12. Februar 2020 / 17:20 Uhr

42 Kilometer Fitness und Nachhaltigkeit - Weniger Müll bei der 44. Auflage des Leipzig Marathons

42 Kilometer Fitness und Nachhaltigkeit - Weniger Müll bei der 44. Auflage des Leipzig Marathons

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
43. Stadtwerke Leipzig Marathon . Läufer vom Marathon vor dem neuen Rathaus auf dem Martin-Luther-Ring in Leipzig.
43. Stadtwerke Leipzig Marathon . Läufer vom Marathon vor dem neuen Rathaus auf dem Martin-Luther-Ring in Leipzig. © Andre Kempner
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Große Laufveranstaltungen wie der Leipzig Marathon produzieren viel Müll. Tüten, Becher, Flyer und Werbeartikel – jede Menge Plastik und Einwegprodukte. Die Organisatoren des 44. Marathons in der Messestadt haben dieser Ressourcenverschwendung nun den Kampf angesagt und wollen am 26. April deutlich nachhaltiger und umweltverträglicher agieren.

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Leipzig. „Als Dachorganisation des Leipziger Sports sehen wir uns in einer Vorbildrolle für unsere Mitgliedsvereine und wollen mit gutem Beispiel voran gehen. Außerdem sollen unsere Aktivitäten die Akzeptanz für die Großveranstaltung in der Bevölkerung weiter erhöhen. Und nicht zuletzt tun wir das aus innerer Überzeugung“, so Michael Mamzed, Geschäftsführer des Stadtsportbundes Leipzig.

Vor allem die Müllvermeidung soll zu einem zentralen Thema werden. Die bisher verwendeten Plastikbeutel für die Startunterlagen gehören der Vergangenheit an und werden mit Briefumschlägen aus Papier ersetzt. Werbeflyer und Produktproben erhält nicht mehr jeder Starter, sondern werden separat ausgelegt, so dass jeder Teilnehmer selbst entscheiden kann, diese mitzunehmen. Beim Zuschauercatering im Start- und Zielbereich wird jetzt auf recycelbare Einwegbecher aus Maisstärke gesetzt, die zusätzlich mit einem Pfand belegt werden. Das alkoholfreie Bier für die Nachverpflegung der Läufer soll zukünftig nur noch in Mehrwegflaschen angeboten werden.

Keine grüne Lösung bei Streckenversorgung

Ein weiteres Plus: Bei den Führungs- und Begleitfahrzeugen wird nun auf E-Mobilität gesetzt. Außerdem sollen Teilnehmer-Shirts und Medaillen in der Region hergestellt werden und Werbebanner wiederverwertbar sein. Durch die Kooperation mit lokalen Partnern sollen die Lieferwege verringert werden.

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Organisationsleiter Mamzed verrät: „Nachhaltigkeit bedeutet für uns mehr als Müllvermeidung oder Luftreinhaltung. Wenn Sport bewusst und zielgerichtet betrieben wird, hält oder macht er gesund und beugt unter anderem Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht vor.“

Noch keine grüne Lösung gibt es allerdings bei der Streckenversorgung der Läufer. Hier werden weiterhin Plastikbecher verteilt. „Wir stehen mit anderen Marathonveranstaltern im regelmäßigen Kontakt und tauschen uns über Möglichkeiten aus, auch hierfür eine praktikable Lösung zu finden“, so der sportliche Leiter des Leipzig Marathons Peter Schütze.