12. Oktober 2021 / 16:39 Uhr

35 000 Karten weg: Vor einem Jahr wollte Schalke noch 96-Trainer Zimmermann

35 000 Karten weg: Vor einem Jahr wollte Schalke noch 96-Trainer Zimmermann

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nach oben: Trainer Jan Zimmermann stieg mit Havelse auf und wurde Trainer bei Hannover 96. Er hätte vor einem Jahr auch nach Schalke gehen können.
Nach oben: Trainer Jan Zimmermann stieg mit Havelse auf und wurde Trainer bei Hannover 96. Er hätte vor einem Jahr auch nach Schalke gehen können. © Witters
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35 000 Karten hat Hannover 96 bisher für das Topspiel am Freitagabend gegen Schalke verkauft. Ein besonderes Spiel auch für 96-Trainer Jan Zimmermann. Vor einem Jahr wollte Schalke ihn als Co-Trainer holen. Nun spricht Zimmermann über seine Emotionen zum Schalke-Spiel.

Hannover 96 gegen Schalke, das ist eine Partie, die in der Bundesliga elektrisierte, das Stadion füllte. Nun werden 40 000 Fans erwartet – die HDI-Arena wird also fast voll. „Freitagabend, Flutlichtspiel und 40 000 gegen Schalke – das ist schwierig, sich nicht auf das Spiel zu freuen“, gibt 96-Trainer Jan Zimmermann zu.

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Vier Flutlichtspiele hat 96 schon gemacht in dieser Saison: eins gewonnen (Heidenheim), eins verloren (in Dresden) und zwei Remis geholt (in Bremen, in Nürnberg). Die Flutlicht-Bilanz ist so unentschieden wie die bisherige Saison. Am Freitag steigt Zimmermanns größtes Spiel bisher als Trainer. Ein besonderes dazu. Vor fast genau einem Jahr wollten die Schalker Zimmermann als Co-Trainer haben. Er blieb in Havelse. Im Ruhrgebiet staunten die Fans. Wie kann ein Viertliga-Trainer nur Nein sagen zu einem Klub wie Schalke?

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Zum einen war der seinerzeit frisch ausgezeichnete Fußballlehrer es gewohnt, Cheftrainer zu sein, zu jener Zeit beim TSV Havelse in der Regionalliga. In Schalke hätte er sich Manuel Baum unterordnen müssen. Baum hatte das Amt nach zwei Saison-Niederlagen von David Wagner übernommen. Im Dezember war Schluss für Baum. Schalke stieg ab.

Zimmermann lächelt bei dem Hinweis auf die Verbindung mit Schalke. „Wer weiß, wie die Entwicklung gelaufen wäre, wenn ich hingegangen wäre. Aber das ist hypothetisch“, sagte er. „Ich bin mit meiner persönlichen Entscheidung sehr zufrieden.“ Seine Entscheidung gründete seinerzeit auf Ambitionen, den Regionalligisten vom Dorf in den Profifußball zu führen. Dieses Ziel hat Zimmermann erreicht, gleichzeitig erfüllte er seinen Karriereplan. Er wollte als Chef in den Profi-Ring, nicht als Assistent. Insofern: Die Entscheidung, die Schalke-Offerte abzulehnen, erweist sich nun als richtig.