05. Mai 2019 / 14:39 Uhr

3. Liga: Fan-Chaos bei Carl Zeiss Jena - Schiedsrichter mit Stuhl beworfen

3. Liga: Fan-Chaos bei Carl Zeiss Jena - Schiedsrichter mit Stuhl beworfen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach dem Spiel gegen die Würzburger Kickers warfen Anhänger von Carl Zeiss Jena mit Gegenständen. 
Nach dem Spiel gegen die Würzburger Kickers warfen Anhänger von Carl Zeiss Jena mit Gegenständen.  © imago images/Montage
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Einige Anhänger des Drittligisten Carl Zeiss Jena sorgten am Samstag für einen Skandal beim Spiel gegen die Würzburger Kickers, als der Schiedsrichter nach der Partie mit einem Stuhl beworfen wurde. Es droht eine hohe Strafe. 

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Die Situation des traditionsreichen Ost-Klubs Carl Zeiss Jena ist prekär. Der Drittligist bangt um den Klassenerhalt. Nach der bitteren 3:4-Niederlage am Samstag gegen die Würzburger Kickers lagen die Nerven der Anhänger des Klubs deshalb blank. Einige Zuschauer wurden aggressiv und überquerten den Zaun zwischen der Tribüne und dem Platz, es flogen Gegenstände.

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Die Wut richtete sich dabei vor allem gegen den Schiedsrichter, der aus Sicht der Anhänger offenbar einige Fehlentscheidungen getroffen haben soll. Nach Abpfiff verhinderte nur ein Eingreifen der Polizei, dass der Unparteiische Markus Wollenweber tätlich angegriffen wurde. Doch beim Verlassen des Spielfeldes wurde der 28-Jährige aus Mönchengladbach von einem geworfenen Stuhl getroffen und dabei leicht verletzt. Der Täter konnte sich erst den Sicherheitskräften entziehen, wurde anschließend aber doch verhaftet und kassierte eine Anzeige.

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Paul Gascoigne, Wayne Rooney und Mario Balotelli standen schon wegen dem ein oder anderen Skandal in den Schlagzeilen. ©
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Auf seiner Website nahm der Klub Stellung und verurteilte die Ausschreitungen scharf. "Das Überschreiten der Zäune und Betreten des Innenraumes ist taub! Das gilt insbesondere für tätliche Angriffe. Und dabei ist es völlig egal, ob sich diese gegen Anhänger anderer Vereine, Ordnungskräfte oder wie am gestrigen Samstag die Schiedsrichter richtet", heißt es in dem Statement des Drittligisten. Und weiter: "Gewalt ist keine Emotion! Der FC Carl Zeiss Jena möchte sich auch auf diesem Weg beim Schiedsrichtergespann um Markus Wollenweber für das Fehlverhalten einiger Jenaer Anhänger entschuldigen." Wie der FCC zudem mitteilte, hatte sich Geschäftsführer Chris Förster nach der Begegnung direkt in der Kabine bereits beim Unparteiischen entschuldigt.

Jena musste erst am Freitag eine Geldstrafe über 9.500 Euro für das Fehlverhalten seiner Fans zahlen. Auch für diesen Vorfall dürfte der DFB eine hohe Strafe verhängen. Der Klub hofft aber, dass eine fällige Geldbuße für Baumaßnahmen rund um den Spielertunnel investiert werden kann, da dieser "seit Jahren einen sicherheitsneuralgischen Punkt" darstelle.

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