22. August 2019 / 11:46 Uhr

Hansas Nils Butzen: Uns haben Kleinigkeiten gefehlt

Hansas Nils Butzen: Uns haben Kleinigkeiten gefehlt

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Aufstehen, weitermachen. Hansa-Profi Nils Butzen ist trotz des missglückten Drittliga-Saisonstarts weiterhin von der Qualität in der Rostocker Mannschaft überzeugt.
Aufstehen, weitermachen. Hansa-Profi Nils Butzen ist trotz des missglückten Drittliga-Saisonstarts weiterhin von der Qualität in der Rostocker Mannschaft überzeugt. © Lutz Bongarts
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Der FC Hansa Rostock ist am Freitagabend (19 Uhr) bei Drittliga-Spitzenreiter FC Ingolstadt zu Gast. Nach dem enttäuschenden Saisonstart mit nur einem Sieg und einem Unentschieden aus fünf Spielen, nehmen die Rostocker die Rolle des Außenseiters an. 

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90 Minuten lang Leistung abliefern und einen Erfolg erkämpfen – das sind die wichtigsten Forderungen, die Hansa-Cheftrainer Jens Härtel vor dem Spiel beim FC Ingolstadt (Anstoß: Freitag, 19 Uhr/Liveticker im SPORTBUZZER) an seine Mannschaft stellt. Die Rostocker Drittliga-Truppe, die sich nach fünf Spieltagen mit nur einem Sieg und einem Unentschieden in der Abstiegszone der 3. Liga befindet, hinkt den eigenen Ansprüchen hinterher. „Dass die Spieler unzufrieden sind, ist völlig normal und auch gut so“, berichtet der Coach.

Den Druck der großen Fangemeinde haben Spieler, Trainer und Klubchefs von der großen Anhängerschaft am vergangenen Sonnabend nach der 0:1-Heimniederlage gegen die SG Sonnenhof Großaspach bereits zu spüren bekommen.

Mit dieser Elf spielt der FC Hansa gegen den FC Ingolstadt:

Markus Kolke: Ein sicherer Rückhalt, stand immer richtig, fing einige Schüsse und Flanken ab und wirkte souverän. Ein, zwei unnötige Fehlpässe. Note: 2,5 Zur Galerie
Markus Kolke: Ein sicherer Rückhalt, stand immer richtig, fing einige Schüsse und Flanken ab und wirkte souverän. Ein, zwei unnötige Fehlpässe. Note: 2,5 ©
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„Wir hatten uns den Start natürlich auch anders vorgestellt. Die Situation ist nicht schön. Aber ich denke, dass uns nur Kleinigkeiten fehlen“, meint Nils Butzen. Ein Rezept, wie er und seine Mannschaftskollegen die Krise überwinden können, hat der 26-Jährige auch parat: „Wir dürfen nicht hektisch werden und müssen 90 Minuten eine konstant gute Leistung zeigen. Ich bin davon überzeugt, dass in der Mannschaft – so wie sie jetzt ist – genügend Qualität steckt. Unsere Grundeinstellung stimmt“, versichert der Ex-Magdeburger. Uns aus seiner Sicht sei aufgrund der großen Leistungsdichte in der 3. Liga vor allen die entscheidend.

Nico Neidhart, der bei der 0:1-Heimniederlage gegen die SG Sonnenhof Großaspach nach wochenlanger Verletzungspause erstmals in dieser Saison im Kader der Hanseaten stand, formuliert es mit anderen Worten: „Wir werden uns vor Ingolstadt nicht ins Hemd machen.“

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Diese Einstellung dürfte Hansa-Trainer Jens Härtel gefallen. Er hatte vor einer Woche Mirnes Pepic aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader für das Duell gegen Großaspach gestrichen und damit Diskussionen im Verein und Umfeld ausgelöst. Die Sache ist besprochen und erledigt – Pepic von Trainer und Mitspielern begnadigt. Er stieg am Donnerstagmorgen mit in den Mannschaftsbus und steht sicher in der Startelf des FCH.

Härtel hat in dieser Woche deutlich gemacht, was er in der kritischen Phase erwart: Die Spieler sollen sich zuallererst um ihre eigene Leistung kümmern, bevor sie über andere urteilen oder öffentlich Vergleiche zur vergangenen Saison anstellen. Das hat er allen in der Kabine und der Öffentlichkeit unmissverständlich klargemacht: „In erster Linie ist ein Spieler dafür zuständig, seine eigene Leistung zu beurteilen und über sich zu sprechen.“ Erst im nächsten Schritt „kann man vielleicht auch mal was zur Gesamtsituation sagen“ – aber nur, wenn man selbst herausragend war.

Dass Hansa in der schwierigen Situation am Freitag ausgerechnet auf den in dieser Saison noch ungeschlagenen FC Ingolstadt trifft, nimmt Härtel gelassen: „Der FCI hat einen Lauf und erzielt die Tore zum richtigen Zeitpunkt. Es wird schwer für uns, aber jedes Spiel geht bei 0:0 los. Wir wollen was mitnehmen“, betont der 50-Jährige, dem beim Gastspiel in Bayern keine neue Spieler zur Verfügung stehen.

Für Nils Butzen gibt es keinen Zweifel, dass die gesamte Mannschaft in Ingolstadt ans Limit gehen wird. „Wir wollen aus dieser Situation raus.“

Jetzt abstimmen: Wie endet das Spiel des FC Hansa in Ingolstadt?

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