02. November 2020 / 11:05 Uhr

5:0! Borna nach Sieg über Sermuth in Feierlaune

5:0! Borna nach Sieg über Sermuth in Feierlaune

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zweikampf im Spiel zwischen dem Bornaer SV und Eintracht Sermuth.
Die Bornaer sind gegen Eintracht Sermuth klar überlegen. © hanni
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Der Bornaer SV schickt Eintracht Sermuth dank eines doppelten Doppelpacks mit 5:0 nach Hause. In der Nachspielzeit kommt es noch mal zu einer Rudelbildung nach einem unnötigen Foul durch Niklas Scholz. Durch den Sieg klettern die Bornaer in der Tabelle auf Platz zehn.

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Borna. Der BSV klettert auf Platz zehn, musste aber wieder eine Rote Karte hinnehmen, die völlig berechtigt, aber dennoch vollkommen unnötig war. Borna versuchte von Beginn an dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken und machte sofort Druck. Nico Winkler brach auf der rechten Seite durch, legte präzise auf Johannes Heisig zurück, dessen Kopfball strich knapp am Tor vorbei. Kurz darauf trat Jens Wagner aus zentraler Position einen Freistoß aus gut 25 Metern, doch der Eintracht Torwart war auf dem Posten.

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Sermuth tauchte in der 20. Minute erstmals vor dem BSV-Kasten auf, aber der Schuss von Philipp Lindeke wurde sichere Beute von Max Welz. Borna blieb dran, kam immer wieder zu gefährlichen Situationen. Der mehr als fälligen Führung in der 25. Minute ging ein präziser Chipball von Rodger Baetge auf Winkler voraus, der drang wieder bis auf die Grundlinie durch, legte zurück auf den mitlaufenden Tom Haase und dieser schob überlegt zum 1:0 ins Tor. Kurz darauf hätte Heisig bereits erhöhen können, doch ihm fehlte frei vorm Tor die Cleverness.

DURCHKLICKEN: Bornaer SV gegen Sermuth im Rudolf-Harbig-Stadion

Mit 5:0 gewinnt der Bornaer SV gegen Eintracht Sermuth. Die Partie gestaltet sich vor allem in der Schlussphase turbulent. Zur Galerie
Mit 5:0 gewinnt der Bornaer SV gegen Eintracht Sermuth. Die Partie gestaltet sich vor allem in der Schlussphase turbulent. © hanni

In der 41. Minute gab es fast eine Kopie des 1:0. Wieder setzte sich Winkler durch, seine Eingabe von der Grundlinie fand Heisig, der den besser postierten Haase bediente. Doch sein Versuch strich knapp am Tor vorbei. Fast mit dem Pausenpfiff bekam der BSV eine weitere aussichtsreiche Freistoßgelegenheit aus halblinker Position. Haase trat an und bediente Heisig, dessen fulminanter Schuss schlug unhaltbar im langen Eck ein.

Wagner verwandelt Strafstoß zum 3:0

Nach dem Wechsel schien sich der BSV aber etwas zu sicher sein, Sermuth ging aggressiv in die Zweikämpfe, störte früh und provozierte Fehler bei den Einheimischen. In der 50. Minute hatte Borna dann Glück, als nach einem Freistoß Nico Hannover frei im Fünfmeterraum an den Ball kam, doch sein Versuch mit der Hacke knapp am Tor vorbei strich.

Es dauerte etwas, bis sich Borna wieder fing. Immer wieder versuchte Rudolph Ordnung in die BSV-Reihen zu bringen. In der 57 Minute bediente er mustergültig Marik Mäder, der energisch in den Strafraum eindrang und dort nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Jens Wagner sicher zum 3:0.

Borna dominierte nun nach Belieben. Nach 67 Minuten steckte wieder Rudolph genial auf Majd Almoussa durch, der wiederum den mitgelaufenen Heisig bediente, der sicher zum 4:0 vollendete. In der Folge hätten Almoussa, Phillip Weber und auch Haase das Ergebnis noch höher schrauben können, doch zum Glück für die Gäste hatte wenigstens Christoph Heinitz im Tor einen halbwegs passablen Tag und entschärfte die Möglichkeiten.

Gefoulte sollten Elfmeter nicht schießen

Chancen der Gäste waren in der zweiten Halbzeit einfach nicht vorhanden, einzig der ehemalige Bornaer Max Salomon rannte um jeden Ball, doch mangels Unterstützung seiner Mitspieler war dies meist umsonst.

Nach einem Foul an Almoussa im Strafraum entschied Schiedsrichter Stiller wieder auf Elfmeter. Normalerweise sollte der Gefoulte ja bekanntlich nicht antreten und diesmal bestätigte sich die Weisheit auch, denn Almoussa traf nur den Pfosten- Aber Haase setzte am schnellsten nach und erhöhte auf 5:0.

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Das Spiel war längst entschieden, da folgte in der 4. Minute der Nachspielzeit eine Szene, die noch lange nach Spielschluss für Diskussionen sorgte.

Eddie Vorwerk wurde an der Außenlinie von Niklas Scholz völlig unmotiviert umgesenst , was eine Rudelbildung zur Folge hatte, in der sich Routinier Rudolph hinreißen ließ, den Foulenden mit beiden Händen gegen die Brust zu stoßen. Dieser fiel zwar mehr als theatralisch zu Boden, dennoch waren die Roten Karten gegen Beide völlig korrekt und jene aus BSV-Sicht vollkommen überflüssig.

Bornaer SV: Welz, Vorwerk, Heißig, Wagner, Rudolph, Haase, Wangermann (63. Almoussa), M. Mäder, Baetge, Winkler (69. Weber), Müller (86. Günther).

rpo