25. August 2020 / 14:39 Uhr

5:1! Wermsdorf tankt mit Sieg gegen Hohnstädt Selbstvertrauen

5:1! Wermsdorf tankt mit Sieg gegen Hohnstädt Selbstvertrauen

Justus Keller
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robby Staude (Nr. 25) schiebt zum 4:0 für die Hubertusburger ein.
Robby Staude (Nr. 25) schiebt zum 4:0 für die Hubertusburger ein. © René Wegner
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Blau-Weiß Wermsdorf bezwingt im letzten Test vor dem Pokalfinale den Hohnstädter SV deutlich. In der zweiten Halbzeit wanderten die Gedanken der Wermsdorfer bereits in Richtung TZ-Bärenpokal-Finale gegen Hartenfels Torgau.

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Wermsdorf. Nach dem Halbfinaltriumph der Vorwoche und in gespannter Vorfreude auf das am kommenden Freitag anstehende Pokal-Endspiel in Torgau beim SC Hartenfels empfingen die Hubertusburger am vergangenen Sonnabend den Hohnstädter SV zu einem abschließenden Test, den sie mit einem 5:1 (3:0)-Erfolg letztlich souverän bestanden.

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Blau-Weiß Wermsdorf war gegen den Kreisligisten klarer Favorit. Die Form halten und noch einmal Selbstvertrauen tanken hieß die von Co-Trainer Mike Rische, der Chefcoach Dierk Kupfer an der Seitenlinie vertrat, ausgerufene Devise. Eine Marschroute, die seine Schützlinge umgehend umsetzen sollten.

Tor durch Freistoß auf Höhe der Mittellinie

Nach früh aufgezogenem raumgreifenden Pressing ist Linksaußen Domenic Arendt nach nur vier Zeigerumdrehungen frei durch, zeigt sich aus spitzem Winkel abgezockt und schiebt flach ins lange Eck zur Führung ein. Blau-Weiß, angeführt vom diesmal im Sturmzentrum aufgebotenen Sebastian Körner, hält den Druck hoch und kommt so zu weiteren hochkarätigen Chancen, die Mittelfeldmann Justus Keller in doppelter Ausführung aber versiebt.

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Besser, um nicht zu sagen genial, macht es in der 14. Spielminute Libero Denny Beckedahl, der feinste Klumpfüßigkeit beweist, sein ganzes fußballerisches Übergewicht darbietet und einen Freistoß auf Höhe der Mittellinie perfekt unters Lattenkreuz hebt. Zehn Minuten später legt Stürmer Körner nach sehenswertem Chip-Pass von Pascal Weidner ebenfalls höchst ansehnlich per Lupfer nach.


Mehr konzentrationsloses Auslaufen

Mit der 3:0-Führung im Rücken geht den Blau-Weißen etwas die Spannung abhanden, was den Gästen bis zur Pause zunehmend Spielanteile beschert. Der Eindruck, dass bei den Gastgebern der Fokus mittlerweile schon auf dem anstehenden Pokalfight liegt, erhärtet sich in Durchgang zwei.

Zwar legen Robby Staude nach Körner-Einwurf (54.) und dann Körner selbst per Kopf nach einem Eckball mit seinem zweiten Treffer des Tages (64.) noch zum 5:0 nach, doch der blau-weiße Auftritt gerät mehr und mehr zum konzentrationslosen Auslaufen. Hohnstädt arbeitet seinerseits aber weiter und verdient sich in der 80. Spielminute den Ehrentreffer, den Chris Collini aus 25 Metern traumhaft mit einer Linksfackel direkt in den Winkel besorgt.

Hanisch kann sein Comeback feiern

So fahren die Hubertusburger nach guter erster Hälfte den verdienten Sieg ein. Positive Geschichte und zusätzlicher Stimmungsaufheller an der Sachsendorfer Straße: Sebastian Hanisch, jahrelanger Fixpunkt im kupferschen System, kann nach langwieriger Verletzung sein Comeback feiern und wird jetzt sogar zur Wechseloption fürs Finale. Selbstvertrauen und Zutrauen in die eigene DNA sollten stimmen, wenn sich die Wermsdorfer am Freitag im Flutlicht-Endspiel (20 Uhr) dem Favoriten von der Elbe stellen. Nun liegt die Wahrheit auf dem Platz und es wird sich zeigen, was alle Arbeit wert war.

Blau-Weiß Wermsdorf: Schönitz; Dominik Weidner, Beckedahl, Siebert (46. Robyn Staude), Köppe, Eckert (60. Plakinger), Arendt, Keller, Pascal Weidner (36. Hanisch), Robby Staude (64. Baumann), Sebastian Körner (79. Simbke)

Torfolge: 1:0 Arendt (4.), 2:0 Beckedahl (14.), 3:0 Körner (24.), 4:0 Robby Staude (54.), 5:0 Körner (64.), 5:1 Collini (84.).