19. Februar 2019 / 23:08 Uhr

4:2 beim Oldenburger SV - Strand-Boss Frank Salomon wettert nach "Skandalspiel"

4:2 beim Oldenburger SV - Strand-Boss Frank Salomon wettert nach "Skandalspiel"

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Rico Bork (hier noch im Trikot von Eintracht Norderstedt) musste nach einem harten Foulspiel schon nach acht Minuten duschen gehen
Rico Bork (hier noch im Trikot von Eintracht Norderstedt) musste nach einem harten Foulspiel schon nach acht Minuten duschen gehen © Agentur 54°
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Eine rote Karte, eine schwere Verletzung, viel Unruhe im Spiel und sechs Tore

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NTSV-Teamchef Frank Salomon: "So machen Testspiele keinen Spaß!"

Hoch her ging es am Dienstabend im Kreisduell der Spitzenreiter Oldenburger SV (Landesliga Holstein) und NTSV Strand 08 (Flens-Oberliga). Die Zuschauer am Schauenburger Platz sahen sechs Tore, eine Rote Karte, eine Spielunterbrechung und aufgebrachte Spieler. Dass die „Strandpiraten“ am Ende mit 2:4 (0:2) gewannen, war laut NTSV-Teamchef Frank Salomon „schnuppe: So machen Testspiele jedenfalls keinen Spaß“, sagte er.

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Schnelle Führung für Oberligist Strand 08 durch Dominik Wüst, Rote Karte für Oldenburger Rico Bork

Die Gäste gingen gleich in der ersten Minute durch den schnellen Stürmer Dominik Wüst in Führung. Nur wenige Minuten später war die Partie für den Neuzugang nach einem Foulspiel von Oldenburgs Rückkehrer Rico Bork beendet, der dafür die Rote Karte von Schiedsrichter Florian Reck sah. „Dominik ist zuletzt immer besser in Schwung gekommen und ist ein wichtiger Mann für uns im Hinblick auf die bevorstehende Rückrunde. Wenn das ein absichtliches Foulspiel war, dann können wir solche Testspiele vergessen“, echauffierte sich Salomon und ergänzte: „Bork hat noch gelacht, dass er die Rote Karte gesehen hat.“

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Dominik Wüst mit schwerer Knöchelverletzung ins Krankenhaus

Wüst wurde anschließend mit einer schweren Knöchelverletzung ins Krankenhaus geliefert. „Er kann nicht auftreten. Die Oldenburger sind völlig durchgedreht und machen fast ein Skandalspiel daraus“, wetterte Salomon. Die Partie musste im ersten Durchgang sogar für einige Minuten unterbrochen werden. Die OSV-Spieler seien Schiedsrichter Florian Reck verbal angegangen, meinte Salomon. Kevin Wölk verließ indes nach einer halben Stunde wutentbrannt den Platz und ging in die Kabine. „Wölk hatte zuvor seine Mannschaft aufgefordert, den Platz zu verlassen. Er hat dann sein Trikot vom Leib gerissen und mit der Faust gegen die Eingangstür zum Kabinentrackt geschlagen“, schilderte Salomon weiter. Anschließend habe er mit der Faust eine Scheibe eingeschlagen und sich dabei verletzt.

Viel Unruhe im Ostholsteiner Kreisduell

Sein Gegenüber Andreas Brunner bestätigte diese Szene („Ein kleines Fenster ist kaputt gegangen“) und sowie die zuvor hitzigen Diskussionen seiner Spieler auf dem Platz nach der frühen Roten Karte für Bork. „Ja, das war ein Foulspiel. Rico kommt zu spät, während Wüst den Ball spielt. Meiner Meinung war das jedoch ein Allerweltsfoul, da muss man nicht nach wenigen Minuten die Rote Karte zücken. „Gelb“ hätte auch gereicht. Rico hat ihn schließlich nicht mit Wucht umgehauen“, sagte der OSV-Coach, „für den Strander Spieler tut es mir leid. Er hat einen guten Eindruck gemacht. Ansonsten war der Platzverweis der Todesstoß für unser Spiel.“ Dass Kevin Wölk den Platz verließ, dazu meinte Brunner: „Er ist auch vom Platz gegangen, weil er nach den ganzen Diskussionen offenbar vom Schiedsrichter im Gesicht berührt wurde, als sich dieser gerade umgedreht hat.“ Der Unparteiische Reck habe sich daraufhin entschuldigt.

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Oldenburger SV kann 2-Tore-Rückstand zur Pause nicht mehr aufholen

Zurück zum Sportlichen: Für Wüst wurden Sergen Tarim eingewechselt. Dem reaktivierten Timmendorfer Mittelfeldspieler (20.) gelang die 2:0-Pausenführung. Kurz nach der Pause konnte der Oldenburger Pascale Janner (51.) per Kopfball verkürzen. Doch die Gäste antworteten durch Neuzugang Kyrylo Matvieiev (55.). Danach ging es weiter ging und her. Erst gelang Jesper Görtz (61.) das 2:3, ehe der Strander Marcel-Sven Meier (64.) den alten Abstand wieder herstellte. Dabei blieb es. „Im zweiten Durchgang war die Luft und die Lust raus. Dadurch ging der Spielfluss verloren“, resümierte Salomon und war laut eigener Aussage reichlich bedient.

Oldenburger SV-Trainer Andreas Brunner: "Wenn Rico Bork jetzt gesperrt werden sollte, dann ist das so!"

Das Fazit von Brunner lautete: „Ich bin zufrieden, wie wir uns nach der Pause in Unterzahl verkauft haben. Wir müssen das 3:4 machen. Unterm Strich war das eine gute Laufeinheit. Wenn Rico jetzt gesperrt werden sollte, dann ist das so.“ Die Oldenburger traten ohne den erkrankten Torjäger Daniel Junge an.

So spielte der Oldenburger SV:

Höfs (46. Prokoph) – Böhme, Schröder (46. Freund), B. Wölk (46. Severin), Irmler – Brauer (60. Petersen), K. Wölk (30. L. Brunner), Janner (80. Brauer), Bork – Klüver (60. Görtz) – Kränzke (46. Kaps).

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Klassen – Ulukhanov, Steinwarth, Owusu – Fischer (46. Kalbau), Blazheski, Hoeling, Smirnov – Meier, Mat – Wüst (8. Tarim, 60. Bilgen).