16. Oktober 2021 / 15:04 Uhr

5:0 gegen Tasmania Berlin: Lok Leipzig einfach nicht zu stoppen

5:0 gegen Tasmania Berlin: Lok Leipzig einfach nicht zu stoppen

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Lok Leipzig Djamal Ziane, Torschütze zum 1:0, scheitert in dieser Szene am Berliner Schlussmann Robert Schelenz.
Lok Leipzig Djamal Ziane, Torschütze zum 1:0, scheitert in dieser Szene am Berliner Schlussmann Robert Schelenz. © Thomas Gorlt
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Furios und diszipliniert: Die Probstheidaer fegen die chancenlosen Gäste aus Berlin vom Platz. Ein Doppelschlag durch Ziane und Ogbidi wenige Minuten vor der Halbzeitpause brachte die hochüberlegenen Hausherren auf die Siegerstraße.

Leipzig. „Europa, wir kommen“, ruft ein Fan in das freudetrunkene Bruno-Plache-Stadion, in dem der 1. FC Lok Leipzig gegen Tasmania Berlin in der noch jungen Saison erneut einen ungefährdeten Kantersieg ohne Gegentor feiert. 5:0 fertigen die Probstheidaer die angereisten Hauptstädter ab und weisen damit Statistiken eines Meisterschaftsanwärters auf: seit Ende August hat Lok nun kein Ligaspiel mehr verloren, der Heimdreier gegen Tasmania ist der sechste in Folge – und die Tabellenspitze ist in unmittelbarer Nähe. 2366 Schaulustigen – davon ein Dutzend treue Auswärtsfans – feiern einen Festtag für die blau-gelbe Seele und bejubeln die Treffer von Djamal Ziane (41', 55'), Theo Ogbidi (44') und Tom Nattermann (78', 84'). Standing Ovations bei allen Auswechslungen und glücklicher Applaus zur Halbzeitpause begleiten die Partie, die Lok über 90 Minuten lang dominiert.

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Bereits in Hälfte eins legen sich die Hausherren, die von Trainer Almedin Civa unverändert zum Chemnitz-Spiel unter der Woche aufs Feld geschickt werden, die Berliner zurecht und arbeiten geduldig auf den ersten Treffer hin. Der will aber lange nicht fallen – auch weil Tasmania kompakt verteidigt und kaum Räume zulässt. Schließlich löst Ziane erneut den Knoten, eröffnet den Torreigen nach einer Flanke von Bogdan Rangelov per Kopf. Nur drei Minuten später legt Rangelov einen weiteren Treffer vor, dieses Mal muss Theo Ogbidi den Ball nur noch an Keeper Robert Schelenz vorbeigrätschen.

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Starke Vorstellung in Probstheida: Der 1. FC Lok Leipzig fegt chancenlose Gäste von Tasmania Berlin mit 5:0 vom Feld. Zur Galerie
Starke Vorstellung in Probstheida: Der 1. FC Lok Leipzig fegt chancenlose Gäste von Tasmania Berlin mit 5:0 vom Feld. ©

Die komfortable Halbzeitführung beflügelt die ohnehin selbstbewussten Probstheidaer. Kaum ein Zweikampf wird in der zweiten Halbzeit verloren, Bälle werden im Eiltempo zurückerobert. Doch nicht nur der Kampfgeist stimmt, auch spielerisch glänzen die Leipziger immer wieder. Nach einer schönen Kombination verwertet Djamal Ziane erneut mit dem Kopf Sascha Pfeffers butterweiche Flanke zu seinem neunten Saisontreffer.

Ziane bleibt aber nicht alleiniger Doppelpacker. Sturmpartner Nattermann trifft nach seiner Auswechslung ebenfalls doppelt und kommt nun auf sieben Saisontore. Nun haben die Leipziger nicht Europa, sondern den SV Babelsberg vor der Brust. Eine Woche haben die vom englischen Rhythmus geplagten Probstheidaer nun Zeit, um sich auf Civas Ex-Klub vorzubereiten – das bereits sechste Spiel in diesem Oktober.

Die Stimmen zum Spiel

Tasmania-Coach Abu Njie: Hochverdient, wobei wir die ersten 40 Minuten das sehr ordentlich gemacht haben. Da haben wir die Räume gut zugestellt und Lok hatte wenig Möglichkeiten. Dann passiert ein individueller Fehler, der alles über den Haufen wirft. Wir wollten das 0:1 mit in die Pause nehmen, uns in der Kabine schütteln - aber nichts war damit. Abderrahmane, Ziane - das ist schon tolle Qualität. Wenn ihr dann noch Nattermann bringt, dann weiß ich, ich habe einen guten Samstag. Ihr habt mit fünf anderen Mannschaften den Kampf um Platz eins eröffnet. Ich drücke Alme die Daumen.

Almedin Civa: In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel im Griff. Aber wir waren müde, mehr im Kopf als in den Beinen. Zweite Halbzeit wussten wir, dass wenn wir im Ballbesitz sind und so spielen, wie wir könenn, dass der Gegner müde wird. Die, die reingekommen sind, hatten Bock zu zeigen, was sie können. Ich hab am Anfang gesagt, es ist vom Kopf her ein schwieriges Spiel. Deswegen war es ganz wichtig, dass wir so aufgetreten sind, wie wir es gemacht haben. Drei, Vier Prozent weniger und wir haben unsere Probleme - so können wir gut gelaunt nach Hause gehen. Wir erholen uns jetzt und ab übermorgen ist der Kopf beim Freitagspiel. In meiner SPielweise ist es wichtig, dass die Offensivleute viele Tore und Vorlagen machen. Unsere Mittelfeldspieler sind dafür da, den Ball zu verteilen, von denen