25. Juni 2019 / 00:46 Uhr

Hansa Rostock: Pieckenhagen erklärt Biankadi für „unverkäuflich“

Hansa Rostock: Pieckenhagen erklärt Biankadi für „unverkäuflich“

Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
Soll seinen Vertrag bei Hansa erfüllen: Merveille Biankadi (24), der offenbar im Fokus von Zweitligaaufsteiger Karlsruher SC steht.
Soll seinen Vertrag bei Hansa erfüllen: Merveille Biankadi (24), der offenbar im Fokus von Zweitligaaufsteiger Karlsruher SC steht. © Lutz Bongarts
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Hansas Sportchef schließt Wechsel des vom KSC umworbenen Offensivspielers aus – räumt aber ein, dass es für den Verein eine finanzielle Schmerzgrenze gibt.

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Bleibt er an Bord oder stürmt er nächste Saison in der 2. Bundesliga? Hansa-Profi Merveille Biankadi steht weiter im Fokus des Karlsruher SC – aber Martin Pieckenhagen erteilt den Abwerbeversuchen eine deutliche Absage. „Er ist unverkäuflich“, sagt Hansas Sportchef und reagiert damit auf die andauernden Spekulationen über einen möglichen Wechsel des schnellen Offensivmannes zum Zweitliga-Aufsteiger, die mit dem Trainingsauftakt der Badener am Sonntag noch mal an Fahrt gewonnen haben. Im Mai hatte Biankadi das KSC-Interesse bestätigt (die OZ berichtete). Jetzt räumt dies auch Pieckenhagen erstmals ein.

Laut einem Bericht der Karlsruher „Badische Neueste Nachrichten“ hat der Aufsteiger weiterhin den Wunsch, Hansas besten Torschützen der vergangenen Saison (zehn Treffer) unter Vertrag zu nehmen. Demnach scheitere ein Transfer derzeit an Hansas Ablöseforderungen, die angeblich bei 550 000 Euro liegen.

Diese Spieler haben für die Saison 2019/20 einen Vertrag beim FC Hansa Rostock (Stand: 25. Juni):

Bricht nach acht Jahren in Wiesbaden seine Zelte ab und wechselt zu Hansa Rostock: Torhüter Markus Kolke. Zur Galerie
Bricht nach acht Jahren in Wiesbaden seine Zelte ab und wechselt zu Hansa Rostock: Torhüter Markus Kolke. ©
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Es habe in der vergangenen Woche eine „lose Anfrage“ von KSC-Manager Oliver Kreuzer gegeben, auch Biankadis Berater habe zuvor angefragt, räumt Pieckenhagen ein. Die kolportierte Ablösesumme entspreche aber nicht den Tatsachen. „Davon sind wir weit entfernt. Das Angebot, das der Karlsruher SC aufgerufen hat, ist indiskutabel. Das spricht nicht für ein wirkliches Interesse des Vereins.“ Der Spieler selbst sei bisher nicht mit einem Wechselwunsch an ihn herangetreten. Aus dem Umfeld des KSC hieß es indes, dass Biankadi dort schon Bereitschaft zu einem Wechsel signalisiert habe und mit den Karlsruhern weitgehend einig sei.

Der 24-Jährige dementiert die Spekulationen nur halbherzig. „Hansa hat es in der Hand. Tatsache ist, dass ich hier einen Vertrag habe und ich mich in Rostock sehr wohl fühle. Ich bin froh, hier spielen zu dürfen und habe jeden Tag Spaß mit den Jungs“, meinte Biankadi nach der ersten Trainingseinheit der neuen Woche am Montag.

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Der Vertrag des gebürtigen Münchners, der im Sommer 2018 von Drittliga-Absteiger Rot-Weiß Erfurt nach Rostock gekommen ist, läuft noch bis 2020 und beinhalte zudem eine Option für ein weiteres Jahr, sagt Pieckenhagen: „Merv ist für uns ein absoluter Schlüsselspieler, mit dem wir für die nächste Saison zu 100 Prozent planen und der eine tragende Rolle bei uns spielen soll“, erklärt der Manager: „Der knallt nächste Saison zehn, fünfzehn Dinger rein – das ist mehr Wert als jede Ablösesumme.“

Allerdings räumt der Sportchef der Rostocker ein, dass es für die „Unverkäuflichkeit“ des derzeit wertvollsten Hansa-Spielers (375 000 Euro laut transfermarkt.de) eine finanzielle Schmerzgrenze gebe. Bei einer Million Euro würde man über einen Verkauf nachdenken, sagte Pieckenhagen: „Das wäre dann eine Entscheidung, bei der man nicht nur die sportliche, sondern auch die wirtschaftliche Seite im Auge haben muss.“

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