22. Oktober 2020 / 15:27 Uhr

3. Runde Kreispokal: Kreisoberliga-Teams mischen nun mit

3. Runde Kreispokal: Kreisoberliga-Teams mischen nun mit

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Die interessante Pokal-Phase bricht an. © dpa
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In der dritten Runde des Kreispokals steigen jetzt die Kreisoberligateams mit ein. Dabei treffen gleich acht direkt aufeinander. Unter anderem spielen TuS Pegau gegen Blau-Weiß Deutzen, Chemie Böhlen empfängt Klinga-Ammelshain, SV Ostrau gastiert in Geithain und Frohburg trifft auf Gleisberg. Auch die restlichen Partien werden für viel Spannung sorgen.

Jetzt wird es im Fußball-Kreispokal der Männer wirklich richtig interessant. Nachdem sich an zwei Wochenenden im August beziehungsweise September die Reihen der Mannschaften aus der Kreisliga A und B bereits erheblich gelichtet haben, nehmen in der anstehenden 3. Runde nun auch die Kreisoberligateams am Wettbewerb teil.

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Schon jetzt steht fest, dass aufgrund direkter Duelle mindestens vier Achtliga-Vertreter die Segel streichen müssen. So wird sich zum Beispiel entweder Pokalverteidiger TuS Pegau (aktuell Tabellen-Achter der KOL) oder Staffel-Kontrahent SV Blau-Weiß Deutzen (16.) aus dem Rennen verabschieden. Die Elsterstädter um Trainer Mike Hartleib sind auf ihrer „Großen Reitbahn“ zweifellos leicht favorisiert. Eine Rolle, welche die Blau-Gelben in den bisherigen Punktekämpfen gerne dem jeweiligen Gegner zugeschoben haben. Für die Gäste um Coach Rolf Tröger bietet sich dennoch die Möglichkeit, mit einem Erfolgserlebnis der misslichen Ergebniskrise den Garaus zu machen.

Nicht besonders rosig sind die Aussichten für den SV Chemie Böhlen (KOL / 13.) vor der Begegnung beim SV Klinga-Ammelshain (KOL / 11.). Der Pokal spielt für Spielertrainer Toni Röder und seine Truppe nur die zweite Geige, zudem wird man auf dem Sportgelände an der Autobahn nach Lage der Dinge von personeller Bestbesetzung weit entfernt sein. Eine Termin-Verlegung zu mindestens auf den Vortag haben die Muldentaler abgelehnt, womit guter Tat zunächst teuer war. Den Pleißestädtern bleibt nichts anderes übrig, als das Beste aus der kniffligen Situation zu machen.

Frohburg ist Favorit gegen Gleisberg

Es war nicht gerade ein Traumlos, welches die Kicker des FSV Alemannia Geithain aus der Trommel gezogen bekamen. Das Kreisoberliga-Schlusslicht reist zum momentanen Rang-Dritten SV Ostrau, der dem Spitzenreiter Roßwein die bislang einzigen Zähler abgeknöpft werden. Die Alemannen sollten damit rechnen, dass ihnen bei den Jahnatalern eine steife Brise um die Nase wehen wird. Gäste-Trainer Andy Heine steht an der Kirchstraße ungeachtet dessen vor der Entscheidung: Ausprobieren oder Einstudieren.

Neben guter Laune hat der BSV Einheit Frohburg (KOL / 2.) genügend Proviant an Bord, wenn die Fahrt zum SV Gleisberg (KL A-Ost/7.) angetreten wird. Erst etliche Kilometer auf der Straße und dann reichlich Bewegung auf dem grünen Rasen. So ist das Motto der Rennstädter um Trainer Swen Licht, für die auf dem kleinen Platz auf dem Berg nur das Weiterkommen in Frage kommt. Nach menschlichem Ermessen sollte für die Grün-Weißen alles klar gehen, so lange die Sache nicht auf die leichte Schulter genommen wird.

Frankenhain träumt von Sensation

Eine ungleich schwerere Aufgabe hat der BSV Einheit Frohburg II (KL A-West / 13.) beim Aufeinandertreffen mit dem höherklassigen VfB Leisnig (KOL / 5.) zu lösen, zumal man in der laufenden Saison noch nicht in Tritt gekommen ist. Doch eventuell ergibt sich für die zweite Garnitur der Wyhrastädter die Gelegenheit, trotz der Außenseiterposition etwas fürs Selbstvertrauen und eine ansteigende Formkurve zu tun. Coach Jörg Reiße wird vor der Partie im heimischen Werner-Seelenbinder-Stadion an einem vielversprechenden Schlachtplan tüfteln.


Nach zwei Siegen am Stück ist Neuling SG Olympia Frankenhain (KL A-West / 6.) wieder in der Spur. Die derzeitige Misere hat also nichts mit Resultaten, sondern mit einer ellenlangen Verletzten-Liste zu tun. Dennoch träumen Trainer Marco Seifert und seine Schützlinge gegen den BC Hartha (KOL / 14.) von einer Sensation. Auf dem Geithainer Kunstrasen am Freibad will Olympia auf gar keinen Fall baden gehen, möchte stattdessen den Gegner nass machen.

Ähnlich sind die Voraussetzungen vor dem Match zwischen der SG Borna II/Eula (KL A-West / 10.) und dem SV Naunhof (KOL / 7.). Die Hausherren um Coach Andre Liebers haben auf dem Kunstrasen im Rudolf-Harbig-Stadion absolut nichts zu verlieren und und können das Ganze völlig locker angehen. Was nicht mit dünn drüber gehen verwechselt werden sollte, um gegen die erfahrenen Hasen aus der „Clade“ keine böse Überraschung erleben zu müssen.

Weitere Begegnungen

SV Blau-Weiß Bennewitz (KOL / 6.) gegen SG Püchau/Bennewitz II (KL B-Süd / 11.), TSV Großsteinberg II (KL B-West / 4.) gegen Roßweiner SV (KOL / 1.), SV Belgershain (KL A-West / 11.) gegen Hohnstädter SV (KL A-Ost / 2.), SV Traktor Mochau (KL A-Ost / 1.) gegen SG Waldheim/Hartha II (KL A-Ost / 9.), ATSV Frisch Auf Wurzen II (KL A-Ost / 5.) gegen Döbelner SC (KOL / 9.), Otterwischer SV (KL A-West / 2.) gegen TSV Großsteinberg (KOL / 4.) und SC Partheland (KOL / 15.) gegen TSV Burkartshain (KOL / 10.).

In den Duellen SSV Thallwitz/Nischwitz (KL B-Süd / 1.) gegen SG Zschaitz/Ostrau II (KL A-Ost / 13.) und SV Großbardau (KL B-West / 2.) gegen SG Serbitz-Thräna/Fockendorf II (KL B-West / 8.) werden die Teilnehmer für die 3. Runde erst noch ermittelt. Die Gewinner kreuzen am 01. beziehungsweise am 18. November mit der SG Machern/Tresenwald II (KL B-Süd / 12.) sowie dem SV Tresenwald Machern (KOL / 12.) die Klingen.