20. Juni 2020 / 18:28 Uhr

4:1 auf Schalke! Mit einem Auswärtsrekord springt der VfL nach Europa

4:1 auf Schalke! Mit einem Auswärtsrekord springt der VfL nach Europa

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Freude pur: Der VfL Wolfsburg ist nach dem 4:1 auf Schalke nächste Saison international wieder mit dabei.
Freude pur: Der VfL Wolfsburg ist nach dem 4:1 auf Schalke nächste Saison international wieder mit dabei. © (c) AP-Pool
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Der VfL spielt in der kommenden Saison wieder international - das steht nach dem starken 4:1-Sieg beim FC Schalke fest. Die Frage ist nur noch: Muss der Wolfsburger Fußball-Bundesligist noch in die Quali oder ist er direkt in der Gruppenphase dabei?

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Der VfL spielt nächste Saison wieder in der Europa League! Das steht nach dem starken 4:1-Sieg des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten beim FC Schalke fest. Offen ist nur noch, ob das Team von Trainer Oliver Glasner am letzten Spieltag Tabellenplatz sechs behauptet und damit direkt in der Gruppenphase dabei ist oder als Siebter in die Qualifikation muss.

Das 4:1 in Gelsenkirchen war ein Sieg des Willens und ein extrem bedeutsamer obendrein. Es war der insgesamt neunte Auswärtserfolg für den VfL in dieser Saison - das ist Rekord in der Wolfsburger Bundesliga-Geschichte. Acht Auswärtsdreier in einer Spielzeit waren dem VfL in der ersten Saison unter Felix Magath 2007/08 sowie in der vergangenen Spielzeit unter Bruno Labbadia (jetzt Hertha BSC) gelungen. Jetzt toppten Maximilian Arnold und Co. diese Bestmarke. Und nicht nur das: Seit September 2009 hatte Wolfsburg nicht mehr auf Schalke gewonnen, jetzt gab's in der Veltins-Arena endlich wieder Grund zu jubeln.

<b>Koen Casteels</b>: Kurz vorm Pausenpfiff wurde er gebraucht – und war zur Stelle, als McKennie die Chance zum Ausgleich hatte. Bärenstark nach dem Wechsel bei der dicken Möglichkeit von Caligiuri. Note: 2 Zur Galerie
Koen Casteels: Kurz vorm Pausenpfiff wurde er gebraucht – und war zur Stelle, als McKennie die Chance zum Ausgleich hatte. Bärenstark nach dem Wechsel bei der dicken Möglichkeit von Caligiuri. Note: 2 ©

Es war aber nicht nur ein Sieg für die Geschichtsbücher, dieser Dreier war ungemein wichtig. Europa-Mitkonkurrent 1899 Hoffenheim ist nach dem 4:0-Sieg gegen Union Berlin zwar weiter punktgleich mit dem VfL, doch durch die 1:3-Pleite des SC Freiburg beim bereits als Meister feststehenden FC Bayern hat sich der Tabellenachten aus dem Kampf um die Europa League verabschiedet. Vier Punkte Vorsprung haben Wolfsburg und Hoffenheim nun auf die Breisgauer - beide Klubs spielen sicher nächste Saison international.

"Klar war ein Druck da, das wussten wir auch. Wir machen uns selber etwas Druck, manchmal sogar etwas zu viel. Aber wir spielen immer besser, wenn wir unter Druck stehen. Wir wollten aber auch unbedingt eine Reaktion auf das Gladbach-Spiel zeigen", so Renato Steffen am Sky-Mikrofon, der auf Schalke die ersten beiden VfL-Tore vorbereitet hat. "Für eine Mannschaft ist es immer top, in Europa dabei zu sein. Eine gute Saison zu bestätigen, ist immer schwieriger. Wir sind als Mannschaft gewachsen."

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Doch ganz am Ziel sind die Wolfsburger noch nicht angekommen, sie wollen Platz sechs halten. Dazu müssen sie am letzten Spieltag gegen die Bayern mehr Punkte holen als Hoffenheim in Dortmund. "Europa war klar unser Ziel. Dass wir es heute geschafft haben, ist super", sagte Doppeltorschütze Wout Weghost bei Sky. "Aber das ist noch nicht genug, wir wollen Platz sechs erreichen, damit wir direkt in die Gruppenphase kommen. Dafür haben wir gute Möglichkeiten. Sollte es uns gelingen, haben wir das Maximum rausgeholt. Darauf kann ich und jeder aus der Mannschaft sehr stolz sein."

Den Moment genießen und am Samstag zum Abschluss noch mal alles in die Waagschale sein - das muss der Ansatz für den VfL sein. "Wir haben nächste Woche noch ein hartes Stück Arbeit vor uns", weiß Steffen, aber: "Wir können mit einem sehr guten Gefühl ins Spiel gehen. Jetzt können die Bayern kommen."