10. Februar 2020 / 18:42 Uhr

36:18 – Bortfeld ist bestens gerüstet für das Topspiel

36:18 – Bortfeld ist bestens gerüstet für das Topspiel

Hartmut Butt und Jürgen Hansen
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Starker Einsatz: Jona Frühauf (am Ball) fegte mit der SG Zweidorf/Bortfeld die HSG Rhumetal mit 36:18 aus der Halle. Fünf Tore steuerte er zum Auswärts-Erfolg bei.
Starker Einsatz: Jona Frühauf (am Ball) fegte mit der SG Zweidorf/Bortfeld die HSG Rhumetal mit 36:18 aus der Halle. Fünf Tore steuerte er zum Auswärts-Erfolg bei. © Foto: ISABELL MASSEL
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Wie der kommende Meister präsentierten sich die Landesliga-Handballer der SG Zweidorf/Bortfeld bei der HSG Rhumetal II. Sie gewannen mit 36:18 und scheinen damit bestens gerüstet zu sein für das Spitzenspiel am Sonntag gegen Tabellenführer HG Elm. Niederlagen hingegen gab es für die HSG Nord Edemissen und den MTV Groß Lafferde II.

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Die SG Zweidorf/Bortfeld überfuhr die HSG Rhumetal II in der ersten Halbzeit mit 21:5! Mit dem 36:18-Sieg baute sie das gute Torverhältnis gegenüber dem einen Punkt besseren Spitzenreiter HG Elm noch aus.

HSG Rhumetal II – SG Zweidorf/Bortfeld 18:36 (5:21). Obwohl SG-Trainer Martin Kays auf Kreisläufer Tobias Schulze und Rückraumakteur Marcel Frühauf verzichten musste, zeigten die Gäste eine bärenstarke Leistung. „Die erste Halbzeit war mit Abstand die beste der gesamten Saison“, schwärmte SG-Leiter Sigurt Grobe. Im Angriff waren die Gäste so effektiv wie selten zuvor. „Lediglich drei Würfe fanden nicht den Weg ins Tor“. Hinzu kam eine stark agierende Abwehr. „Und dahinter stand mit Jan Pursche ein überragender Torhüter“, sagte Grobe, dessen Team nach 16 Minuten mit 11:2 in Führung lag und zur Pause die Partie schon entschieden hatte (21:5).

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber etwas besser in die Partie, weil die SG im Angriff nicht mehr so konzentriert und in der Abwehr nicht mehr so aggressiv spielte wie noch in Durchgang eins. Das erschwerte dem neu verpflichteten Keeper Christian Oppermann den Einstand. „Ab Mitte der zweiten Halbzeit hatten sich Torhüter und Abwehr aber besser aufeinander eingestellt“, berichtete Grobe. Folglich gewann sein Team deutlich. Pech hatte jedoch der vor kurzem wiedergenesene Nils Zakravsky, verletzte er sich doch erneut am Fuß und konnte nicht mehr weiterspielen.

Zweidorf/Bortfeld: Pursche, Oppermann – Reckewell (8), J. Frühauf (5), Büüs (5), P. Lehne (4/2), Pfaff (3), Brümmer (3), Schröder (2), Waltermann (2), Zakravsky (2), Gerstung (2), Duschek, Wosnitza.

Northeimer HC II – MTV Groß Lafferde II 29:20 (15:10). Eine Halbzeit habe sein Team gut mitgehalten, „aber dann machten sich die fehlenden personellen Alternativen bemerkbar“, sagte MTV-Trainer Eckhard Meyer, dessen Team in Durchgang eins zwar zwischenzeitlich mit sechs Toren in Rückstand lag, aber nie aufsteckte. „Die Jungs haben kämpferisch eine starke Vorstellung geboten“, lobte Meyer. Und das wurde belohnt, kurz vor der Pause kam der MTV durch Rückraumspieler Sebastian Meyer auf 12:14 heran – es war sein siebter Treffer. Zusammen mit dem Torhüter Alexander Lempart war Meyer der auffälligste Groß Lafferder Akteur.

„Nach der Pause haben die Northeimer aber reagiert und Sebastian in Manndeckung genommen“, berichtete Lafferdes Coach. Mit dieser Maßnahme hatten die Gäste ihre Schwierigkeiten. Als Meyer auch noch die zweite Zwei-Minuten-Strafe erhielt, fiel den Gästen in der Abwehr ein weiterer Eckpfeiler aus. Bereits Mitte der ersten Hälfte musste Kreisläufer Kevin Winkler verletzungsbedingt passen. Kompensieren konnten die Gäste das nicht, so dass eine klare Niederlage folgte.

Groß Lafferde II: Lempart, Brecht – Meyer (8), Burgdorff (5/1), Jemric (4/2), Zellmann (2), Bode (1), Arlt, Reinecke, Winkler, Slabon.

Mehr regionaler Handball

MTV Geismar – HSG Nord Edemissen 32:28 (17:15). Nachdem sie zuletzt zweimal hintereinander gewannen, mussten die Edemisser beim MTV Geismar eine Niederlage einstecken. Nach Ansicht von HSG-Nord-Torwart Nico Grotefend lag für seine Mannschaft mehr drin. „Doch wir haben uns in den entscheidenden Situationen nicht clever genug angestellt, trafen die falschen Entscheidung. Aber man muss auch sagen, dass Geismar einen Tick besser war als wir.“

Die erste Hälfte verlief ausgeglichen, die Führung wechselte mehrfach. Nach 25 Minuten lagen die Edemisser 14:13 vorn und mussten doch mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause gehen. „Denn wir leisteten uns einige überhastete Abschlüsse und kassierten anschließend Konter“, berichtete Grotefend, der sich auch mit der Abwehrleistung der Seinen nicht zufrieden zeigte. „Wir fanden zu selten Zugriff auf die Gegenspieler und verschoben zu langsam.“

Nach dem Wechsel habe man in der Abwehr stabiler gestanden. Dennoch setzten sich die Gastgeber auf 23:17 ab. Zweimal kamen die Edemisser anschließend noch auf Schlagdistanz heran (24:21, 29:26). Zu mehr reichte es jedoch nicht. „Dafür unterliefen uns in der Offensive zu viele einfacher Fehler. Außerdem konnten wir nur drei etatmäßige Rückraumspieler aufbieten, es fehlten die Alternativen. Zum Ende ließen daher die Kräfte nach“, erläuterte Grotefend.

*HSG Nord Edemissen: * Arlt, Grotefend (beide Tor) – Moritz Streit (4), Jacob Streit (2), Winkler (3), Falkenhain (1), Robin Zerter, Lennart Rauls (4), Bauschmann, Williamson (4), Funk, Hoffmann (10/6).