05. Juli 2019 / 20:40 Uhr

Hansa Rostock: Die Rückkehr des Marco Königs

Hansa Rostock: Die Rückkehr des Marco Königs

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Marco Königs klatscht mit Offensivmann Erik Engelhardt nach dem 2:1 ab.
Marco Königs ist wieder da. Während der Vorbereitung erzielte der 29-Jährige mehrere Treffer. Hier hat er im Testspiel gegen Rödinghausen zum 2:1 eingenetzt. © LUTZ BONGARTS
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Nach viereinhalbmonatiger Verletzungspause ist der 29-jährige Stürmer zurück im Team des FC Hansa Rostock. Während der Vorbereitung versucht der Profi, sein Leistungsniveau wieder zu erreichen. Er ist zuversichtlich, dass ihm das gelingen wird. Eine Einschätzung, die Trainer Jens Härtel teilt.

„Ich bin am Kämpfen“, sagt Marco Königs. Kämpfen in den zahlreichen Trainingseinheiten, um die Saison bestmöglich vorzubereiten. Kämpfen, um sich nach seiner langer Verletzungspause seinen Platz in der Mannschaft zurückzuholen.

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Marco Königs wollte zu schnell auf den Platz zurück

Bis zum ersten Testspiel gegen die LSG Elmenhorst am 21. Juni hatte der 29-Jährige seinen Kollegen vom FC Hansa Rostock viereinhalb lange Monate beim Kicken zuschauen müssen. „Das war eine schwere Zeit“, sagt der Stürmer, der sich im Februar im Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen Unterhaching den linken Mittelfuß gebrochen hatte. Königs wollte, dass das schnell vorbeigeht. Er wollte schnell zurück auf den Platz. Er wollte zu schnell zu viel. Eine Sehnenentzündung war die Quittung für seine Ungeduld. Sie bremste ihn aus. „Ich habe daraus gelernt“, sagt er.

Diese Rückennummern tragen die Spieler des FC Hansa Rostock in der Saison 2019/20:​

Hansas neuer Torhüter Markus Kolke. Zur Galerie
Hansas neuer Torhüter Markus Kolke. ©

Jetzt gehe es ihm darum, sich das Niveau zurückzuholen. „Ich habe während der Zeit der Verletzung viel mit dem Trainer gesprochen. Er gibt mir Vertrauen und erwartet viel von mir. Ich möchte das umsetzen.“

Königs schuftet für's Pflichtspiel-Comeback

Am Anfang taten die Trainingseinheiten, vor allem die langen Läufe, ziemlich weh, berichtet Königs. „Es war ihm anzumerken, dass er ziemlich in den Seilen hängt. Aber das ist normal, wenn ein Spieler lange Zeit nicht trainieren konnte“, schildert Trainer Jens Härtel seine Eindrücke. Das sein Schützling noch nicht wieder in absoluter Top-Form ist, beunruhige ihn nicht, versichert der Coach.

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Königs sagt, es gehe ihm von Tag zu Tag besser. Wenn man ihn auf dem Trainingsplatz oder in den Testspielen beobachtet, deutet nichts daraufhin, das er Rückstand gegenüber den anderen hat. Seinen Torinstinkt hat der offenherzige Profi trotz der langen ungewollten Wettkampfpause nicht verloren. In den Testspielen gegen die OZ-Sportbuzzer-Auswahl (10:2) und beim 2:1-Erfolg gegen den Regionalligisten SV Rödinghausen war der Angreifer zur Stelle.

In der neu formierten Mannschaft, die er als „charakterlich top“ und als „gute Truppe“ bezeichnet, fühlt sich Königs wohl. Sich mit anderen in der Mannschaft zu vergleichen, ist nicht sein Ding. „Natürlich gibt es eine gesunde Konkurrenz im Team. Ich schaue auf mich und meine Leistung.“


Gute Verbindung zu Markus Kolke

Unter den Neuzugängen sind einige, die Königs aus der Vergangenheit in anderen Vereinen gut kennt: Markus Kolke zum Beispiel. Die beiden Profis und ihre Frauen verstehen sich blendend. So gut, dass sie gemeinsam in New York Urlaub machten. Auch Adam Straith und Maximilian Ahlschwede sind alte Bekannte aus gemeinsamen Tagen beim SV Wehen Wiesbaden.

Königs, der mit seiner Freundin und Mops Eddy in Rostock sehr glücklich ist, wünscht sich eine erfolgreiche Saison. „Es wäre schön, wenn wir eine gute Saison auf konstant hohem Niveau spielen könnten. Ich habe Bock darauf“, sagt er und gerät ins Schwärmen – über die „außergewöhnliche Kulisse“ bei den Heimspielen im Ostseestadion, über die vielen Fans, die Hansa zu den Auswärtsspielen begleiten und oft Heimspielatmosphäre verbreiten. „Ich liebe das“, sagt Königs. Er ist ein Typ, dem man abnimmt, dass er ernst meint, was er sagt.

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Der Gedanke, nach einer erfolgreichen Saison einen Anschlussvertrag zu unterschreiben und an der Küste zu bleiben, gefällt ihm. Er weiß, was er zu tun hat, damit dieser Wunsch in Erfüllung geht.