14. Juni 2021 / 19:00 Uhr

38:30 Punkte: SC DHfK Leipzig nach 34 Spieltagen voll im Soll

38:30 Punkte: SC DHfK Leipzig nach 34 Spieltagen voll im Soll

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Der SC DHfK Leipzig steht nach 34 Spielen super da - haben aber noch vier Partien vor der Brust.
Der SC DHfK Leipzig steht nach 34 Spielen super da - haben aber noch vier Partien vor der Brust. © Christian Modla
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Nach 34 Spieltagen ist eine Handball-Bundesliga-Saison eigentlich beendet. Dieses Jahr ist aber alles anders. Die Grün-Weißen vom SC DHfK haben noch vier Spieltage, um die bisher zufriedenstellende Saison zur bislang besten zu machen.

Leipzig. Ohne Pandemie wäre die Handball-Saison inzwischen vorbei und die Profis des SC  DHfK im wohlverdienten Sommerurlaub. 34 Spieltage sind ausgetragen, 18 reguläre Mannschaften hätten sich in Hin- und Rückspiel gemessen und am Ende die SG Flensburg-Handewitt den Titel geholt. Doch in diesem Jahr ist alles anders. 20 Teams ringen weiter um wichtige Punkte im Kampf um Meisterschaft, Europa-League-Plätze und Abstieg, auch den Leipzigern stehen noch vier Spiele bevor. Die beste Saison aller Zeiten ist dementsprechend noch nicht erreicht, aber einen Punkterekord haben die Grün-Weißen bereits erzielt. Mit 38:30 Zählern stehen die Sachsen so gut wie noch nie nach 34 Spieltagen.

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Ganz so einfach ist die Rechnung natürlich nicht. Zum einen lässt sich darüber streiten, inwiefern die aktuelle Saison mit Corona-Maßnahmen, ausbleibenden Zuschauern, Spielverlegungen und 20 Teams überhaupt mit den vergangenen Jahren vergleichbar ist. Zum anderen kann eine Saison natürlich erst am Ende wirklich bewertet werden. Sollten die Grün-Weißen ihre vier letzten Spiele verlieren, wäre mit 38:38 Punkten sicherlich nicht mehr von der bislang besten Saison die Rede. Zum Vergleich: in der Spielzeit 2017/18 hatte der DHfK mit 37:31 Punkte den achten Platz geholt.

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Ein Vorteil bei der Jagd nach der besten Bundesligasaison der Vereinsgeschichte sind jedoch die anstehenden Gegner. Das Heimspiel am Mittwoch gegen den HSC Coburg (Platz 20) ist ein Pflichtsieg, und auch gegen Wetzlar, Nordhorn-Lingen und Hannover dürfen sich die Messestädter Punkte erhoffen. Gegen die Franken können die Haber-Handballer erneut auf lautstarke Unterstützung von den Rängen setzen – und mit der extra aufgebauten Heldentribüne sogar von einer weiteren Seite. Hier können bis zu 300 Zuschauer Platz finden, die sich beim DHfK als „Pandemie-Held“ bewerben können. Eine gute Gelegenheit, sich von Nationalspieler Philipp Weber, DHfK-Routinier Bastian Roscheck sowie Niclas Pieczkowski und Martin Larsen zu verabschieden.