10. Februar 2019 / 20:33 Uhr

Hansa Rostock: Lukas Scherff leitet die Wende ein

Hansa Rostock: Lukas Scherff leitet die Wende ein

Tommy Bastian
Lübecker Nachrichten
Sportvorstand Martin Pieckenhagen (l.) freut sich mit Torschütze Lukas Scherff von Hansa Rostock über den Sieg gegen Unterhaching.
Sportvorstand Martin Pieckenhagen (l.) freut sich mit Torschütze Lukas Scherff von Hansa Rostock über den Sieg gegen Unterhaching. © LUTZ BONGARTS
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Endlich! Nach sieben sieglosen Spielen gelingt den kämpferisch überzeugenden Hanseaten wieder ein voller Erfolg. Für Trainer Jens Härtel ist es der erste Sieg als Coach von Hansa Rostock.

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Rostock. An diesen Tag dürfte sich Lukas Scherff noch lange erinnern. Der 22-jährige Mittelfeldspieler war am Sonnabend einer der Helden des Tages beim verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg von Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock gegen die SpVgg Unterhaching. Mit seinem Traumtor zum 1:0 per Volleyschuss aus mehr als 20 Metern Torentfernung beendete der gebürtige Schweriner die 307 Minuten andauernde Trefferflaute der Ostseestädter und brachte sein Team auf die Siegerstraße.

„Ich habe den Ball gut getroffen, das klappt nicht so oft. Diesmal ist er reingegangen“, meinte Scherff bescheiden. „Wir hatten uns fest vorgenommen, nach der langen Durststrecke mal wieder zu gewinnen. Wir sollten in jeden Zweikampf gehen, den Gegner früh stören, immer unter Stress setzen und laufen ohne Ende. Das hat gut geklappt“, freute sich Scherff über den ersten Sieg im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Jens Härtel.

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Torhüter Ioannis Gelios ©
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Eine Viertelstunde vor Schluss traf der wenige Sekunden zuvor eingewechselte Merveille Biankadi mit seinem ersten Ballkontakt zum Endstand. Hansa beendete mit dem ersten Erfolg nach der Winterpause seine sieben Spiele andauernde Sieglos-Serie, verbesserte sich in der Tabelle mit nun 30 Zählern auf den neunten Rang und verschaffte sich wieder etwas mehr Luft zu den Abstiegsplätzen.

Coach Härtel war sichtbar erleichtert: „Das war ein verdienter Sieg, der allerdings am seidenen Faden hing. Es war wichtig, dass Ioannis Gelios in den richtigen Momenten zugepackt hat.“ Der Hansa-Torwart hatte lange Zeit nichts zu tun , war zur Stelle, als er gebraucht wurde und bewahrte die Rostocker in der Schlussphase vor einem Gegentor.

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„Es fühlt sich super an, ohne Gegentreffer geblieben zu sein. Wir waren Herr im Haus, haben von der ersten bis zur letzten Se­kunde Druck gemacht, dem Gegner keine Luft gelassen“, lobte Gelios die Mannschaft. Im Fußball komme es vor, „dass du 89 Minuten lang nichts zu tun hast und dann musst du plötzlich bei vier Schüssen hellwach sein“, meinte der 26-jährige Schlussmann. Hansa blieb erst zum fünften Mal und erstmals seit dem 1:0 Mitte Oktober in Halle ohne Gegentreffer.

Die Gastgeber bestimmten vor 10 100 Zuschauern im Ostsee­stadion über weite Strecken das Geschehen. Startelf-Rückkehrer Stefan Wannenwetsch gab mit seinem Distanzschuss ans Außennetz (6.) früh die Richtung vor, in die es gehen sollte: auf das gegnerische Tor. Die beste Chance zur Führung vergab zunächst Nico Rieble, der erstmals unter Härtel ran durfte, per Kopfball aus Nahdistanz (33.). Besser machte es Scherff wenig später, als er nach einer zu kurz abgewehrten Ecke von Willi Evseev einfach mal draufhielt und in die rechte Ecke des Hachinger Tors traf (39.). Auch in der zweiten Halbzeit war Hansa besser, überzeugte vor allem kämpferisch und läuferisch, wie die Fans es von ihrer Mannschaft zuletzt gar nicht mehr kannten. Doch weil die Rostocker eine höhere Führung verpassten, mussten sie noch einmal zittern. Gelios parierte stark gegen Stefan Schimmer (89.) und den Nachschuss von Dominik Widemann (89.) sowie erneut gegen Schimmer (90.). Der Rest war großer Jubel bei den Hanseaten. Chefcoach Jens Härtel hatte sich und seine Mannschaft in der Bringschuld gesehen. „Wir hatten uns den Start anders vorgestellt als mit zwei Niederlagen nach der Winterpause. Der Druck war da, der ging auch nicht spurlos an mir vorbei. Ich bin glücklich, dass wir dem Druck standgehalten haben.“ Allerdings sei das nur ein Anfang gewesen. „Es gilt, die Hände nicht in den Schoss zu legen. Wir müssen weitermachen, jeden Gegner ernst nehmen, sonst gehen wir wieder als Verlierer vom Platz“, sagt der 49-Jährige mit Blick auf das kommende Auswärtsspiel am Sonntag in Würzburg.

Jetzt abstimmen: Welche Noten würdet Ihr den Hansa-Profis nach dem Unterhaching-Spiel geben?

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