03. November 2019 / 21:09 Uhr

Hansa Rostock: „Jetzt sind wir die Deppen"

Hansa Rostock: „Jetzt sind wir die Deppen"

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Enttäuscht  verlassen Kai Bülow (r.)  und Maximilian Ahlschwede den Rasen.
Enttäuscht verlassen Kai Bülow (r.) und Maximilian Ahlschwede den Rasen. © LUTZ BONGARTS
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Das war ein bitterer Tag für das Rostocker Team – und einer zum Vergessen: Ausgerechnet bei den bis Sonntag sieglosen Jenaern riss die lange Erfolgsserie von Hansa Rostock. Die 1:3-Niederlage war verdient, gestand auch FCH-Trainer Jens Härtel.

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Aua! Diese Niederlage tut richtig weh: Ausgerechnet beim FC Carl Zeiss Jena ist die Erfolgsserie des FC Hansa gerissen. Beim bis Sonntag einzigen sieglosen Team der 3. Liga unterlagen die Rostocker mit 1:3 (0:1).

„Wir wussten, was auf uns zukommt und haben die Aufgabe nicht unterschätzt. Jetzt sind wir die Deppen“, brachte Innenverteidiger Sven Sonnenberg die peinliche Pleite auf den Punkt. Zu Ende ist die Serie der Ostseestädter, die seit Ende August fünf Siege und drei Unentschieden eingefahren hatten und in der Tabelle bis auf den sechsten Platz vorgerückt waren. Während Spieler und Betreuer des FCH enttäuscht aus dem Stadion marschierten, bejubelten die Thüringer den ersten Dreier der Saison. „Gegen Jena kann man mal verlier’n“, skandierten die Zuschauer nach dem lange ersehnten Erfolg.

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Markus Kolke: ©
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Und der war nicht unverdient, gestand selbst Hansa-Cheftrainer Jens Härtel: „In Bezug auf die Intensität und Zweikampfstärke war Jena die bessere Mannschaft.“

Vor 7353 Zuschauern auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld – darunter etwa 1500 Rostocker Anhänger – begannen die Rostocker mit Eifer. Gegen desaströs in dieser Saison gestartete Thüringer hatte die Mannschaft von der Küste zunächst mehr Ballbesitz und die ersten guten Torchancen. Nik Omladic gab den ersten Schuss auf den Kasten der verunsicherten Gastgeber ab (7. Minute). Zwei Minuten späterlegte Pascal Breier auf Korbinian Vollmann ab, der den Ball allerdings nicht unter Kontrolle bringen konnte. Dennoch lag Hansas Trainer mit seiner vor dem Duell geäußerten Vermutung richtig: Der Tabellensechste spielte den Gegner keineswegs an die Wand. Torhüter Markus Kolke und seine Vorderleute mussten permanent auf der Hut sein. Bis zur 43 Minute ließen die Hanseaten nichts zu.

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Dann zog Max Reinthaler im Laufduell gegen Anton Donkor den Kürzeren. Ex-Hanseat Donkor zog am Verteidiger vorbei, drang in den Strafraum ein und zog ab. Kolke streckte sich vergeblich.

Nach dem Seitenwechsel kam Hansa zunächst zum Ausgleich. Nach Eckball von Nik Omladic zog Sonnenberg ab – und traf (54.). Freuen konnte er sich über sein erstes Saisontor aber nicht. Zwar hatten die Hanseaten mit dem Lattentreffer von Nico Neidhart die Chance in Führung zu gehen (56.). Die Jenaer machten aber aus wenigen Möglichkeiten deutlich mehr. Erst ließ Ole Käuper Hansa-Keeper Markus Kolke mit einem Distanzschuss keine Chance (61.), dann setzte Dominik Bock freistehend mit einem satten Schuss aus dem Rostocker Strafraum den Schlusspunkt unter das Hansa-Spiel zum Vergessen.

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Die mitgereisten Fans von Hansa Rostock mit großen Hansa-Fahnen im Gästeblock. Zur Galerie
Die mitgereisten Fans von Hansa Rostock mit großen Hansa-Fahnen im Gästeblock. ©

Wenngleich die Rostocker trotz der Niederlage auf dem 6.Tabellenplatz verharren – die Chance weiteren Boden in Richtung Tabellenspitze gutzumachen, wurde leichtfertig vertan. Am kommenden Sonnabend (14 Uhr) empfangen die Hanseaten den MSV Duisburg. „Wenn wir die richtigen Schlüsse ziehen ,dann hat uns die Niederlage etwas gebracht“, konstatierte Härtel, der seine Enttäuschung und Kritik nach der Schlappe nicht nur im Kreis der Mannschaft deutlich zum Ausdruck brachte.

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