03. Oktober 2021 / 11:56 Uhr

33:31! Körpergröße fehlt, da tritt Handball-Oberligist Fallersleben aufs Gaspedal

33:31! Körpergröße fehlt, da tritt Handball-Oberligist Fallersleben aufs Gaspedal

Maik Schulze
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Rein damit! Christian Lopez (beim Wurf) erzielte sieben Treffer beim 33:31-Erfolg des VfB Fallersleben gegen die HSG Schaumburg Nord.
Rein damit! Christian Lopez (beim Wurf) erzielte sieben Treffer beim 33:31-Erfolg des VfB Fallersleben gegen die HSG Schaumburg Nord. © Britta Schulze
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Auch wenn es hier und da ein bisschen rumpelte - unterm Strich läuft's für den VfB! Handball-Oberligist Fallersleben hielt sich auch im zweiten Heimspiel schadlos, gewann gegen die HSG Schaumburg Nord mit 33:31 (15:16). Trotz schwacher Siebenmeter-Quote. Trotz Roter Karte für Kapitän Kris Behrens.

Zweites Heimspiel, zweiter Heimsieg mit Zwei-Tore-Vorsprung. Der 33:31 (15:16)-Heimerfolg von Handball-Oberligist VfB Fallersleben gegen die HSG Schaumburg Nord klingt aber knapper als er war. „Ich hatte nie das Gefühl, dass da etwas anbrennen kann“, so VfB-Trainer Mike Knobbe.

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Natürlich fehlte Fallersleben durch die Ausfälle von Bert Hartfiel (Erkältung) und Tim Schroeter (beruflich verhindert) Körpergröße auf dem Parkett. Offensiv wie defensiv. „In der Abwehr haben wir auch auf den Halbpositionen deshalb wenig Zugriff auf bekommen, selbst wenn ein paar Bälle gut geblockt worden sind“, so der Coach.

Handball-Oberliga: VfB Fallersleben - HSG Schaumburg Nord.

Handball-Oberliga: VfB Fallersleben - HSG Schaumburg Nord. Zur Galerie
Handball-Oberliga: VfB Fallersleben - HSG Schaumburg Nord. © Britta Schulze

Doch die Gastgeber zogen einen anderen Trumpf: „Wir hatten in Sachen Geschwindigkeit Vorteile gegenüber Schaumburg“, so Knobbe. Da Fallersleben zudem in der Breite besser aufgestellt war als die HSG, die ebenfalls auf zwei Leistungsträger verzichten musste, kippte die Partie in der zweiten Hälfte frühzeitig in Richtung der Fallersleber, die weiter aufs Gaspedal traten.

Zwei Tore in Unterzahl durch Vlatko Ranogajec und Kris Behrens brachten dem VfB das 21:18 (37.). Danach gab Fallersleben die Führung nicht mehr ab. Auch die Rote Karte für Kapitän Behrens (Foul bei Tempogegenstoß) warf den Gastgeber beim Stand von 30:25 nicht mehr aus der Bahn. „Kris hat vorher 55 Minuten Volldampf gemacht. Die Situation hat er dann falsch eingeschätzt“, so der Coach, der die schwache Siebenmeter-Quote (nur zwei von fünf wurden verwertet) und den einen oder anderen vergebenen Tempogegenstoß bemängelte.

Ein Extra-Lob gab’s hingegen für Dave Schmidt. Der junge VfB-Keeper kam nach 20 Minuten für den keineswegs enttäuschenden Timon Wilken ins Tor. „Dave hatte sich durch gute Trainingsleistungen empfohlen, hat wichtige Bälle gehalten“, so Knobbe.

VfB: Wilken, Schmidt – Tangermann, Frerichs (3), Wolff (2), Hoffmann (3), Lopez (7), Siggelkow, Grassel (3/2), Bangemann, Meurer, Fuhlrott (5), Behrens (7), Ranogajec (3).