06. April 2018 / 18:09 Uhr

32 Teams, ein Ziel: Hier wird bei der SPORTBUZZER Mini-WM gespielt

32 Teams, ein Ziel: Hier wird bei der SPORTBUZZER Mini-WM gespielt

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Die Red Bull Arena, Heimspielstätte von RB Leipzig.
Die Red Bull Arena, Heimspielstätte von RB Leipzig. © Robert Nößler
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Das Turnier um den großen Mini-WM-Pokal am 3. Juni wird dort ausgetragen, wo sonst nur die Spieler von RB Leipzig den Rasen betreten dürfen, in der Red Bull Arena.

Leipzig. Das Stadionrund mitten im Herzen von Leipzig hat schon zahlreiche große Spiele erlebt, einmal in seiner ursprünglichen Form als Zentralstadion und natürlich auch nach Umbau und Umbenennung in Red Bull Arena. Am 3. Juni 2018 wird ein weiteres Highlight hinzukommen: die SPORTBUZZER Mini-WM | powered by LVZ.

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Das "Stadion der Hunterttausend" am Elsterbecken entstand zwischen 1954 und 1956 und wurde am 4. August 1954 im Rahmen des II. Deutschen Turn- und Sportfestes eingeweiht. Mit einer Kapazität von 100.000 Sitzplätzen war es bis zum Umbau das zweitgrößte Stadion Europas, noch vor dem legendären Camp Nou in Barcelona. Hier wurde auch der bis heute gültige Zuschauerrekord für Punktspiele in Deutschland aufgestellt. Am 9. September 1956 sahen 100.000 Menschen das Ortsderby zwischen dem damaligen SC Rotation Leipzig und dem SC Lokomotive Leipzig. Die Partie endete 1:2.

Neben allen wichtigen Länderspielen der DDR-Nationalmannschaft sorgte vor allem der heutige Regionalligist 1. FC Lok Leipzig für legendäre Nachmittage und Abende im Zentralstadion. Am 22. April 1987 besiegten die Probstheidaer hier im Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger Girondins Bordeaux mit 6:5 nach Elfmeterschießen. Ein gutes Jahr später, am 26. Oktober 1988, gaben Superstar Diego Maradona und der SSC Neapel ihre Visitenkarte ab. Die Partie in der 2. Runde des UEFA-Pokals endete 1:1.


Blick zurück: Der Bau des Leipziger Zentralstadions

Am 15. April 1955 begannen die Bauarbeiten, am 4. August 1956 wurde es eröffnet. Das Zentralstadion in Leipzig wurde auch als Stadion der Hunderttausend bekannt. Bis zu seinem Abriss im Jahr 2000 sah es zahlreiche hochklassige Fußballpartien und Sportveranstaltungen. Zur Galerie
Am 15. April 1955 begannen die Bauarbeiten, am 4. August 1956 wurde es eröffnet. Das Zentralstadion in Leipzig wurde auch als Stadion der Hunderttausend bekannt. Bis zu seinem Abriss im Jahr 2000 sah es zahlreiche hochklassige Fußballpartien und Sportveranstaltungen. © LVZ Archiv

Im Jahr 2000 begann nach einer Entscheidung der Stadt Leipzig der Umbau des inzwischen baufälligen Runds in eine reine Fußballarena. Die Baukosten betrugen rund 90 Millionen Euro. Die offizielle Wiedereröffnung steig am 16. und 17. Juli im Rahmen des "1. Internationalen Fußballturniers im Zentralstadion". Zu Gast war neben Roter Stern Belgrad und dem FC Brügge auch Bundesligist Werder Bremen. Beim Confed-Cup 2005 wurden hier drei Partien ausgetragen. 2006 war schließlich die Fußball-WM zu Gast in der Messestadt und dem neuen Stadion. Neben vier Gruppenspielen wurde auch das Achtelfinale zwischen Argentinien und Mexiko in Leipzig angepfiffen.

Seit dem 1. Juli 2010 trägt das Stadion den Namen Red Bull Arena und ist Heimspielstätte von RB Leipzig. Hier feierte der Club den Aufstieg von der vierten in erste Liga. In der aktuellen Saison sah das rund nach jahrzehntelanger Pause wieder Spiele in der Champions League und Europa League.

Die Red Bull Arena in Zahlen:

Sitzplätze: 42.558 (alle überdacht)

Höhe bis zu Dachfläche: 46,5 Meter

Stadionlänge: 230 Meter von Nord nach Süd, 210 Meter von Ost nach West

Höhe bis zur Reihe im Oberrang: 37,8 Meter