28. September 2020 / 22:23 Uhr

4:3! Hamburger SV siegt im Spektakel gegen Paderborn - Terodde stellt Zweitliga-Rekord auf

4:3! Hamburger SV siegt im Spektakel gegen Paderborn - Terodde stellt Zweitliga-Rekord auf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Die Spieler des HSV bejubeln und beglückwünschen ihren neuen und den erfolgreichsten Torjäger in der Geschichte der 2. Liga Simon Terodde (Mitte).
Die Spieler des HSV bejubeln und beglückwünschen ihren neuen und den erfolgreichsten Torjäger in der Geschichte der 2. Liga Simon Terodde (Mitte). © imago images/Nordphoto
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Der Hamburger SV hat ein hochklassiges Montagabendspiel in der 2. Bundesliga beim SC Paderborn mit 4:3 gewonnen. Dabei stellte Simon Terodde einen neuen Rekord auf.

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Welch ein Spektakel! Der Hamburger SV hat in einem furiosen Spiel beim SC Paderborn mit 4:3 gewonnen. Manuel Wintzheimer (14.), Simon Terodde (24., 57.) und Aaron Hunt (82./FE) trafen für den HSV, während Dennis Srbeny (34./FE) und Chris Führich (36., 38.) für den SCP die Tore schossen. Die 300 Zuschauer in der Benteler-Arena sahen ein spektakuläres Spiel mit sieben Toren, zwei Elfmetern - und einem neuen Rekordtorschützen in der eingleisigen 2. Liga.

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Vor allem die erste Halbzeit hatte viel zu bieten. Nach 14 Minuten ging der HSV durch Stürmer Wintzheimer in Führung. Mittelfeldabräumer Klaus Gjasula, der letzte Saison noch für den SCP spielte, bediente Außenstürmer Kaled Narey. Über Jeremy Dudziak gelangte der Ball dann zu Wintzheimer, der aus der zweiten Reihe zur Führung traf. Und der HSV blieb dran - erhöhte in der 24. Minute durch Neuzugang Terodde auf 2:0. Dabei behilflich war allerdings Chaos im Strafraum der Paderborner. Wintzheimer dribbelte in den Strafraum und flankte ins Zentrum. Innenverteidiger Sebastian Schonlau und Mittelfeldmann Chima Okoroji bekamen den Ball nicht aus dem Fünfmeterraum und so kam Terodde an die Kugel, und köpfte aus vier Metern ein.

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Danach wurde es verrückt: Innerhalb von vier Minuten drehte der SC Paderborn den 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung. Führich stand nach einem Zuspiel von Schonlau im Strafraum frei, HSV-Verteidiger Tim Leibold kam zu spät und Schiedsrichter Guido Winkmann entschied sofort auf Elfmeter. Dennis Srbeny verwandelte diesen locker. Nur zwei Minuten später war es Führich selbst, der traf. Vorausgegangen war dem ein kapitaler Fehler von Gjasula, der Srbeny den Ball in die Füße spielte, der dann wiederum auf Führich ablegte. Dieser versenkte das Zuspiel im HSV-Kasten (36.). Nur zwei Minuten später drehte Führich die Partie komplett. Ein erneuter Ballverlust von Gjasula war der Ausgangspunkt eines Paderborner Konters. Dieses Mal nahm Julian Justvan dem Ex- Paderborner den Ball ab und spielte weiter auf Führich. Der zog von der Strafraumkante ab und traf zur Führung (38.).

Doch der HSV steckte nicht auf: In der 43. Minute landete der Ball nach einer Flanke bei Narey, doch dessen Schuss wurde gerade noch so abgefälscht. Paderborn nahm die Führung aber mit in die Halbzeitpause. Die zweite Halbzeit begann etwas ruhiger, als die erste endete - bis der HSV in der 57. Minute den erneuten Ausgleich erzielte. Nach einem guten Pass von Gjasula auf Dudziak kam der HSV-Angriff ins Rollen. Wintzheimer ließ im Strafraum Verteidiger Frederic Ananou aussteigen und sah den freistehenden Terodde. Sein verunglückter Abschluss landete dennoch im Tor zum 3:3 (57.). Mit diesem Treffer ist Terodde nun der erfolgreichste Torschütze der eingleisigen 2. Liga. Der ehemalige Kölner hat nun 122 Tore erzielt.

Kuriose Szene um Thioune - Hunt trifft per Elfmeter

Doch damit war noch lange nicht Schluss - und das Spiel bot eine kuriose Szene. In der 68. Minute spielte Paderborns Marcel Correia den Ball plötzlich ins Aus in Richtung HSV-Trainer Daniel Thioune, der im schwarzen Pullover an der Seitenlinie stand. Correia hielt ihn wohl für einen Mitspieler. Danach musste sich Thioune eine graue Jacke überziehen - und sah in der 80. Minute, wie Wintzheimer im Strafraum der Paderborner zu Fall kommt, nachdem ihn Sebastian Vasiliadis an der Wade traf. Zwei Minuten wurde die Szene per Videobeweis kontrolliert, ehe die Entscheidung Winkmanns bestätigt wurde. Aaron Hunt trat an und versenkte zum 4:3 für den HSV. Partie erneut gedreht - und den Siegtreffer erzielt.