30. März 2021 / 19:00 Uhr

"4000 bis 5000 Euro": Nordsachsens Clubs fordern mehr Geld für Pokalverzicht

"4000 bis 5000 Euro": Nordsachsens Clubs fordern mehr Geld für Pokalverzicht

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Jürgen Weber (l.) Vizepräsident vom Radefelder SV und Thomas Rudolph Vorstandsvorsitzender vom Krostitzer SV.
Der Radefelder Vizepräsident Jürgen Weber (l.) und Thomas Rudolph vom FSV Krositz fordern eine faire Abfindung für den freiwilligen Ausstieg beim Sachsenpokal. © Verein/Alexander Prautzsch
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Die Abwicklung des Fußball-Landespokals wird zum Aufreger-Thema. Eine Arbeitsgruppe soll nun eine sportliche Lösung finden. Die Amateurvereine sollen freiwillig aus dem Wettkampf aussteigen und dafür finanziell entschädigt werden.

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Nordsachsen. Die Hängepartie im Fußball-Landespokal dauert an. Eine Videokonferenz mit allen verbliebenen Mannschaften am Montagabend brachte keine Ergebnisse, stattdessen wurde eine Arbeitsgruppe gebildet. Die soll eine für alle gangbare Lösung erarbeiten. Es geht ums Geld.

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Die Forderung der Amateurvereine formuliert Thomas Rudolph vom FSV Krostitz. „Wir wollen eine faire Verteilung der Gelder. Die Entschädigung muss höher sein als die Viertelfinalprämie. Wir würden schließlich den Profis Prämien schenken.“ Genaue Zahlen nennt er nicht, die bietet dafür Jürgen Weber. „Wir werden uns nicht abspeisen lassen. 4000 bis 5000 Euro pro Mannschaft müssen rauskommen“, sagt der Vizepräsident des Radefelder SV. Andernfalls „überlegen wir uns weitere Schritte.“

Der Plan sieht vor, dass die Amateur-Teams freiwillig auf den weiteren Wettbewerb verzichten. „Wir wollen am liebsten eine sportliche Lösung, die uns aber die Politik wegen der unsicheren Corona-Situation verwehrt. Auch wenn wir wissen, dass wir realistisch betrachtet keine Chance auf den Pokalsieg haben, wünschen wir uns Solidarität untereinander. In diesem Fall müssen die Großen den Kleinen etwas abgeben“, sagt Thomas Rudolph und ergänzt: „Der Sinn der Task-Force ist mir schleierhaft. Die Interessen bleiben die selben.“