28. Juli 2019 / 12:51 Uhr

Hansa Rostock: Der nächste Tiefschlag

Hansa Rostock: Der nächste Tiefschlag

Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
Hansa-Torwart Markus Kolke hielt Hansa in Halle mit tollen Reflexen lange im Spiel.
Hansa-Torwart Markus Kolke hielt Hansa in Halle mit tollen Reflexen lange im Spiel. © Lutz Bongarts
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Eine Woche nach dem enttäuschenden Remis gegen Viktoria Köln kassiert Hansa Rostock die erste Saisonniederlage. Bei der Hitzeschlacht in Halle (0:1) fehlen der Mannschaft von Trainer Jens Härtel zwei Minuten zum Punktgewinn. Schon am Dienstag kommen die „kleinen“ Bayern ins Ostseestadion.

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Fast 60 Minuten der Hitzeschlacht von Halle waren gelaufen, spätestens da wussten die Hansa-Fans, warum Markus Kolke in Wiesbaden mal der Spitzname „Krake“ gegeben wurde: Bei einer Dreifach-Chance der Gastgeber aus kürzester Distanz verhinderte der Hansa-Torwart mit sensationellen Reflexen den Rückstand und krönte damit eine herausragende Leistung, die nach dem Abpfiff auch HFC-Coach Torsten Ziegner würdigte: „Er hat ausgezeichnet gehalten und klarste Dinger zunichte gemacht.“ Dass Hansa am Sonnabend durch einen späten Treffer von Björn Jopek (88.) trotz Überzahl dennoch leer ausging, sorgte für großen Frust und lange Gesichter auf der Heimreise nach Rostock. Zumal schon am Dienstag mit Aufsteiger Bayern München II im Ostseestadion der nächste hoch gehandelte Gegner wartet.

„Das wird auf keinen Fall einfacher“, warnt Hansa-Trainer Jens Härtel, der die starke Leistung von Keeper Kolke ebenfalls hervorhob. „Er hat uns im Spiel gehalten. Aber dafür haben wir ihn ja geholt, damit er auch mal einen Ball hält.“ Die erste Großtat in dem phasenweise zerfahrenen Kampfspiel vollbrachte Kolke nach acht Minuten, als er einen 25-Meter-Freistoß von Nietfeld mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte. Es war in der ersten Halbzeit die beste Möglichkeit für die Gastgeber, die bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke vor 9430 Zuschauern in der Erdgas-Arena zunächst ein enorm hohes Tempo vorlegten. Je länger das Spiel dauerte, desto besser kämpften sich aber auch die Gäste rein. „Rostock hat uns das Leben extrem schwer gemacht“, befand HFC-Coach Ziegner, und Härtel meinte: „In der Viertelstunde vor der Pause hatten wir unsere beste Phase und hätten in Führung gehen können.“ Doch Breier, Straith und Pepic fehlte es bei ihren Offensivaktionen an Präzision und Durchschlagskraft.

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Die bis dahin beste Möglichkeit für Hansa hatte zu Beginn der zweiten Halbzeit Hildebrandt, seinen Kopfball nach Opoku-Freistoß parierte aber der Ex-Rostocker Eisele im HFC-Tor (53.). Vollmanns Schuss aus der Distanz ging anschließend knapp vorbei (56.). Auf der Gegenseite sorgte der eingewechselte Lindenhahn mit einem Pfostentreffer für Gefahr (60.). „Halle war ein bisschen williger als wir. Die haben auch in Unterzahl daran geglaubt, dass sie noch was drehen können – und wir nicht so richtig“, urteilte Härtel. der in der Schlussphase mit ansehen musste, wie Breier mit einem Distanzschuss an Eisele scheiterte (82.) und Halles Jopek es zwei Minuten vor dem Abpfiff besser machte und doch noch für die Gastgeber traf. Zuvor hatte Landgraf Gelb-Rot gesehen (79.) und dadurch „bei Halle noch mal die Sinne geschärft“ (Markus Kolke).

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Dass für Jens Härtel mit dem 0:1 eine persönliche Erfolgsserie von sechs Spielen ohne Niederlage gegen den HFC und auch die des FC Hansa endete, der seit sieben Spielen nicht gegen Halle verloren hatte (zuletzt 0:2 im Dezember 2015 unter Trainer Karsten Baumann), interessierte den Trainer nicht mal am Rande. „Unter dem Strich ist Halles Sieg nicht unverdient. Aber es ist extrem bitter und ärgerlich, dass wir in Überzahl hier nichts mitgenommen haben.“ Gegen Bayern II stehen die noch sieglosen Hanseaten nun schon unter Druck. „Wir können es am Dienstag korrigieren und müssen es auch“, meint Verteidiger Maximilian Ahschwede mit Blick auf die „zwei kleinen Nackenschläge“ zum Saisonstart gegen Köln und Halle. Ob Jonas Hildebrandt (muskuläre Probleme) gegen den Aufsteiger dabei sein kann, ist ungewiss.

Jetzt abstimmen: Welche Noten haben sich die Hansa-Profis nach dem Spiel in Halle verdient?

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