01. November 2020 / 10:34 Uhr

3:3! Torreiches Unentschieden zwischen Bennewitz und Ostrau

3:3! Torreiches Unentschieden zwischen Bennewitz und Ostrau

Wilko Finke
Leipziger Volkszeitung
Spielszene
Bennewitz und Ostrau trennen sich im letzten Spiel vor der neuerlichen Coronapause 3:3. © Bettina Finke
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Vor der Coronapause gab es noch einmal Fußball in der Kreisoberliga - und wie! Blau-Weiß Bennewitz und der SV Ostrau liefern sich einen Sechstorefight.

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Bennewitz. Der Plan der Ostrauer Fußballer, keine Punkte im Titelkampf gegenüber Spitzenreiter Roßweiner SV (acht Spiele 22 Punkte) einzubüßen, wurde nur zu einem Drittel im vorerst letzten Kreisoberligaspiel vor der Coronapause erfüllt. Weil das Team von der Bezirksgrenze zu Dresden (9/16) beim SV Blau-Weiß Bennewitz beim 3:3 nur einen Punkt auf die Heimreise mitnehmen konnte und zudem Tabellenplatz zwei an den TSV Großsteinberg (8/17) abgeben musste.

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Gästetorwart Tino Gastberg parierte einen abgefälschten Ball mit Bravour, war aber Sequenzen später machtlos, als Tobias Ernst auf ihn zulief, ihn ausspielte und das runde Leder ins leere Tor beförderte - 1:0 (7.). Kurz danach lag der Ball erneut im Gästetor. Nach Freistoß von der Mittellinie ließ ein Bennewitzer den Ball über den Scheitel tropfen. Sein Pech: Das Tor wurde nicht anerkannt. Wenig später bekamen die fast 100 Zuschauer einen sehenswerten Treffer zu sehen, als Michal Brnicky mit einem millimetergenau fallenden Blatt (Bogenlampe) den etwas zu weit vorm Gehäuse stehenden BW-Keeper Frank Neugebauer überlistete – 1:1 (22.). In der 32. bekam Max Jeurink den Ball zentral Höhe Fünf-Meter-Raum zu gespielt, brachte ihn aber nicht unter Kontrolle. Aber schon der nächste Angriff der Heimelf war von Erfolg gekrönt. Zunächst blockten die Ostrauer den Ball ab, beim fulminanten 20-Meter-Nachschuss vom nun Doppeltorschützen Ernst bahnte sich das Streitobjekt den Weg ins SVO-Gehäuse – 2:1 (33.). Einen sehenswerten Angriff, als sich Leon Pech rechts zur Grundlinie durchtankte, kurz schaute, wo Mitspieler sind, Michael Fromme sah, den er mit temperierter Flankeneingabe bediente, und dieser veredelte den lehrbuchreifen Angriff per Kopf 2:2 (37.).

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In einem torreichen Spiel trennen sich Blau-Weiß Bennewitz und der SV Ostrau 3:3-Unentschieden. Zur Galerie
In einem torreichen Spiel trennen sich Blau-Weiß Bennewitz und der SV Ostrau 3:3-Unentschieden. © Bettina Finke

Kurz danach klärten die Donath-Schützlinge auf der Linie. Beim fallenden Blatt der Bennewitzer landete der Ball auf dem Tornetz, das 3:2 hatte Jeurink vor Augen, als er allein vor dem Gästeschlussmann auftauchte. „Chancen, um höher in Führung zu gehen, hatten wir im ersten Abschnitt, nutzen aber einige nicht“, resümierte BW-Coach Ronny Graul.

Im 2. Abschnitt flachte die Begegnung etwas ab, die Gäste ließen kaum nach Chancen zu. Auf Tore deutete auch in der Schlussphase nichts hin, es fielen aber noch zwei. In der 73. brachte ein OSV-Fehler die Heimelf in Ballbesitz, die spielte sich mit drei kurzen Pässen durch, und Max Jeurink schloss den Angriff zum 3:2 (73.) ab. Der Zeiger der Uhr drehte sich unentwegt, der Dreier kam immer näher, doch zu dem kam es nicht, weil in der 90. auch die SVO-Elf den Ball über mehrere Stationen mit nur einer Ballberührung gekonnt laufen ließ und so zum 3:3-Ausgleich durch Lukas Bauer kam. „Meiner Abwehr kann ich keinen Vorwurf machen“, so Graul, der noch anfügte, „dieser Angriff war schwer zu verteidigen.“ Insgesamt sei die Punkteteilung gerecht.“ Graul verwies nach darauf, dass es fast zum gleichen Zeitraum im Vorjahr keine Männermannschaft im Verein mehr gab, man hier an der Mulde auf einen guten Weg wieder ist.

Bennewitz: Frank Neugebauer, Wimberger (10. G), Niederberger (79. G), Martin Neustadt, Weise, Daniel Neustadt, Graf, Jeurink, Dögnitz, Ernst, Kummer (72. Grunst); Ostrau: Gastberg, Stecher, Pech (49. G, 57. Naumann), Barkawitz, Bauer, Meyer, Marco Fromme, Brnicky, Müller, Michael Fromma (57. Zschokelt), Vogt (75. Antony); Torfolge: 1:0 Ernst (7.), 1:1 Brnicky (22.), 2:1 Ernst (33.), 2:2 Michael Fromme (37.), 3:2 Jeurink (73.), 3:3 Bauer (90.); SR: Niemann; Z: 83.