31. Oktober 2019 / 21:01 Uhr

Gewonnen, aber nicht souverän: Frecher Aufsteiger HSG Nordhorn lässt Recken zittern

Gewonnen, aber nicht souverän: Frecher Aufsteiger HSG Nordhorn lässt Recken zittern

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ganz bezeichnende Szene: Die HSG Nordhorn war ein ekliger Gegner für die TSV Hannover-Burgdorf, um Ilija Brozovic, der eine starke Leistung zeigte.
Ganz bezeichnende Szene: Die HSG Nordhorn war ein ekliger Gegner für die TSV Hannover-Burgdorf, um Ilija Brozovic, der eine starke Leistung zeigte. © Florian Petrow
Anzeige

Am Reformationstag empfingen die Recken den Aufsteiger HSG Nordhorn-Linden. Erster gegen Letzter. Doch auf der Platte war davon wenig zu sehen. Letztlich setzte sich zwar die Qualität des TSV Hannover-Burgdorf durch, doch das Schlusslicht sorgte mit zwei Führungen für helles Erwachen in der Swiss-Life Hall.

Anzeige
Anzeige

Sie haben dem Aufsteiger keinesfalls so richtig Saures gegeben an Halloween. Dafür war der Gegner zu stark und die TSV Hannover-Burgdorf nicht gut genug. Aber die Recken schlugen in der ausverkauften Swiss Life Hall vor 4150 Zuschauern die HSG Nordhorn-Lingen mit 30:29 (15:15).

Mehr zu den Recken

Olsens Ausfall macht sich bemerkbar

Spielmacher Morten Olsen war kurzfristig wegen eines Infekts ausgefallen, zudem fehlte der TSV der am Oberschenkel verletzte Kreisläufer Evgeni Pevnov (Quadrizepsschaden). Die TSV begann gut, Nejc Cehte erzielte zwei Tore selbst und bereitete das 4:2 von Ilija Brozovic stark vor. Mit einem exzellenten Heber erhöhte Cristian Ugalde auf 5:2 (8. Minute), auch Torwart Urban Lesjak war sofort im Spiel. Er wurde schon zum Anpfiff mit Sprechchören gefeiert.

Sieg über die HSG Nordhorn-Lingen: Recken feiern mit den Fans

Recken wecken Nordhorn immer wieder auf

Abschütteln wie lästige Besucher an der Haustür konnten die Recken die Nordhorner jedoch nicht, sie kamen immer wieder. Die TSV erweckte sie mit leichten Fehlern selbst wieder zum Leben. Beim 9:9 (20.) waren die einfach spielenden Gäste dran. Als der gefährliche HSG-Akteur Robert Weber den gefühlt zwei Köpfe größeren Recken Mait Patrail packte und nicht mehr loslassen wollte, mussten sowohl der Hüne als auch Nordhorns Coach Geir Sveinsson schmunzeln.

Bilder vom Spiel der 1. Handball-Bundesliga zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und der HSG Nordhorn-Lingen

Alfred Jönsson holt zum Wurf aus... Zur Galerie
Alfred Jönsson holt zum Wurf aus... ©
Anzeige

Das Schlusslicht geht in Führung

Die HSG ließ nicht locker, was wiederum Recken-Trainer Carlos Ortega überhaupt nicht komisch fand. Er probierte eine offensivere 5:1-Abwehr aus, Ugalde verteidigte vorgezogen. Dennoch führten die Gäste plötzlich mit 15:13 (28.). Timo Kastening per Strafwurf und Patrail auf humorlose Art glichen zur Pause aus. Dass es längst etlichen Zuschauern unheimlich geworden war, konnten sie aber nicht verhindern.

... und bleibt hartnäckig

Im zweiten Abschnitt kam Ivan Martinovic für den guten Cehte, Alfred Jönnsons Gewaltwurf schlug der kurz orientierungslose Gäste-Keeper Björn Buhrmester selbst ins Tor. Patrail erhöhte in Überzahl auf 17:15. Doch der Neuling klebte weiter wie Spinnweben im Spukschloss an den Recken. Nach dem 19:19 kam Domenico Ebner für Lesjak. Wenig später schauderte es Ortega abermals, nach zwei umstrittenen Entscheidungen lag die TSV mit 20:22 hinten (43.).

Das sind die nächsten Spiele der TSV Hannover-Burgdorf in der Bundesliga-Saison 2019/20

<b>14. Spieltag:</b> SC DHfK Leipzig (A), Sonntag, 1. Dezember, Uhrzeit offen Zur Galerie
14. Spieltag: SC DHfK Leipzig (A), Sonntag, 1. Dezember, Uhrzeit offen ©

Martinovics erster Treffer beruhigt die Gemüter

Per Gegenstoß glich Kastening aus, und leitete mit einem sehenswerten Solo und folgendem Kemper-Trick das 25:24 (50.) für die TSV ein. Der sehr gute Brozovic vollstreckte. Für das 28:26 sorgte Martinovic mit einem Gewaltwurf (54.) und beruhigte die Hausherren zumindest ein wenig. Als Kastening zur Mitte an den Kreis lief und ein Anspiel zum 29:26 verwandelte, schien Schluss zu sein mit Geisterbahn (54.).

Wackelig gewonnen

Es passte freilich zu diesem Tag, dass Kastening noch einen Siebenmeter vergab und im zweiten Versuch an Buhrmester scheiterte (57.). Und es noch einmal knapp wurde. In der Schlussphase spielten die Recken in Unterzahl, es wurde hektisch. Kapitän Fabian Böhm traf zum 30:28, aber das reichte immer noch nicht. 29 Sekunden mussten die angreifenden Recken überstehen, dann erst hatte der Spuk ein Ende.

Eine einzig richtig gruselige Erkenntnis blieb den Recken-Fans: Bis zum nächsten Heimspiel müssen sie sich lange gedulden. Erst am 8. Dezember geht es in der Tui-Arena gegen die Füchse Berlin weiter.

Hier #GABFAF-Supporter werden

Wir kämpfen für den Amateurfußball! Trage Dich kostenlos ein und Du bekommst unseren exklusiven Newsletter mit allem, was den Amateurfußball in Deutschland bewegt. Außerdem kannst Du jeden Monat 2000 Euro Zuschuss für Deinen Verein gewinnen und entscheidest mit, wofür #GABFAF sich als nächstes einsetzt.

ANZEIGE: 50% auf dein Jako Herbst-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN