25. April 2021 / 16:00 Uhr

4:0 in Duisburg! VfL-Frauen bleiben beim Schult-Comeback an Bayern dran

4:0 in Duisburg! VfL-Frauen bleiben beim Schult-Comeback an Bayern dran

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der erste Streich! Alexandra Popp (2. v. l.) wird von ihren Teamkolleginnen nach dem 1:0 für Wolfsburg beim MSV Duisburg gefeiert. Der VfL bleibt nach dem Auswärtssieg in der Tabelle zwei Punkte hinter Bayern.
Der erste Streich! Alexandra Popp (2. v. l.) wird von ihren Teamkolleginnen nach dem 1:0 für Wolfsburg beim MSV Duisburg gefeiert. Der VfL bleibt nach dem Auswärtssieg in der Tabelle zwei Punkte hinter Bayern. © imago images/Beautiful Sports
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Es ist alles bereitet für das Gipfeltreffen in der Frauen-Bundesliga! Der VfL Wolfsburg bleibt dank eines 4:0 bei Schlusslicht MSV Duisburg zwei Punkte hinter Spitzenreiter Bayern. Die Grün-Weißen, bei denen Almuth Schult ihr Startelf-Comeback gab, erwarten nun am 9. Mai München zum Topspiel. 

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Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg bleiben Spitzenreiter Bayern München im Rennen um die deutsche Meisterschaft weiter auf den Fersen! Durch den 4:0-(1:0)-Auswärtserfolg beim MSV Duisburg am Sonntag beträgt der Punkteabstand zum FCB weiter nur zwei Punkte - dazu hat der VfL den zweiten Tabellenplatz sicher. Die Tore im PCC-Stadion erzielten Alexandra Popp, Lena Oberdorf, Rebecka Blomqvist und Fridolina Rolfö.

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Die wohl größte Überraschung gab es dabei schon vor Anpfiff! Torfrau Almuth Schult stand für das Spiel in Duisburg an Stelle von Katarzyna Kiedrzynek in der Wolfsburger Startelf. Die Polin, die eigentlich die Nummer 1 ist, hatte sich im Abschlusstraining eine Finger-Verletzung an der linken Hand zugezogen und musste dementsprechend passen. Lerch entschied sich aber nicht für die eigentliche Nummer 2 Friederike Abt (wechselt im Sommer nach Leverkusen), sondern setzte auf die Erfahrung und Routine von Deutschlands ehemaliger Nummer 1 Schult.

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Ihr letztes großes Pflichtspiel hatte Schult im Tor der deutschen Nationalmannschaft absolviert – beim WM-Aus Ende Juni 2019 in Frankreich gegen Schweden. Für die Profi-Mannschaft des VfL spielte sie ihre letzten Bundesliga-Minuten zuvor im Mai 2019 beim 1:0-Auswärtssieg in Hoffenheim. Die 30-Jährige musste sich nur einige Wochen später einer Schulter-OP unterziehen und freute sich vergangenen April über die Geburt ihrer Zwillinge. Es war kein leichter Weg zurück für Schult, die sich in der Hierarchie der Torhüterinnen seit ihrer Rückkehr mit der Rolle der Nummer 3 zufrieden geben musste. Um wieder an ihr altes Leistungsniveau anknüpfen zu können, sammelte Schult unter anderem Spielpraxis mit den U20-Fußballerinnen in der 2. Frauen-Bundesliga.

Die Torhüterin führte die Niedersächsinnen in Duisburg nun direkt als Kapitänin aus Feld - ein großer Vertrauensbeweis! Neben Kiedrzynek musste auch Verteidigerin Sara Doorsoun verletzungsbedingt passen - die Nationalspielerin hatte im Training einen Schlag aufs Knie bekommen und blieb als Vorsichtsmaßnahme in Wolfsburg, für sie rückte Lena Goeßling in die Startelf.

Es war ein Spiel auf ein Tor! Rolfö hatte bereits nach vier Minuten die Führung auf dem Fuß, schoss MSV-Keeperin Meike Kämper aber aus kurzer Distanz direkt an. Die Gastgeberinnen konzentrierten sich überwiegend aufs Verteidigen und lauerten auf mögliche Kontersituationen, doch die ergaben sich kaum. Stattdessen drückten die Gäste auf die Führung. Dominique Janssen versuchte es in der 17. Minute mit einem strammen Schuss aus zweiter Reihe, haute die Kugel aber deutlich über den Kasten. Nur wenige Minuten später gab es ein Getümmel im Duisburger Strafraum, Ingrid Engen stocherte nach, konnte sich aber nicht durchsetzen, da der Tabellenletzte im Kollektiv auf der Linie verteidigte.

In der 31. Minute dann endlich die überfällige VfL-Führung! Janssen köpfte nach einer von Svenja Huth scharf geschossenen Ecke aufs Tor, wieder herrschte Unruhe im Strafraum des MSV. Der Ball landete anschließend bei Popp, die frei stand und per Flachschuss traf - 1:0! Mit der verdienten Führung ging es in die Pause, erhöht wurde sie unmittelbar nach Wiederanpfiff! Felicitas Rauch bediente Oberdorf mit einem Freistoß, die 19-Jährige nahm dankend an und köpfte zum 2:0 (50.) ein. Joelle Wedemeyer haute einen Abpraller von Rolfö anschließend frei übers Tor (55.), Blomqvist machte es nach einer Stunde besser und erhöhte nach Zuspiel von Popp auf 3:0. Der VfL blieb spielbestimmend und dominierte Partie, Rolfös Tor zum 4:0 war gleichzeitig auch der Schlusspunkt.

Damit alles für das Gipfeltreffen bereitet: Am 9. Mai kommt es in dieser Saison ein letztes Mal in der Liga zum direkten Duell mit den Bayern, mit einem Sieg könnte der VfL an den Münchnerinnen vorbeiziehen, darf in den letzten zwei Liga-Spielen gegen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen dann aber möglichst keine Punkte liegen lassen, um den Titel zu verteidigen.

MSV: Kämper - Yekka, Hochstein (65. Fürst), Hilbrands, Himmighofen (66. Wilkinson) - Debitzki - Zielinski, Maierhofer (75. Cumert), Grutkamp, Angerer (75. Cin) - Halverkamps (76. Lange).

VfL: Schult - Rauch (78. Svava), Janssen, Goeßling, Wedemeyer (71. Wolter) - Engen (60. Jakabfi), Oberdorf- Rolfö (71. Blässe), Popp, Huth - Blomqvist (60. van de Sanden).

Tore: 0:1 (31.) Popp, 0:2 (50.) Oberdorf, 0:3 (60.) Blomqvist, 0:4 (67.) Rolfö.

Schiedsrichterin: Schwermer (Rieder).