27. September 2019 / 21:36 Uhr

4:3! Lok Leipzig ringt Wacker Nordhausen nieder

4:3! Lok Leipzig ringt Wacker Nordhausen nieder

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Leipzig, 27.09.2019, Bruno-Plache-Stadion, Fußball, Herren, Regionalliga Nordost, 10. Spieltag , 
1. FC Lokomotive Leipzig - FSV Wacker Nordhausen ,   
Im Bild: Tor für Lok, Leipziger Spieler um Aykut Soyak (11,Lok) jubeln nach dem Treffer zum 2:1 , 
Foto: PICTURE POINT / Gabor Krieg , 
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Jubel beim 1. FC Lok Leipzig: Die Probstheidaer gewannen das turbulente und mitreißende Spitzenspiel der Regionalliga Nordost gegen den FSV Wacker Nordhausen mit 4:3. © Picture Point
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Das Team von Trainer Björn Joppe lieferte gegen den Staffelfavoriten aus Thüringen eine mitreißende Partie und ist für das Derby am kommenden Wochenende gegen die BSG Chemie gut gerüstet. 

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Leipzig. „Vielleicht wäre eine Niederlage mal ganz gut, damit die Köpfe wieder frei werden", hatte Björn Joppe nach dem torlosen Unentschieden seiner Mannschaft gegen den BFC Dynamo Berlin noch eine gewagte und sicherlich nicht ganz ernst gemeinte These in den Raum geworfen. Nach dem 4:3-Sieg seines 1. FC Lok Leipzig am Freitagabend im Spitzenspiel gegen Ex-Trainer Heiko Scholz und Wacker Nordhausen ist die Erleichterung bei dem 40-jährigen Lok-Trainer, seiner Elf und den Probstheidaer Fans riesig.

JETZT Durchklicken: Die Bilder vom 4:3-Heimsieg des 1. FC Lok!

1. FC Lokomotive Leipzig - FSV Wacker Nordhausen (4:3) Zur Galerie
1. FC Lokomotive Leipzig - FSV Wacker Nordhausen (4:3) ©
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Denn die Lok-Spieler zeigten gut eine Woche vor dem Derby bei Chemie: Wir können noch gewinnen! Blau-Gelb überflügelte Wacker und grüßt vorübergehend sogar wieder von der Tabellenspitze.

Lok Leipzigs Matthias Steinborn eröffnet den Torreigen

Vor den Augen von Chemie-Coach Miroslav Jagatic und dessen Co. Christian Sobottka traf nach starker ersten Viertelstunde Matthias Steinborn in der 18. Minute durch ein kurioses Hinfall-Seitfallzieher-Lupfer-Gemisch unhaltbar zur Führung der Hausherren. Der schnelle Stürmer, der das Spiel der Probstheidaer immer wieder kreativ belebt, bejubelte seinen zweiten Saisontreffer genau wie die Lok-Trainerbank ausgelassen.

Die Leipziger blieben die bessere Mannschaft, wussten durch die von Joppe geforderte „Mentalität und Moral“ die 3540 Zuschaer mitzureißen und zu überzeugen. Doch die intensiven Anfangsminuten kosteten Körner und nach 38 Minuten ging ein leises, wehmütiges Raunen durch das Bruno-Plache-Stadion, als Nils Pichinot einen Eckball mit seinem Hinterkopf ins Tor von Lok-Keeper Lukas Wenzel zum 1:1 traf – es war sein achtes Tor in dieser Saison.

Beide Teams liefern sich packendes Duell

Die zweiten 45 Minuten begannen mit zwei sehr sehenswerten Treffern: zunächst ist es Loks Topscorer Aykut Soyak, der an der halblinken Strafraumgrenze einen präzisen Flachschuss in die lange Ecke versenkte (48.), nach zehn Minuten glich Stepan Kores durch feinen Schlenzer zum 2:2 aus. Danach war der Fußball beider Teams viele Minuten geprägt von langen Bällen und Unterbrechungen, bis in der 73. Minute Wackers Maurice Plunkte den Ball zur Lok-Führung ins eigene Tor bugsierte. Das Spiel wog hin und her, auch Björn Joppe lief an der Seite auf und ab – eine nervenaufreibende Spitzenspiel-Schlussphase begann.

Neun Minuten später jubelten wieder die Leipziger, als Patrick Wolf nach Tohuwabohu im Strafraum zum 4:2 einnickte. War das die Tabellenführung? Noch nicht ganz. Wolfs Papa Wolfgang, Sportdirektor von Lok, versenkte seinen Kopf nur drei Minuten später unter seiner schwarzen Kappe: Anschlusstreffer durch Florian Beil. Doch das Tor war das letzte an diesem mitreißenden Abend. Lok siegte 4:3 und ist für mindestens eine Nacht Tabellenführer.

Wacker-Trainer Heiko Scholz: "Wer heute nicht da war, hat was verpasst. Es war sehr rassiges Spiel mit einem absolut verdienten Sieger. Wenn wir nach 20 Minuten 3:0 hinten liegen, können wir uns nicht beschweren. Von der Mentalität und Zweikampfstärke her waren die Leipziger heute überlegen. Trotzdem ein Lob an meine Mannschaft, dass sie nie aufgegeben hat."

Lok-Teamchef Björn Joppe: "Es war ein Wahnsinnsspiel, beste Werbung für die Regionalliga Nordost. Wir haben heute verdient gewonnen. Nordhausen war aber sehr effektiv. Wir haben die Woche viel geredet, dass wir den Kopf frei kriegen müssen, dass wir offensiv spielen wollen. Und dann nach zwei Nackenschlägen trotzdem immer wieder zu kommen, da muss ich meinen Jungs wieder mal ein Riesenkompliment machen."

Lok: Wenzel - Berger, Schulze, Zickert, Urban, Wolf - Soyak (70. Mvibudulu), Schinke (77. Panier), Salewski - Steinborn, Ziane

Tore: 1:0 Steinborn (18.), 1:1 Pichinot(38.), 2:1 Soyak (48.), 2:2 Kores (55.), 3:2 Pluntke (73./ET), 4:2 Wolf (82.), 4:3 Beil (85.)

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