07. April 2019 / 18:59 Uhr

4:0! SV Eichede bleibt mit Denny Skwierczynski erfolgreich

4:0! SV Eichede bleibt mit Denny Skwierczynski erfolgreich

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Beim SV Eichede läuft es unter Interimscoach Denny Skwierczynski.
Beim SV Eichede läuft es unter Interimscoach Denny Skwierczynski. © Agentur 54°
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Unter dem Interimstrainer zeigt die Leistungskurse der Stormarner vom SV Eichede wieder nach oben

Zufrieden ging Heino Keiper Richtung Kabine. „Das waren zwei ganz wichtige Siege“, sagte der Fußball-Seniorenchef des Oberligisten SV Eichede. Nach dem 3:1 beim VfR Neumünster besiegten die Stormarner mit dem TSV Schilksee den nächsten direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Und die erschreckend schwachen Gäste waren mit dem 4:0 noch sehr gut bedient.

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Skwierczynski bringt neue Impulse

Schon nach kurzer Zeit ist die Handschrift vom Eicheder Interimstrainer Denny Skwierczynski zu erkennen. Unter dem A-Lizenz-Inhaber spielen Kapitän Torge Maltzahn & Co. jetzt mit mehr Zug, Konzentration und Tempo. „Wir haben eine gewisse Spielidee, die wir versuchen, im Training zu erarbeiten. Dass wir mit Zug nach vorne spielen, das passt gut zur Mannschaft“, sagte Skwierczynski, der die junge Elf gemeinsam mit Co-Trainer Malte Buchholz an der Seitenlinie immer wieder anfeuerte.

Interimstrainer als "Besser-Macher"?

Der 45-Jährige scheint einzelne Spieler auch besser zu machen. So blüht etwa Tom Wittig unter ihm förmlich auf. Im Vergleich zu Ex-Trainer Christian Jürss spielt dieser nicht mehr auf der rechten Seite der alten Abwehr-Viererkette, sondern jetzt weiter vorgezogen. „Tom macht einen guten Eindruck. Von der Grundordnung passt diese Position gut zu ihm“, lobte der SVE-Coach. Wittig bestätigte, dass er sich offensiver wohler fühle. „Weil das meine gelernte Position ist“, betonte der 21-Jährige, der mit zwei Toren der Matchwinner war. „Unter Denny ist mehr Feuer drin, was sicher auch der Trainerwechsel mit sich bringt. Das merkt man schon in den ersten beiden Spielen. Wir kämpfen mehr und geben Gas.“

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Wittig sorgt für Tempo

Schon nach vier Minuten hatte Wittig nach einem Einwurf von Maltzahn für den Dosenöffner gesorgt. Beim Torjubel lief er direkt in die Arme des verletzten Stürmers Ugur Dagli (Oberschenkelzerrung). Zudem beackerte Wittig mit Tempo die rechte Mittelfeldseite und sorgte mit mehreren Flanken für Gefahr. Der Sieg der „Bravehearts“ war nie gefährdet. Einzig in der 24. Minute musste Torwart Marcel Gevert eine Volleyabnahme von Yannik Jakubowski nach einer Ecke von Rezan Acer parieren. Mit dem Duo nahmen die Hausherren das Herzstück der Schilkseer aus dem Spiel. „Wir waren von Beginn an gut im Spiel und haben den Gegner nicht zur Entfaltung kommen lassen“, freute sich Skwierczynski. Noch vor der Pause erhöhte Evgenij Bieche (40.) nach Vorlage von Christian Peters auf 2:0.

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Schilksee gut bedient

Das einzige Manko war die schlechte Chancenverwertung gerade im zweiten Durchgang. So hätten Alija (46.), Zaske (53.), Bieche (54.), Peters (64.), Rathjen (79.), Brügmann (83.), Stöver (87.) und Kathmann (89.) die Gäste richtig abschießen können. Dass die Nerven bei ihnen blank liegen, machte eine Aussage von Jakubowski nach 80 Minuten deutlich. „Nimm mich runter, sonst haue ich noch einen um“, rief er gleich zweimal Richtung seines Trainers Benjamin „Benno“ Szodruch, der seinen Schützling auch zwei Minuten später erlöste und auswechselte. Die weiteren Tore vor 215 Zuschauern erzielten erneut Wittig (69., nach Vorlage von Rathjen) und Verteidiger Gerrit Schubring (81.), der flach ins rechte Eck traf.

Trainer sieht Verbesserungsbedarf

Und wie hat es Skwierczynski geschafft, die Truppe so schnell auf Kurs zu bekommen? „Wir haben viele Gespräche geführt und wollen versuchen, die Jungs besser zu machen“, erklärte er. Trotz des klaren Sieges sei aber noch nicht alles Gold gewesen. „Spielerisch klappt noch nicht alles. So müssen wir etwas ruhiger agieren. Und die Laufwege haben wir nicht clever genug ausgespielt. Doch müssen wir ja noch Luft nach oben haben.“ Mit Blick auf die Tabelle (Eichede ist jetzt Neunter) sagte der SVE-Coach: „Es ist weiterhin alles eng. Wir dürfen uns nicht zurücklehnen. Zwei Siege sind noch nicht ausreichend.“ Keiper rechnete indes schon mal hoch. „Zwei Erfolge noch aus den verbleibenden sieben Spielen, dann sollte der Klassenerhalt sicher sein“, meinte er. Notiz am Rande: Verteidiger Hendrik Wurr absolviert von Montag bis Mittwoch ein zweites Probetraining beim Nordost-Regionalligisten ZFC Meuselwitz.

Die Trainer des SV Eichede von 2008 bis heute

Der Beginn einer erfolgreichen SVE-Ära: Mecki Brunner holt nach seinem ersten Jahr beim SV Eichede im Mai 2009 die Verbandsliga-Meisterschaft. Rene Wasken (l.), Marian Draguhn, Lasse Drews,  Markus Venz und Malte Buchholz lassen ihn hochleben. Zur Galerie
Der Beginn einer erfolgreichen SVE-Ära: "Mecki" Brunner holt nach seinem ersten Jahr beim SV Eichede im Mai 2009 die Verbandsliga-Meisterschaft. Rene Wasken (l.), Marian Draguhn, Lasse Drews,  Markus Venz und Malte Buchholz lassen ihn hochleben. ©

SV Eichede: Gevert – Claasen, Schubring, Wurr – Wittig, Zaske, Rathjen, Bieche – Maltzahn (63. Brügmann) – Alija (73. Kathmann), Peters (75. Stöver)

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