05. Juni 2021 / 18:38 Uhr

28:27 – HC Empor geht mit hauchdünnem Vorsprung ins Rückspiel

28:27 – HC Empor geht mit hauchdünnem Vorsprung ins Rückspiel

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Robin Breitenfeldt (r.), hier im Duell mit Potsdam David Cyrill Akakpo, war zusammen mit Philipp Asmussen zweitbester Werfer beim HC Empor. Breitenfeldt warf vier Tore.
Robin Breitenfeldt (r.), hier im Duell mit Potsdam David Cyrill Akakpo, war zusammen mit Philipp Asmussen zweitbester Werfer beim HC Empor. Breitenfeldt warf vier Tore. © Stefan Ehlers
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Die Rostocker Handballer machen gegen den VfL Potsdam einen Vier-Tore-Rückstand wett. HCE-Kapitän Tim Völzke sieht Rot.

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60 Minuten Kampf, Dramatik und packender Handball. Der HC Empor geht mit einem hauchdünnen Vorsprung ins zweite Finale um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Das Team von Trainer Till Wiechers gewann das Hinspiel am Sonnabend gegen den VfL Potsdam mit 28:27 (13:16).

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Nach über siebenmonatiger Pause durften erstmals wieder Zuschauer in die Stadthalle. “Jetzt geht’s wieder los”, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) wenige Minuten vor dem Anpfiff. “Deswegen haben wir schon gewonnen.”

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Wiechers sagte über die Rückkehr der Zuschauer: “Das ist toll und freut uns alle.”

Die 1000 Besucher sahen ein hart umkämpftes Spiel. Potsdam stellte eine bärenstarke offensive Abwehr auf die Platte. Nach dem 5:5 (12.) blieben die Rostocker fünf Minuten lang ohne Torerfolg. Das nutzten die Gäste zu einem 3:0-Lauf zum 8:5.

Empor-Defensive ackert viel, doch Potsdam findet immer wieder Lücken

In der Empor-Deckung ackerte einer für den anderen. Dennoch fanden die Gäste immer wieder Lücken. Der VfL nutzte seine Chancen konsequent.

Höhepunkte einer packenden ersten Halbzeit waren der Treffer von Philipp Asmussen, der ein Anspiel von Per Oke Kohnagel zum 8:10 verwandelte und Maximilian Schütze, der den Ball im Fallen artistisch im VfL-Gehäuse unterbrachte.

Diese 18 Spieler (Stand: 11. April 2021) stehen aktuell im Kader von Empor Rostock (Rückennummer/Name/Alter/Position):

1 Robert Wetzel, 30, Tor Zur Galerie
1 Robert Wetzel, 30, Tor ©

Empor hatte 25 Sekunden vor dem Ende des ersten Durchgangs den Ball. Ein Pass auf Nick Witte wurde abgefangen. Statt auf 14:15 zu verkürzen, erhöhte der VfL im Gegenzug auf 16:13.

Nach der Pause erhöhte Potsdam auf 17:13 und hatte sogar die Chance, den Vorsprung weiter auszubauen, doch Torhüter Robert Wetzel parierte. Urplötzlich ging ein Ruck durch die Empor-Reihen. “Rostock hat sich Stück für Stück ins Spiel gekämpft”, meinte VfL-Coach Daniel Deutsch.

Empor kommt gut aus Kabine

Asmussen und Janos Steidtmann (2) verkürzten auf 16:17. Jaris Tobeler erzielte den Ausgleich (19:19/42.) und Robin Breitenfeldt sorgte zwei Minuten später für die erste Führung. “Empor! Empor!”, ertönte es von den Rängen.

Beide Teams kämpften bis zum Schluss um jeden Zentimeter. Steidtmann traf zum 28:26, doch im Gegenzug unterband Tim Völzke eine Chance des VfL. Der HCE-Kapitän sah die Rote Karte. Karl Roosna setzte mit einem verwandelten Siebenmeter den Schlusspunkt.

“Das Ding ist komplett offen”, meinte Till Wiechers. “Wir werden gucken, was wir im Rückspiel besser machen können.”

HC Empor: Wetzel, L. Mehler - Steidtmann 6, Ottsen 3, Wilhelm, Schütze 1, D. Mehler, Völzke 2, N. Witte 4/3, Asmussen 4, Zboril, Tobeler 3, Breitenfeldt 4, Kohnagel, Trupp, Pechstein 1/1.
VfL Potsdam: Jochens, Pellegrini - Heinis 2, Struck 1, Simic, Schwarz, Lichtlein 1, Spengler 6, Flödl 1, Ende, Akakpo 3, Suana, Gozalez 1, Roosna 8/7, Langhoff 2, Schwark 2.
Siebenmeter: HC Empor 5/4, Potsdam 7/7.
Strafminuten: HC Empor 6 + Rot gegen Völzke (60.), Potsdam 10.