn die Reißleine, spielt in der kommenden Saison in der Weststaffel der Kreisliga A.

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Von den bisherigen zehn Eröffnungsspielen kamen jedoch nur acht in die Wertung. Die Fußballfans hoffen nun, dass die Begenung vom Freitag, mal endlich wieder von Bedeutung sein wird, Corona 2021/22 nicht wieder zum Spielverderber wird. Wie bestens bekannt, wurde das Spieljahr 2019/20 und 20/21 coronabedingt abgebrochen. Knapp 600 Zuschauer (589) säumten zum Saisonstart den Spielfeldrand 2018/19 beim 3:2 des gastgebenden VfB Leisnig gegen den Döbelner SC. 2016/17 fertigte der SV Ostrau eine große Hausnummer an. Die "Aufbauspieler" aus Waldheim zogen mit einer 0:7-Niederlage von Tannen. Fünf Saisonstartpartien endeten unentschieden.

Tresenwald: Frank Fritzsch, Toni Bernhardt, Steven Habich (C), Nico Barth, Christoph Hellmann (90.+3 Marc Süptitz), Tobias Schmidt (88. Paul Winkler), Ron Pfüller (62. Amer Suliman), Max Junghanns (35. Christian Meding), Tom Strehle, René Bernhardt, A. Lamasseb). Naunhof: D. Dietze, Radu-Adrian Lupu (58. Max Krause), Lars Hänisch, Roy Treibl (C), Florian Burkert (60. David Minio), Felix Benedikt, Manuel Gräwel, M. Ackermann, Martin Landgraf, Axel Möhring (71. Nils Hein). Torfolge: 1:0 Ron Pfüller (27. Foulelfmeter), 2:0 René Bernhardt (53.), 3:0 Tobias Schmidt (58.), 3:1, 3:2 Felix Bendedikt (75., 85.). Schiedsrichter: Thomas Kiesig Zuschauer: 140