09. Januar 2021 / 16:02 Uhr

Verhoek trifft gegen Unterhaching – Hansa Rostock bleibt oben dran

Verhoek trifft gegen Unterhaching – Hansa Rostock bleibt oben dran

Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
Der Rostocker 

Nik Omladic scheitert mit seinem Linksschuss an Unterhachings Torwart Steve Kroll.
Der Rostocker Nik Omladic scheitert mit seinem Linksschuss an Unterhachings Torwart Steve Kroll. © LUTZ BONGARTS
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Hansa Rostock zittert sich zu einem knappen Arbeitssieg gegen die SpVgg Unterhaching. Beide Winter-neuzugänge durften in der Startelf ran.

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Der FC Hansa hat zum Auftakt des neuen Fußball-Jahres gleich mal ein Zeichen gesetzt, dass mit den Rostockern im Aufstiegsrennen zu rechnen ist. Im vorletzten Hinrundenspiel landete die Mannschaft von Trainer Jens Härtel im leeren Ostseestadion einen 1:0 (0:0)-Arbeitsssieg gegen die SpVgg Unterhaching und bleibt damit in der 3. Liga oben dabei. Den Treffer zum achten Saisonsieg erzielte Mittelstürmer John Verhoek kurz nach der Halbzeitpause (55.).

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Hansa startete mit beiden Winterneuzugängen: Simon Rhein (kam aus Nürnberg) und Lion Lauberbach (Holstein Kiel) hatten Härtel in ihren ersten Trainingstagen in Rostock überzeugt und gaben ihr Debüt. Die Rostocker waren auf dem holprigen Fußball-Acker im leeren Ostseestadion zunächst das dominante Team und hatten auch die erste ganz dicke Chance zur Führung: Nach tollem Anspiel von Verhoek in den Strafraum zog Omladic aus kurzer Distanz ab, doch Haching-Keeper Kroll war auf dem Posten (13.).

Bilder vom Spiel aus der 3. Liga: Hansa Rostock gegen SpVgg Unterhaching

Simon Rhein liefert sich hier ein Kopfballduell gegen Hachings Niclas Anspach (r.). Zur Galerie
Simon Rhein liefert sich hier ein Kopfballduell gegen Hachings Niclas Anspach (r.). ©

Es blieb erst mal die einzige nennenswerte Möglichkeit im Duell der einstigen Bundesligisten, das weitgehend zwischen den beiden Strafräumen stattfand. Die Unterhachinger, die in den letzten sechs Spielen nur einmal als Verlierer vom Platz gegangen waren (0:1 gegen Dresden), waren im Spiel nach vorn nun etwas mutiger und hielten Hansa hinten erfolgreich vom Tor fern. Der Härtel-Elf fehlte es an Ideen, um vor dem Gästetor für Gefahr sorgen zu können.

Als beide Mannschaften gedanklich fast schon in der Halbzeitpause waren, hatte Verhoek doch noch die Chance zum Führungstor. Der Niederländer hatte freie Bahn, zog mit links von der Strafraumgrenze ab, verfehlte aber das Tor der Unterhachinger. Der zweite Hochkaräter für Hansa in einem hart geführten Drittligaspiel. "Da muss einfach ein Ball rein", ärgerte sich Hansa-Co-Trainer Ronny Thielemann, dessen Hachinger Kollege einst für die Rostocker in der 2. Liga stürmte: Robert Lechleiter, der Assistent von Cheftrainer Arie van Lent.

Bei Dauerregen hatten die Gäste die erste gute Offensivaktion der zweiten Halbzeit: Als Schwabl sich auf der rechten Seite durchsetzte und den Ball flach nach innen flankte, packte Hansa-Keeper Kolke energisch zu und entschärfte die gefährliche Situation (49.). Das Nord-Süd-Duell blieb bei immer schwieriger werdenden äußeren Bedingungen weiter nichts für Fußball-Feinschmecker.

Doch plötzlich schlug Hansa zu: Neidhart hatte auf der rechten Seite alle Zeit der Welt, sich den Ball zur Flanke zurechtzulegen, und diese Gelegenheit nutzte der Defensivmann und zirkelte die Kugel auf den Kopf von Verhoek, der höher sprang als Schwabl und den Ball zum 1:0 im Tor unterbrachte. Der sechste Saisontreffer des Niederländers, der angesichts des Chancenplus vor der Pause für Hansa durchaus verdient war.

Anschließend zogen sich die Rostocker weit zurück und lauerten auf Konter. Hinten ließen sie nichts anbrennen, weil Unterhaching auch nach nach dem Rückstand offensiv nicht viel zu bieten hatte.

Im Spiel nach vorn zeigte die Härtel-Elf kaum noch Initiative und wurde dafür fast noch bestraft, als Dombrowka aus dem Fünfmeterraum zum Schuss kam, den Ball aber über das Tor drosch.

In der Nachspielzeit hätte Neuzugang Rhein den Deckel draufmachen können, doch sein Kopfball nach Bahn-Flanke verunglückte völlig. Hansa brachte den knappen Sieg nach fünf Minuten Nachspielzeit schließlich mühsam nach Hause und will am nächsten Sonnabend beim Hinrundenfinale in Lübeck nachlegen.

Hansa: Kolke – Neidhart, Riedel, Sonnenberg, Daedlow – Löhmannsröben, Rhein – Omladic (83. Herzog), Bahn, Lauberbach (58. Vollmann) – Verhoek (77. Breier)

Tor: 1:0 Verhoek (55.)

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

Zuschauer: keine

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