26. September 2021 / 16:50 Uhr

4:0! Lok Leipzig fegt auch Germania Halberstadt aus dem Stadion

4:0! Lok Leipzig fegt auch Germania Halberstadt aus dem Stadion

Rainer Kelch
Leipziger Volkszeitung
aCH1_8532
Farid Abderrahmane freut sich über zwei Tore: Der 1. FC Lok Leipzig gewinnt mit 4:0 gegen Halberstadt. © Christian Modla
Anzeige

Deutlich setzt sich der 1. FC Lok Leipzig gegen Germania Halberstadt durch: Trainer Almedin Civa ist zufrieden mit seinem Team - kritisiert aber auch die Fans, die "unsachliche Kommentare" hinterließen.

Leipzig. Der 1. FC Lok hat auch sein zweites Spiel in der englischen Woche souverän gewonnen. Gegen Germania Halberstadt hieß es am Ende – wie schon am Mittwoch gegen Tennis Borussia Berlin – 4:0. In der Tabelle klettern die Blau-Gelben damit mit siebzehn Punkten nach neun absolvierten Partien auf Rang sieben – mit teilweise immer noch drei Spielen weniger als die Konkurrenz.

In Sachen Aufstellung hält sich Lok-Trainer Almedin Civa oft an die Devise „Never change a winning team“ – so auch diesmal: Exakt dieselbe Elf schickte Civa aufs Feld, die am Mittwoch schon Tennis Borussia aus dem Bruno-Plache-Stadion geballert hatte. Und wie schon gegen die Berliner ließ Lok auch diesmal nur wenig Zeit verstreichen, um das Heft in die Hand zu nehmen. Gleich die erste Chance landete im Netz: Robert Berger tankte sich auf der rechten Seite durch, flankte an den langen Pfosten. Dort köpfte Sascha Pfeffer nach innen, in der Mitte lauerte Torjäger Djamal Ziane, der aus Nahdistanz zur Führung einnetzte (5.). Auch danach ließen die Blau-Gelben kaum locker, ließen die jungen, motivierten Halberstädter nicht ins Spiel kommen und kombinierten immer wieder selbst gefährlich. Die Belohnung gab es in der 28. Minute: Ziane ließ mit dem Rücken zum Tor an der Strafraumgrenze den Ball schön prallen, Fahrid Abderrahmane hielt aus zwanzig Metern satt drauf – der Ball zappelt im linken Eck.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Spiel

Der 1. FC Lok Leipzig gewinnt das Heimspiel gegen Germania Halberstadt deutlich mit 4:0. Zur Galerie
Der 1. FC Lok Leipzig gewinnt das Heimspiel gegen Germania Halberstadt deutlich mit 4:0. ©

Zu Beginn der zweiten Halbzeit Lok wechselte Lok die komplette linke Seite – was sich nicht änderte, war die Spielweise. Weiterhin erlebten die mehr als 2.000 begeisterten Fans Vollgas-Fußball ihrer Mannschaft. Halberstadt gelang es so gut wie gar nicht, sich ernstzunehmende Möglichkeiten zu erarbeiten, bei den Leipzigern hatte der starke Theo Ogbidi das 3:0 auf dem Fuß, aber er scheiterte allein vor Germania-Keeper Cichos (68.). An der Entscheidung war Ogbidi wenig später maßgeblich beteiligt, als er dem überragenden Abderrahmane das 3:0 durch seine Vorarbeit auf der rechten Seite mehr oder weniger auf dem Silbertablett servierte (72.). Den Endstand markierte dann Eric Voufack – der eingewechselte Linksaußen bekam den Ball vom ebenfalls eingewechselten Leon Heynke aufgelegt und vollendete eiskalt (76.). Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können, aber Tom Nattermann nagelte einen Schuss an die Latte (81.), Ziane ballerte zudem kurz vor Schluss aus guter Position von halbrechts drüber.

Anzeige

Mit dem Spiel seiner Mannschaft war Almedin Civa nach der Partie vollauf zufrieden: „Wir haben den Gegner von der ersten bis zur letzten Minute im Griff. Und das nicht, weil sie so schwach waren. Das ist eine gute, junge Mannschaft, die diszipliniert verteidigt und die gefährliche tiefe Läufe kann. Aber wir haben das heute einfach gut gemacht!“ Nicht zufrieden war der Lok-Coach hingegen mit einigen Lok-Fans auf dem Dammsitz, die lautstark die Einwechslung von Nattermann kritisiert hatten. „Es sind nur einige wenige von den über 2.000 Fans. Aber ich kann das nicht so stehen lassen. Beim Stand von 4:0 kommen da einige richtig unsachliche Kommentare“, redete sich Civa auf der Pressekonferenz in Rage: „Das hat nichts mit Kritik zu tun, das ist menschlich einfach nur unter aller Kanone!“

Lok: Sievers - Berger, Eglseder, Sirch (77. Urban), Mehmedovic (46. Salewski) - Piplica, Abderrahmane (77. Nattermann) - Rangelov (46. Voufack), Pfeffer (74. Heynke), Ogbidi - Ziane Tore: 1:0 Ziane (5.), 2:0/3:0 Abderrahmane (28./72.), 4:0 Voufack (76.)