29. August 2020 / 10:25 Uhr

5:0 gegen Stollberg! SV Panitzsch/Borsdorf sorgt für erste Pokal-Überraschung

5:0 gegen Stollberg! SV Panitzsch/Borsdorf sorgt für erste Pokal-Überraschung

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
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Überraschung in der ersten Runde des Sachsenpokals: Der SV Panitzsch/Borsdorf gewinnt die Partie gegen den Landesklassisten des FC Stollberg deutlich mit 5:0. © Christian Modla
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Der Stadtligist Panitzsch/Borsdorf fertigt das Landesklasse-Team des FC Stollberg mit 5:0 ab und sorgt so gleich in Runde eins für eine Überraschung im Sachsenpokal. Der ESV Delitzsch setzte sich gegen die SG LVB durch, während sich Sachsenligist SG Taucha schwer tat. Auch der Radefelder SV zog in die nächste Runde ein: 3:2 hieß es gegen den Bornaer SV. Am Sonntag kam der SSV Markranstädt gegen Oelsnitz mit 1:5 unter die Räder und die Kickers Markkleeberg retteten sich in letzter Sekunde mit 3:2 gegen Klaffenbach.

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Panitzsch. Die erste Überraschung der ersten Sachsenpokalrunde ist perfekt: Am Freitagabend bezwang Fußball-Stadtligist SV Panitzsch/Borsdorf den Landesklasse-Vertreter (Staffel West) und ehemaligen Sachsenligisten FC Stollberg hoch mit 5:0 (2:0).

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Stadtligist SV Panitzsch/Borsdorf gewinnt im Landespokal gegen den FC Stollberg aus der Landesklasse West deutlich mit 5:0. Zur Galerie
Stadtligist SV Panitzsch/Borsdorf gewinnt im Landespokal gegen den FC Stollberg aus der Landesklasse West deutlich mit 5:0. ©

„Stollberg kam mit unserer Spielweise gar nicht zurecht, obwohl man gesehen hat, dass das eigentlich eine spielerische gute Mannschaft ist“, urteilte SVP-Trainer Thomas Wedemann, und sagte ohne Sarkasmus: „Die Gäste waren sehr nett, aber wir haben sie gleich scharf attackiert.“ Der Coach war natürlich von der Leistung seiner Elf ebenso angetan wie die 250 Zuschauer dieser Flutlichtpartie. Die Gastgeber hatten extra eine mobile Lichtanlage gemietet, um ihren ersten Auftritt auf Landesebene in schöner Atmosphäre genießen zu können.

Toni Kirsten mit goldenem Tor

Besonders heiß war der 36-jährige Stürmer-Routinier Torsten Schönfeld, der sich gleich dreimal in die Torschützenliste eintrug (4., 40. und 74. Minute). „Er war unfassbar heiß“, lobte ihn Wedemann. Besonders schön herausgespielt war das 2:0, das Daniel Schneider, Florian Hertwig und Robin-Vinzenz-Meyer astrein für Schönfeld vorbereitete. Die beiden Tore zum zwischenzeitlichen 3:0 und 4:0 (54., 58.) erzielte Meyer selbst.

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Weit schwerer tat sich am Sonnabend die SG Taucha. Der Sachsenligist quälte sich beim Landesklasse-Team von Tanne Thalheim über die Verlängerung zu einem 1:0-Sieg. Das goldene Tor für den Favoriten besorgte Toni Kirsten in der 115 Minute nach Flanke von Max Klose mit wuchtigem Kopfball. „Dadurch sind wir mit einem blauen Auge davongekommen“, konstatierte SG-Coach Marcus Jeckel und monierte die pomadige Spielweise seiner Elf: „Einige haben ihr Leistungspotenzial nicht abgerufen. Thalheim hatte durch unsere Fehler im Umkehrspiel sogar mehr Chancen.“ Der im Gegensatz zu Thalheimer Landesliga-Zeiten erschreckend schlechte Rasen tat ein Übriges.

Markkleeberg mit spätem Siegtreffer

Souveräner setzte sich der ESV Delitzsch im Duell zweier Landesklasse-Teams gegen die SG LVB aus Leipzig mit 3:1. Der Radefelder SV gewann bei dem nun wieder gleichklassigen Landesklasse-Rückkehrer Bornaer SV mit 3:2.

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Der ESV Delitzsch gewinnt das Sachsenpokal-Duell gegen die SG LVB mit 3:1 und zieht in die nächste Runde ein. Zur Galerie
Der ESV Delitzsch gewinnt das Sachsenpokal-Duell gegen die SG LVB mit 3:1 und zieht in die nächste Runde ein. © Alexander Prautzsch

Am Sonntag erwischte es hingegen die Markranstädter Liga-Kollegen der SG Taucha so richtig. Der SSV Markranstädt kam bei Merkur Oelsnitz mit 1:5 unter die Räder. Derweil retteten sich die Markkleeberger Kickers in der fünften Minute der Nachspielzeit bei Grün-Weiß Klaffenbach (Landesklasse West) durch ein Tor von Hamin Park per 3:2 in Runde zwei.

Anfangs hatte Felix Kauer auf Kickers in Führung gebracht. Doch die Erzgebirger drehten den Stand, ehe wieder Kauerauf in der 90. Minute zum 2:2 traf. Somit sind wenigstens noch zwei von vier Leipziger Landesligisten im Topf, wenn am Montag die 2. Runde ausgelost wird. Blau-Weiß war ja schon in der Ausscheidungsrunde beim Radefelder SV ausgeschieden.