28. April 2020 / 11:54 Uhr

3. Liga: So viele Menschen dürfen bei Geisterspielen dabei sein

3. Liga: So viele Menschen dürfen bei Geisterspielen dabei sein

Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
Das Ostderby zwischen Hansa Rostock und Dynamo Dresden am 18. Dezember 2011 war das zweite Geisterspiel in der Zweitliga-Geschichte. Kein Model Release .
Das Ostderby zwischen Hansa Rostock und Dynamo Dresden am 18. Dezember 2011 war das zweite Geisterspiel in der Zweitliga-Geschichte. © Fishing4
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Mit knapper Mehrheit, zu der auch der FC Hansa Rostock gehört, hat sich die 3. Liga für eine Fortsetzung der Saison entschieden. Ob es so kommt, ist weiter ungewiss - die Rahmenbedingungen für Spiele ohne Zuschauer sind indes klar. 

Nach dem knappen Mehrheitsvotum der 3. Fußball-Liga, die Saison sportlich zu Ende führen zu wollen (zehn Vereine stimmten dafür, acht dagegen), steht die endgültige Entscheidung darüber weiterhin aus. „Gegebenenfalls nötige Beschlüsse für die Fortsetzung der Spielzeit müssten dann vom DFB-Präsidium oder DFB-Vorstand gefasst werden“, heißt es in einer Pressemitteilung.

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Bevor die Corona-Pandemie die Ausnahme zur Regel machte, musste Hansa Rostock zwei Geister-Heimspiele bestreiten. Ein Blick zurück zu den beiden Auftritten vor leeren Rängen gegen Dynamo Dresden (2012) und Jahn Regensburg (2017):

Kein Zutritt: Schon zwei Mal musste Hansa Rostock in seiner Vereinshistorie ein Ligaspiel vor Geisterkulisse ohne Zuschauer austragen. Zur Galerie
Kein Zutritt: Schon zwei Mal musste Hansa Rostock in seiner Vereinshistorie ein Ligaspiel vor Geisterkulisse ohne Zuschauer austragen. ©

 Die Rahmenbedingungen für Geisterspiele in der dritthöchsten Spielklasse sind indes klar. „Das Konzept für die 3. Liga entspricht grundsätzlich den von der DFL vorgestellten Inhalten für die Bundesliga und 2. Bundesliga“, heißt es in Bezug auf „strenge Hygienevorgaben, engmaschige Testungen sowie permanentes Monitoring“.

Der Personalaufwand in den Bereichen Sport, allgemeine Organisation und Medien werde an Spieltagen auf ein Minimum reduziert und sehe 210 Personen pro Partie vor.

Die 300 000 Euro, die die Deutsche Fußball Liga (DFL) pro Klub als Unterstützung zur Verfügung stellt, „sollen zunächst die ansonsten durch die Klubs unmittelbar zu tragenden Kosten für die Testungen in der 3. Liga (...) zentral gezahlt werden“.

Die weiteren Ausschüttungen würden anteilig nach jedem durchgeführten Spieltag an die Klubs erfolgen. Dies solle dabei helfen, die zu erwartenden Zusatzkosten und Einnahmeausfälle durch die Organisation des Spielbetriebs zu decken, heißt es in der Mitteilung des DFB.

Peter Frymuth, als DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung zuständig für die 3. Liga, sagt: „Wir haben nun ein tatsächliches Meinungsbild in der 3. Liga vorliegen. Damit ist ein sehr wichtiger Schritt gemacht. Das Ergebnis der Abfrage ist von allen zu respektieren und akzeptieren. Auch wenn das Bild nicht einheitlich ist, besteht eine mehrheitliche Meinung unter den Klubs, wie im Falle einer veränderten behördlichen Verfügungslage verfahren werden sollte. Auf dieser Basis wird der DFB in seiner Funktion als Liga-Träger die weiteren Prüfprozesse und Maßnahmen angehen. Klar ist: Das Gesamtwohl der Liga ist über Einzelinteressen zu stellen.”