04. August 2019 / 14:45 Uhr

Hansa Rostock: Pieckenhagen zählt die Profis an

Hansa Rostock: Pieckenhagen zählt die Profis an

Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
Zwischen Frust und Fassungslosigkeit: Hansa-Trainer Jens Härtel (l.) und Sportvorstand Martin Pieckenhagen.
Zwischen Frust und Fassungslosigkeit: Hansa-Trainer Jens Härtel (l.) und Sportvorstand Martin Pieckenhagen. © FOTO Lutz Bongarts
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Hansa Rostock nach schwacher Vorstellung im Stimmungstief: Der Sportchef vermisst Leidenschaft, Trainer Härtel fordert mehr Qualität im Kader. 

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Eine Stunde nach dem Abpfiff standen Martin Pieckenhagen und Jens Härtel auf dem Rasen des Alpenbauer Sportparks. Das Stadion in Unterhaching war nach der 0:1 (0:1)-Niederlage der Rostocker längst leer, da hatten Hansas Sportvorstand und der Cheftrainer noch Redebedarf. Beide waren restlos bedient nach einem blutleeren Auftritt ihrer Mannschaft, die vier Tage nach dem leidenschaftlich erkämpften Sieg gegen Bayern München II am Sonnabend kaum wiederzuerkennen war. Nach der zweiten Zu-null-Pleite im zweiten Auswärtsspiel der Saison lagen Trainer und Manager in ihrer Analyse etwas auseinander.

Martin Pieckenhagen: „Mir hat das Feuer gefehlt"

Pieckenhagen, total frustriert und erkennbar innerlich brodelnd, zählte die müden Profis an. „Mir hat das Feuer gefehlt, das im letzten Spiel noch da war“, meinte der 47-Jährige schmallippig und antwortete auf die Frage, woran das denn liege, nur: „Das werden wir aufarbeiten.“ Die englische Woche mit drei Spielen binnen acht Tagen ließ der Sportchef nicht als Ursache für den über weite Strecken kraftlosen Auftritt der Hanseaten gelten: „Daran liegt es nicht. Die Mannschaft ist gut trainiert, hat eine gute Fitness.“

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Eine Erklärung dafür, warum sein Team ein völlig anderes Gesicht zeigte als vier Tage zuvor gegen Aufsteiger Bayern II konnte auch Härtel nicht liefern. „Das war weit weg von dem, was wir am Dienstag gezeigt haben“, sagte der Trainer und forderte mehr Qualität für seinen Kader, der Hansas hohen Ansprüchen nicht genügt: „Es ist ganz klar: Der Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft muss größer werden.“ Das Team brauche „Verbesserung in der Breite und auch in der Spitze, das haben wir heute gesehen“, befand Härtel.

Kommt noch einmal Bewegung in den Kader von Hansa Rostock?

Pieckenhagen kam nach der bislang schwächsten Saisonleistung der Rostocker zu einem anderen Schluss: „Wir haben alle das Spiel gegen die Bayern gesehen, da hat die Mannschaft Leidenschaft und spielerische Klasse gezeigt, das alles haben wir heute vermisst. Das liegt nicht an dem Personal, das eventuell noch fehlt. Das sind alles Alibis“, wetterte der ehemalige Bundesliga-Profi.

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Beim Punktspielauftakt hatte Vorstandschef Robert Marien angekündigt, dass man noch zwei oder drei Spieler holen werde. Passiert ist seitdem allerdings nichts. Möglich, dass vor dem DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart am kommenden Montag noch einmal Bewegung in den Kader kommt. Namen werden im Zusammenhang mit Hansa derzeit viele gehandelt, darunter Maximilian Oesterhelweg (zuletzt Sportfreunde Lotte), Stephan Andrist (zuletzt VfR Aalen) oder Kevin Weidlich (zuletzt Energie Cottbus). Pieckenhagen wollte sich am Sonnabend nicht zu möglichen Verstärkungen äußern („kein Kommentar“), während Härtel meinte: „Ich rechne jetzt erst mal nicht damit.“

Harmlose Rostocker

Härtels Mannschaft hatte in dem schwachen Spiel gegen die noch ungeschlagenen Münchner Vorstädter nur eine wirklich gute Möglichkeit, als ein Distanzschuss von Korbinian Vollmann auf der Querlatte landete (70.). Nach einem Treffer von Felix Schröter gegen die indisponierte Rostocker Hintermannschaft (30.) lief Hansa eine Stunde ideen- und erfolglos dem Rückstand hinterher.

Härtel: „Das Tor ist zu einfach gefallen, aber die Hachinger sind der verdiente Sieger, sie hatten deutlich mehr klare Torchancen.“ Auf Hansa wartet nun jede Menge Arbeit, das weiß keiner besser als der Trainer. In dieser Verfassung habe man im DFB-Pokalspiel gegen Stuttgart „gar keine Chance und dann wird’s auch in der Liga schwierig“, warnte er: „Wir müssen ganz schnell die Kurve kriegen.“

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