24. September 2018 / 18:36 Uhr

4:3 - Krimi! Die SG Kirchwehren schlägt die Reserve des Koldinger SV knapp.

4:3 - Krimi! Die SG Kirchwehren schlägt die Reserve des Koldinger SV knapp.

Felix Crull
SPORTBUZZER-Nutzer
Der Jubel kennt keine Grenzen - N.Albert trifft zum 4:2! USER-BEITRAG
Der Jubel kennt keine Grenzen - N.Albert trifft zum 4:2! © Daniel Heisterberg
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0:2 Rückstand - 60 Meter-Tor von Wöller - Dreierpack von N.Albert - Elfmeterheld Gürgens. Das war spannend!

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Was war das für ein Spitzenspiel am gestrigen Sonntag? Also ich persönlich habe mindestens fünf Jahre meines Lebens verloren, so aufregend war die Begegnung zwischen der SG und der Zweitvertretung, die eigentlich nur eine Halbe war (dazu gleich mehr), des Koldinger SV. 
Dass die SG einen Lauf hat, hat sich wohl auch bis nach Koldingen rumgesprochen, denn die Gäste reisten mit ordentlich Verstärkung aus ihrer Bezirksligamannschaft an - fünf Akteure wurden vom Gast selbst bestätigt, am Spielfeldrand war sogar von sieben Spielern aus der 1.Herren die Rede. 
Das Spiel begann dementsprechend mit Vorteilen für die Gäste. Sie kamen besser rein und verpassten direkt in der 2.Spielminute die Führung nur knapp, denn die Latte konnte schlimmeres verhindern. In der 9.Spielminute konnte das Aluminium dann nicht mehr retten, denn der Schuss von Shahamat traf ins Schwarze. Neun Minuten später erhöhte Shahamat mit einem Lupfer über Gürgens sogar zum 0:2 - davor stand er aber gute zwei Meter im Abseits. Da die Gäste auch nicht nachließen, drohte eine herbe Niederlage für die SG, aber wie schon am vergangenen Wochenende beim TSV Pattensen gab sich die Elf von Mandke nicht geschlagen. Die Wende leitete der erfahrene Innenverteidiger Wöller mit einem Freistoßtor aus 60 Metern ein. Gäste-Keeper Döring wurde bei dem Aufsetzer von S.Albert noch erheblich irritiert und war in der Folge machtlos. Plötzlich war die SG wieder da und wurde nun auch deutlich aktiver. Kösker und die Albert Zwillinge scheiterten mit weiteren Torchancen. Kurz vor der Pause, als zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt, setzte sich S.Albert auf der linken Außenbahn gut durch und legte schließlich auf seinen Bruder quer, welcher ins leere Tor einschieben konnte. Mit 2:2 ging es in die Kabinen. 
In der zweiten Halbzeit wurde es dann so richtig spannend. Denn bereits wenige Minuten nach Wiederanpfiff brachte N.Albert die Schweineweide zum "beben", als innerhalb von zwei Minuten einen Doppelpack schnürte (48./49.). Die SG führte mit 4:2 und spielte nun konzentriert und versuchte die drei Punkte über die Ziellinie zu bringen. Dies gelang auch über weite Strecken sehr gut, bis zur 70.Spielminute. Nach einem harmlosen Zweikampf im Kirchwehrener Strafraum zeigte der Unparteiische auf den Punkt und es gab Elfmeter. Die Zuschauer waren außer sich und wären am liebsten auf den Platz gestürmt, da ein gleichwertiges "Foulspiel" an Kösker auf der anderen Seite nicht geahndet wurde, doch die Entscheidung stand. Zalustowski verwandelte souverän und verkürzte auf 4:3. Noch war die SG in Führung und der Abpfiff rückte immer näher. In der 81.Spielminute herrschte nach einem Pfiff absolute Stille. Der Schiedsrichter zeigte wieder auf den Punkt - dieses Mal zurecht. Als Zalustowski zum zweiten Mal anlief drückten alle, die es mit der SG hielten, die Daumen, dass Gürgens seinen Fehler (Foulspiel zum Strafstoß) wieder ausbügelt. Und tatsächlich, Gürgens parierte den Elfmeter bärenstark und hielt somit die Führung fest. Danach war es ein reiner Kampf. Beide Mannschaften rieben sich noch einmal komplett auf und gingen bis an ihre Grenzen, teilweise sogar darüber hinaus. N.Albert hatte in beiden Beinen solche Krämpfe, dass er nur noch über Platz humpeln konnte und Wöller zog sich in einem Zweikampf sogar eine Platzwunde zu. Nach 96 Minuten hatte sich der Aufwand dann aber gelohnt, denn der Unparteiische pfiff die Begegnung ab und der Sieger hieß wieder einmal SG Kirchwehren.

Es spielten: Gürgens - Hildebrand, Wöller, Haubrich, Bodensiek (46.Brinkmann) - S.Albert, Gutberlet (65.Merkel), Heisterberg, N.Albert - Kösker, Habich (68.Lipp)

Torfolge:
0:1 Shahamat (KSV / 9.Spielminute)
0:2 Shahamat (KSV / 18.Spielminute)
1:2 Wöller (31.Spielminute)
2:2 N.Albert (S.Albert / 41.Spielminute)
3:2 N.Albert (Habich / 48.Spielminute)
4:2 N.Albert (Habich / 50.Spielminute)

Gelbe Karten:
Kösker (37.), Hildebrand (62.), Lipp (91.)

Besondere Vorkommnisse:
Gürgens hält einen Elfmeter (81.)

Durch diesen Sieg setzt sich die SG noch weiter von den Verfolgern ab, da diese "gepatzt" haben. Mit 21 Punkten aus sieben Spielen hat man nun sechs Punkte Vorsprung auf den zweiten Tabellenplatz. Als Aufsteiger bleibt man aber nichts desto trotz realistisch und sieht diese Punkte als Polster gegen den direkten Wiederabstieg. Am kommenden Wochenende ist man zu Gast beim FC Rethen.

Forza SGK! 

 

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