12. Januar 2021 / 22:26 Uhr

3. Liga: Empor Rostock meldet für Aufstiegsrunde, SHV hat Klassenverbleib sicher

3. Liga: Empor Rostock meldet für Aufstiegsrunde, SHV hat Klassenverbleib sicher

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Neustart nur mit Corona-Schnelltests: Hier wird Empor-Spieler Jonas Ottsen von Mannschaftsarzt Dr. Peter Kupatz untersucht.
Neustart nur mit Corona-Schnelltests: Hier wird Empor-Spieler Jonas Ottsen von Mannschaftsarzt Dr. Peter Kupatz untersucht. © Verein
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Die Fortsetzung des Spielbetriebs in der 3. Handball-Liga ab 1. März ist unwahrscheinlich. Somit wird es wohl auch in dieser Saison keine Absteiger, aber Aufsteiger geben. 

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Es gibt eine Aufstiegsrunde, aber keine Absteiger – darauf verständigten sich am Dienstagabend die Führungsgremien des Deutschen Handballbundes (DHB) und die Vertreter der 72 Drittligisten. Im Rahmen einer Videokonferenz wurde zwar die Möglichkeit erörtert, die Saison ab 1. März mit einer Hinrunde abzuschließen, doch daran glaubt derzeit niemand. „Anfang März ist unrealistisch“, sagt Tobias Woitendorf (45), Klubchef des HC Empor Rostock.

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Damit greift Plan B. Alle Vereine, die in die 2. Liga aufsteigen wollen, müssen ihre Meldung bis zum 15. März abgeben. „Natürlich melden wir für die Aufstiegsrunde. Für uns ist das ein attraktives Ziel, auf das wir hinarbeiten können“, erklärte Woitendorf. Empor ist nach fünf Runden Spitzenreiter der Staffel Nord-Ost.

Die Aufstiegsrunde soll im April und Mai ausgetragen werden – nach Möglichkeit mit Hin- und Rückspielen. Alternativ wäre ein Play-off-Modus denkbar.

Die Männer des Stralsunder HV haben den Klassenverbleib sicher. Sportliche Absteiger sieht das DHB-Konzept nicht vor. Es steigen nur Vereine ab, die nicht für die 3. Liga melden.

Die vorgesehene Anzahl von zwölf Aufsteigern aus den Oberliga-Bereichen zur kommenden Saison wird zugelassen. Die 3. Liga startet am ersten August-Wochenende. Es werden möglichst kleine Staffeln maximal zehn Mannschaften gebildet.

Zwingend vorgeschrieben sind künftig Corona-Schnelltests, die am Spieltag erfolgen sollen. Bei mehr als vier positiven Ergebnissen wird die Partie abgesagt.

Zuvor hatten sich die DHB-Gremien mit den Vereinsvertretern der Jugend-Bundesliga ausgetauscht. Dabei wurden mehrere Varianten für die Fortführung des Spielbetriebs vorgestellt – mit Re-Start am 15. oder am 28. März.

In der Jugend-Bundesliga stehen lediglich noch drei Hinrunden-Partien aus. Anschließend würden die jeweils ersten vier oder zwei Teams einer Staffel den deutschen Meister ausspielen. Eine weitere Option wäre ein Neustart auf freiwilliger Basis. Geplant ist, dass die ersten sechs Mannschaften einer Staffel für die kommende Bundesliga-Saison qualifiziert sind. „Das wäre für uns gut“, sagt Tristan Staat, Jugendkoordinator des HC Empor. Die Rostocker Talente sind derzeit Tabellenfünfter der Staffel Ost.

Die Fortsetzung des Spielbetriebs ist an Bedingungen geknüpft. Alle Mannschaften müssen sich am Spieltag einem Corona-Schnelltest unterziehen. Ein flächendeckendes Training muss möglich sein. Den Mannschaften wird eine dreiwöchige Vorbereitungszeit eingeräumt.