05. August 2019 / 11:20 Uhr

Frankfurt-Manager Fredi Bobic warnt Bundesliga vor Langeweile - "Zu viele Ängste" vor 50+1-Abschaffung

Frankfurt-Manager Fredi Bobic warnt Bundesliga vor Langeweile - "Zu viele Ängste" vor 50+1-Abschaffung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Frankfurt-Manager Fredi Bobic äußerte sich kritisch gegenüber der 50+1-Regelung. 
Frankfurt-Manager Fredi Bobic äußerte sich kritisch gegenüber der 50+1-Regelung.  © imago images/Eibner/Getty
Anzeige

Die 50+1-Regel sorgt im deutschen Profi-Fußball häufig für Debatten. Die Fans verschiedener Klubs positionieren sich immer wieder ganz klar pro 50+1 - nun äußert sich Frankfurt-Manager Fredi Bobic zu einer möglichen Abschaffung der Regel. 

Anzeige
Anzeige

Der frühere deutsche Nationalstürmer Fredi Bobic fürchtet sich vor Monotonie in der Bundesliga. "Solange sich die Strukturen und die Möglichkeiten, Einnahmen zu generieren, in der Bundesliga nicht ändern, werden die Machtverhältnisse bleiben, wie sie sind", sagte der Sport-Vorstand von Eintracht Frankfurt dem Magazin Playboy in einem Interview. Bobic spricht sich daher für eine Abschaffung der 50+1-Regel aus.

Mehr vom SPORTBUZZER

Mit der nur in Deutschland geltenden 50+1-Regel soll sichergestellt werden, dass Vereine auch dann die Entscheidungsgewalt über ihre Profiabteilungen behalten, wenn sie diese in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert haben. Externe Investoren haben damit keine Chance, über eine Mehrheit der Anteile auch die Kontrolle zu übernehmen. "Es würde doch nicht automatisch heißen, dass der böse Tycoon aus dem fernen Ausland kommt und alles an sich reißt", erklärte Bobic. Seiner Ansicht nach werden in Deutschland mit Blick auf ein Fallen dieser Regelung "zu viele Ängste geschürt".

25 ehemalige Spieler von Eintracht Frankfurt und was aus ihnen wurde

Fjörtoft, Okocha, Boateng & Co. - 25 ehemalige Spieler von Eintracht Frankfurt und was aus ihnen wurde.  Zur Galerie
Fjörtoft, Okocha, Boateng & Co. - 25 ehemalige Spieler von Eintracht Frankfurt und was aus ihnen wurde.  ©
Anzeige

Bei Hannover 96 sorgte Konflikt um 50+1 für Spaltung des Klubs

Beim Zweitligisten Hannover 96 sorgte die Debatte um 50+1 für eine regelrechte Spaltung des Vereins. Der umstrittene Klub-Boss Martin Kind stellte sogar einen Antrag auf eine Ausnahme von der 50+1-Klausel - die Deutsche Fußball-Liga lehnte den Antrag allerdings ab. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass ein Unternehmen oder eine Person "seit mehr als 20 Jahren den Fußballsport des Muttervereins ununterbrochen und erheblich gefördert" haben müsse. Dafür seien von Seiten Kinds zu wenig Belege vorgelegt worden.

Bei der Mitgliederversammlung im vergangenen März, die das Ständige Schiedsgericht der DFL abwarten wollte, setzte sich dann die Opposition klar durch. Neuer Aufsichtsrat und neuer Präsident wurde in diesem Zuge Sebastian Kramer, der klar machte, den Antrag nach Möglichkeit stoppen zu wollen. Seit Anfang Mai 2019 ruhte der Antrag - zuletzt gab Hannover 96 zur Freude vieler Anhänger offiziell bekannt, dass Kind seinen Kampf um die Ausnahmegenehmigung aufgibt.

50+1-Streit, Fanproteste und drohende DFL-Strafe: Die Hintergründe in der Chronologie

50+1-Streit, Mitgliederversammlungen und Fanproteste: Eine Chronologie der Ereignisse. Zur Galerie
50+1-Streit, Mitgliederversammlungen und Fanproteste: Eine Chronologie der Ereignisse. ©
Mitmachen: #GABFAF-Adventskalender

Bundesliga-Tickets, Fußballschuhe, signierte Trikots und vieles mehr: Trage Dich hier ein und gewinne einen der 24 Preise. (mehr Infos)




Klicke hier Weiter und dann auf der nächsten Seite Absenden - und Du hast die Chance auf jeden der 24 Preise.

ANZEIGE: 50% auf alle JAKO Artikel! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN