27. Oktober 2019 / 17:52 Uhr

Hansa Rostock: Kolke hält gegen Löwen den Sieg fest

Hansa Rostock: Kolke hält gegen Löwen den Sieg fest

Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
Hansa Rostocks Keeper Markus Kolke macht sich breit und pariert den Ball.
Hansa Rostocks Keeper Markus Kolke macht sich breit und pariert den Ball. © LUTZ BONGARTS
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Erstmals unter Härtel gewinnt ein effektives Hansa Rostock drei Spiele in Folge. Dass der FCH seit nunmehr acht Spielen in Serie ungeschlagen ist, war vor allem das Verdienst des Torhüters.

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Hansa bleibt die Mannschaft der Stunde in der 3. Liga. Nach dem 2:1 (1:0)-Sieg im Duell der Ex-Bundesligisten gegen 1860 München herrschte Partystimmung unter den mehr als 17 000 Zuschauern im Ostseestadion. Nach dem Schlusspiff wurde vor allem Torwart Markus Kolke mit Sprechchören gefeiert, der einmal mehr der Sieggarant für die Rostocker war. „Wir können uns wie vor einer Woche in Magdeburg bei Markus bedanken“, sagte Trainer Jens Härtel. Auch beim 1:0-Auswärtserfolg gegen den Zweitligaabsteiger hatte Kolke mit seinen Paraden den glücklichen Sieg der Hanseaten festgehalten, die am Sonnabend bis zum Schluss um den vierten Heimsieg der Saison bangen mussten.

„Das ist so brutal eng in dieser Liga, man braucht auch ein bisschen Matchglück“, resümierte Kolke, der allerdings immer das Gefühl hatte, dass Hansa dieses Spiel gewinnen würde: „Wir geben alles für den Erfolg, da macht keiner auch nur einen Schritt weniger.“ Die Münchner Löwen hatten zwar neun ihrer letzten zehn Auswärtsspiele verloren, waren aber zunächst das klar dominierende Team. Vor allem Ex-Bundesligastürmer Sascha Mölders bereitete der Rostocker Hintermannschaft Probleme. Nach einem zurecht nicht gegebenen Abseitstor des 34-Jährigen traf er in der 19. Minute den Pfosten – Glück für Hansa.

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Ahlschwedes erstes Tor im Ostseestadion

Die Härtel-Elf konnte sich gegen die gut organisierten Gäste lange nicht in Szene setzen. Der Trainer hatte zwar „gute Ansätze“ gesehen, „aber wir haben zu viel quer und zurück gespielt und zu wenig Tiefe in unserem Spiel gehabt“. Nur Maximilian Ahlschwede sorgte vor der Pause für Torgefahr. Der Rechtsverteidiger hatte den Vorzug vor Nils Butzen erhalten und stand erstmals seit dem 23. August (2:2 in Ingolstadt) wieder in der Startelf. Und das machte sich bezahlt. Zunächst sorgte der 29-jährige mit einem wohl als Flanke gedachten Torschuss für ein erstes Achtungszeichen und hatte zwei Minuten vor dem Pausenpfiff dann seinen großen Auftritt: Nach Omladic-Zuspiel versenkte Ahlschwede den Ball aus spitzem Winkel spektakulär zum 1:0 im Münchener Gehäuse. „Wenn man so lange nicht von Anfang an spielt, versteht es sich von selbst, dass man seine Chance nutzen will“, erklärte der Schleswig-Holsteiner.

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„Das war der Dosenöffner“, meinte Härtel. „Ich freue mich für Maxi, zumal wir immer kritisiert haben, dass er zu wenig Torgefahr erzeugt.“ Dass er trotz der Serie von bis dahin sieben Spielen ohne Niederlage seine Startelf änderte, sei ein „Signal an die Mannschaft“ gewesen, erklärte der Trainer: „An die Jungs, die ein Stück hinten dran sind: Dass die Tür immer offen ist, wenn man gute Trainingsleistungen bringt.“ Für Ahlschwede hat es sich gelohnt. Sein Rechtsschuss zum 1:0 war sein erstes Tor überhaupt im Ostseestadion: „Den Tag werde ich mir rot im Kalender markieren.“

Kopfballtor-Premiere für Omladic

Das könnte auch Nik Omladic erwogen haben, denn auch für ihn gab es an diesem Nachmittag eine persönliche Premiere. Nachdem der Siegtorschütze von Magdeburg, Ahlschwedes 1:0 aufgelegt hatte, bewies er fünf Minuten nach der Pause einmal mehr Vollstreckerqualitäten. Nach Zuspiel von Breier flankte Opoku präzise, und Omladic traf per Kopf zum 2:0. „Er hat erspürt, wie ich mich bewege. Das war ein Super-Ball, den musste ich reinmachen“, freute sich der Slowene über das erste Kopfballtor in seiner Profikarriere.

Härtel fordert Steigerung gegen Jena

Der starke Mölders konnte für die Löwen zwar schnell verkürzen (59.), aber Hansa brachte den Erfolg mit viel Einsatz, etwas Glück und Kolkes Können über die Zeit. „Es hat heute nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die etwas glücklichere und effektivere“, resümierte Jens Härtel nach seinem ersten Sieg-Hattrick als Hansa-Trainer, der mit dem Ergebnis, aber nicht mit dem Spiel seiner Elf zufrieden war: „Wenn wir die Serie in Jena weiter fortsetzen wollen, müssen wir uns steigern.“ Vor dem Spiel beim sieglosen Schlusslicht gab der Trainer seinen Profis erst mal zwei Tage frei.

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